Angelika Speitel

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Angelika Elisabeth Speitel (* 12. Februar 1952 in Stuttgart) ist ist eine deutsche ehemalige Terroristin[1][2][3][4] der Rote Armee Fraktion (RAF). Sie war an der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer beteiligt und wurde 1978 verhaftet. Wegen Mordes und anderer Verbrechen wurde sie 1979 zu lebenslanger Haft verurteilt und 1989 begnadigt.

Leben[Bearbeiten]

Durch ihre Tätigkeit in der Stuttgarter Kanzlei des RAF-Anwaltes Klaus Croissant gelangte Speitel zur RAF, wo sie eine führende Position in der zweiten Generation einnahm und unter anderem an der Schleyer-Entführung beteiligt war. Am 24. September 1978 wurde sie mit den RAF-Mitgliedern Michael Knoll und Werner Lotze in einem kleinen Wäldchen im Dortmunder Stadtteil Kirchhörde von zwei Polizeibeamten bei Schießübungen überrascht, woraufhin die Terroristen das Feuer auf die Beamten eröffneten und den Polizisten Hans-Wilhelm Hansen erschossen. Angelika Speitel wurde dabei von den Polizeibeamten angeschossen und festgenommen. Wegen Mordes und anderer Verbrechen wurde sie am 29. November 1979 zu lebenslanger Haft verurteilt.[5] Sie wurde am 8. März 1989 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker begnadigt,[6] nachdem dieser sie im Gefängnis besucht hatte, und 1990 freigelassen.

Angelika Speitel war mit dem RAF-Mitglied Volker Speitel verheiratet, der ebenfalls in Croissants Anwaltskanzlei arbeitete.

Sie lebt heute in Bergheim bei Köln.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.n-tv.de/politik/Noch-fuenf-zu-lebenslang-verurteilte-RAF-Terroristen-in-Haft-article99246.html
  2. http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/04/18/die-terroristen-versteher-vom-sek/
  3. http://archiv.rhein-zeitung.de/on/98/05/19/topnews/pohlhin.html
  4. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531289.html
  5.  Terroristen – Etwas läuft. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1979, S. 86–90 (10. September 1979, online).
  6.  Sie hat ihre Tat aufrichtig bereut. In: Der Spiegel. Nr. 13, 1989, S. 8–10 (13. März 1989, online).