Angrboda

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Angrboda (an Angrboða:„Angstbotin, -bringerin; Kummerbereitende“) ist in der nordischen Mythologie eine Riesin.

Angrboda (im Hintergrund) und ihr Gezücht: die Midgardschlange, Hel und Fenrir. (Emil Doepler, 1905)

Sie gebiert in der Verbindung mit Loki drei Kinder: den Riesenwolf Fenrir, die Midgardschlange Jörmungand sowie die Totengöttin Hel. Wegen der Gefahr, die die Kinder für die Götter bedeuteten, wurde Fenrir mit der Fessel Gleipnir gebunden, Jörmungand von den Asen ins Meer geworfen und Hel in die Unterwelt gebannt, wo sie als Herrin der Toten waltet.

Angrboda wird häufig mit der „Alten vom Eisenwald“ (Alte im Jarnvidr) der Völuspá gleichgesetzt. Als solche gebar sie „die Brut FenrirsHati und Skalli sowie Managarm.

Quellen[Bearbeiten]

Angrboda wird in der Edda im Hyndlalied37 und in der Gylfaginning34 genannt.

„Ol vlf Loki
vid Angrbodu,
enn Sleipni gat
vid Suadilfara;
eitt þotti skars
allra feiknazst,
þat var brodur fra
Byleistz komit.“

Den Wolf zeugte Loki mit Angurboda,
Den Sleipnir empfing er von Swadilfari.
Ein Scheusal schien das allerabscheulichste:
Das war von Bileistis Bruder erzeugt.


Hyndluljóð 37


„Enn átti Loki fleiri börn. Angrboða hét gýgr í Jötunheimum. Við henni gat Loki þrjú börn. Eitt var Fenrisúlfr, annat Jörmungandr, þat er Miðgarðsormr, þriðja er Hel.“

„Loki hatte noch andere Kinder. Angurboda hieß ein Riesenweib in Jötunheim: mit der zeugte Loki drei Kinder: das erste war der Fenriswolf, das andere Jörmungandr, d. i. die Midgardschlange, das dritte war Hel.“

Gylfaginning 34

„Austr sat in aldna
í Járnviði
ok fœddi þar
Fenris kindir;
verðr af þeim öllum
einna nökkurr
tungls tjúgari
í trolls hami.”

 „Östlich saß die Alte im Eisengebüsch
Und fütterte dort Fenrirs Geschlecht.
Von ihnen allen wird eins das schlimmste:
Des Mondes Mörder übermenschlicher Gestalt.“


Völuspá 32

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Hyndlulióð – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Edda/Snorra-Edda/Gylfaginnîng – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Völuspá – Quellen und Volltexte