Angband

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Computer-Rollenspiel Angband, die gleichnamige Festung aus J. R. R. Tolkiens Romanen findet sich unter Regionen und Orte in Tolkiens Welt.
Angband
Angband.png
Screenshot von Angband
Erstveröffent-
lichung
1990
Plattform Amiga, DOS, Linux, Mac OS
Lizenz Angband License
Genre Computer-Rollenspiel
Spielmodus Einzelspieler
Sprache Englisch
Aktuelle Version 3.5.0

Angband ist ein Rogue-ähnliches Computer-Rollenspiel.

In der Regel ist die innerhalb des Spiels benutzte Sprache Englisch. Es unterliegt der Angband License und ist – wie der Quellcode – frei erhältlich.

Allgemeines[Bearbeiten]

Angband basiert auf dem 1983 zuerst auf Unix-basierten Systemen veröffentlichten Spiel Moria. Angband erschien zuerst 1990 und wurde ursprünglich von Studierenden an der University of Warwick entwickelt. Historisch bedingt stand das Spiel lange Zeit unter einer proprietären Lizenz, die nur unentgeltliche Vervielfältigung erlaubte, jedoch nicht vollständig GPL-kompatibel war. Somit war Angband bis Version 3.0.9 keine freie Software und z. B. nicht standardmäßig in Linux-Distributionen enthalten. Seit Version 3.1.0 beta steht das Spiel jedoch unter der GPL nachdem alle Autoren ihren Quelltext freigegeben haben.

Die Spielwelt ist im Tolkienschen Universum angesiedelt – Angband ist der Name der Festung Morgoths. Die Spielregeln erinnern an Dungeons & Dragons. Das im kommerziellen Bereich sehr erfolgreiche Diablo ist weitgehend eine Echtzeit-Umsetzung des Spielprinzips von Angband.

Ziel des Spiels ist es, Ebene 100 des Dungeons zu erreichen und dort den Endgegner Morgoth zu besiegen. Auf dem Weg durch die zufallsgenerierten Dungeon-Ebenen begegnet man einer Vielzahl von Monstern, die ihren Ursprung in der Mittelerde-Mythologie, in D&D und in der Rogue-Tradition haben. Der Spielercharakter kann eine Vielzahl von Rassen und Klassen haben, die alle aus Tolkiens Universum übernommen oder zumindest inspiriert sind.

Trotz der einfachen Darstellung hat das Spiel eine sehr große Spieltiefe. Es gibt unzählige Gegenstände, Gegner und besondere Artefakte aus Mittelerde, natürlich auch den Einen Ring.

Allgemein gelten die „-bands“ als eine der zwei Hauptentwicklungslinien der Rogue-ähnlichen Spiele. Die Schwerpunkte sind etwas anders gesetzt als bei den „-hack“-ähnlichen Spielen. Die offizielle Anleitung bezeichnet das Spiel als Dungeon-Simulation, es geht weniger um das Lösen von Rätseln als taktisches Vorgehen. So ist es z. B. sehr wichtig, den Spielercharakter mit den richtigen Resistenzen und magischen Hilfsmitteln auszustatten, oder auch im Ernstfall bei übermächtigen Gegnern rechtzeitig die Flucht zu ergreifen. Immerhin ist auch in der literarischen Vorlage der mächtige Zauberer Gandalf einem Dämon aus der Tiefe erlegen, und wie in fast allen Rogue-ähnlichen Spielen lebt jeder Abenteurer nur einmal.

Eine interessante Besonderheit in einigen Varianten ist der Borg, ein automatischer Spieler, der sogar in der Lage ist, das Spiel selbständig zu gewinnen.

Für Diskussionen über das Spiel, Bug-Reports und Änderungsvorschläge wird eine eigene Newsgroup unterhalten.

Grafik[Bearbeiten]

Die Grafik von Angband wird, wie in allen Rogue-ähnlichen Spielen mit Hilfe des ASCII-Zeichensatzes dargestellt.

Links sieht man die Rasse, die Klasse und den Rang des Spielers. Darunter sind weitere Charakterwerte aufgeführt. Der Rest des Bildschirms ist das Spielfeld, # ist eine Wand, . ist eine freie Fläche. @ ist der Spieler, t ist ein Dorfbewohner. Die farbigen Zahlen sind Eingänge zu verschiedenen Häusern.

Angband ist für viele Rechnersysteme verfügbar, unter anderem für MS-DOS, Unix/Linux (mit Varianten unter anderem für curses und X11), MacOS und Amiga. Der modulare, gut kommentierte Quellcode erlaubt die einfache Anpassung an noch nicht unterstützte Systeme.

Es existieren auch mehrere Grafiksätze für Angband, die auf manchen Systemen verwendet werden können.

Versionen[Bearbeiten]

Es gibt ungefähr 60 Varianten, wovon ungefähr ein Dutzend aktiv gepflegt werden.

Weblinks[Bearbeiten]