Angelo Dolci

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Angelo Maria Kardinal Dolci (* 12. Juli 1867 in Civitella di Agliano, Italien; † 13. September 1939 ebenda) war Erzbischof von Amalfi und später ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Angelo Dolci erhielt seine theologische und philosophische Ausbildung an mehreren Hochschulen Roms und empfing im Jahre 1890 das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend nahm er verschiedene Aufgaben als Gemeindepriester wahr, ehe er im Jahre 1900 zum Bischof von Gubbio ernannt wurde. Die Bischofsweihe empfing Angelo Dolci durch Kardinal Francesco Satolli. 1906 ernannte ihn Papst Pius X. zum Titularerzbischof von Nazianzus und zum Apostolischen Delegaten in Ecuador, Peru und Bolivien. 1910 wurde er nach Rom zurückberufen, 1911 erhielt er die Berufung zum Erzbischof von Amalfi. 1914 entsandte ihn der Papst als Apostolischen Delegaten nach Konstantinopel und ernannte ihn zum Titularerzbischof von Hierapolis in Syria. 1922 wurde Angelo Maria Dolci Apostolischer Nuntius in Belgien, ein Jahr darauf übernahm er die gleiche Aufgabe in Rumänien.

Papst Pius XI. nahm ihn am 13. März 1933 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria della Vittoria in das Kardinalskollegium auf. Am gleichen Tag trat er von seinem Amt als Nuntius in Rumänien zurück und wurde noch im gleichen Jahr zum Erzpriester der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore ernannt. 1936 wurde er zum Kardinalbischof von Palestrina erhoben.

Angelo Dolci nahm am Konklave des Jahres 1939 teil, in dem Papst Pius XII. gewählt wurde. Er starb am 13. September 1939 in Rom und wurde in seinem Heimatort bestattet.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Angelo Dolci auf catholic-hierarchy.org (englisch)
Vorgänger Amt Nachfolger
Luigi Kardinal Sincero Kardinalbischof von Palestrina
1936–1939
Carlo Kardinal Salotti
Bonaventura Kardinal Cerretti Erzpriester der Basilika Santa Maria Maggiore
1933–1939
Alessandro Kardinal Verde
Macario Sorini Bischof von Gubbio
1900–1906
Giovanni Nasalli Rocca di Corneliano