Angry Samoans

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Angry Samoans
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkrock; Hardcore Punk
Gründung 1978
Website http://www.angrysamoans.com/
Gründungsmitglieder
Mike Saunders
Gesang, Gitarre
Gregg Turner
Gitarre
Kevin Saunders
Todd Homer
Bill Vockeroth
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Mike Saunders
Gitarre
Jonathan Hall
Bass
Heath Seifert
Schlagzeug, Gesang
Bill Vockeroth
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
P.J. Galligan
Gitarre
Steve Drojensky
Gesang, Gitarre
Jeff Dahl
Bass
Scott Greer

Die Angry Samoans (Kurzform auch The Sams) sind eine US-amerikanische Punkrock-Band, die 1978 in Los Angeles gegründet wurde. Sie gelten als eine der bekanntesten Vertreter des Ende der 1970er und in den frühen 1980ern im Süden Kaliforniens entstandenen American Hardcore Punk.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Angry Samoans wurden 1978 in Los Angeles von den Musikkritikern „Metal“ Mike Saunders und Gregg Turner gegründet.[1]

Nachdem sie schon in anderen Bands gespielt hatten, starteten sie als Dictators-Coverband, von denen sie stark beeinflusst wurden.[2] Nach vielen Konzerten mit nun auch eigenen Stücken erschien 1980 ihre Debüt-EP Inside My Brain. Auf dieser Platte war auch Get Off The Air, ein Lied, in dem die Band sich abfällig über den einflussreichen Radio-DJ Rodney Bingenheimer äußerte. Nach dieser Veröffentlichung waren ihnen Auftritte in Los Angeles erschwert, und sie waren gezwungen, in weniger seriösen Bars aufzutreten und für Auftritte auf Tour durch die Vereinigten Staaten zu gehen. Dies sorgte dafür, dass die Angry Samoans über Los Angeles hinaus bekannt wurden.

1982 erschien ihre zweite EP, Back From Samoa. In ihren Texten kommen häufig Situationen und Bilder vor, die aus Horrorfilmen stammen könnten (Lights Out, Steak Knife), und absurde Situationen (They Saved Hitler’s Cock, I'm In Love With Your Mom). Oftmals drücken sie ihre Abneigung gegenüber bestimmten Personen und Überzeugungen aus (Get Off The Air, Homo-Sexual). Die Musik ist schneller und einfacher Punkrock.

Nach Back From Samoa waren die Angry Samoans zunehmend unzufrieden mit den Zuständen innerhalb ihrer Musikszene und traten zunehmend seltener auf.[3] In dieser Zeit war auch die Zusammensetzung der Band häufigen Wechseln unterworfen;[4] auch Gründer „Metal“ Mike Saunders war kurzzeitig ausgeschieden. In dieser Zeit war Jeff Dahl Sänger und Gitarrist der Band.

1987 erschien Yesterday Started Tomorrow; eine Platte, deren Musik sich von den vorherigen stark unterschied.[1] Der bisher vorherrschende Punkrock war einem ruhigeren Garagen-Sound gewichen. Das letzte Album der Angry Samoans, STP not LSD setzte diese Entwicklung fort,[4] allerdings traten nun immer stärkere Konflikte innerhalb der Band, besonders zwischen Turner und Saunders auf. Homer verließ die Band 1988, sie löste sich schließlich 1991 vorläufig auf.[5]

Saunders und Turner veröffentlichten nach der Auflösung Soloalben; Turner wurde Lehrer für Mathematik an einem College in Santa Fe. Todd Homer gründete nach seiner Zeit bei den Angry Samoans die Band Mooseheart Faith (auch auf zwei Veröffentlichungen Mooseheart Faith Stellar Groove Band genannt)[6] Mitte der 1990er Jahre, nach dem Erscheinen einer Sammlung aller Veröffentlichungen der Angry Samoans auf einer CD (The Unboxed Set), gründete Mike Saunders für Konzerte eine neue Version der Band, die sporadisch zunächst nur samstags und nur in Kalifornien auftrat. Gregg Turner kommentierte diese „Reunion“ auf seiner Website äußerst kritisch.[5] 2008 spielten die Angry Samoans auch wieder einige Konzerte auf einer kleinen Tour ohne Gregg Turner in Deutschland.

Diskografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joe S. Harrington: Sonic cool: the life & death of rock ’n’ roll. Hal Leonard Corporation, 2002, ISBN 0-634-02861-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Brian Coley: Angry Samoans come of Age. In: SPIN, Juli 1987, Jg. 3, Nr. 4, S. 12, ISSN 0886-3032
  2. Joe S. Harrington: Sonic cool: the life & death of rock ’n’ roll. Hal Leonard Corporation, 2002, ISBN 0-634-02861-8, S. 331
  3. Joe S. Harrington: Sonic cool: the life & death of rock ’n’ roll. Hal Leonard Corporation, 2002, ISBN 0-634-02861-8, S. 381
  4. a b Georg Smith: STP not LSD. In: Spin, April 1989, Jg. 5, Nr. 1, S. 107–108, ISSN 0886-3032
  5. a b Thom White: Interview with Metal Mike of Angry Samoans. In: Citicinemag:, Dezember 2003
  6. Underground In: Spin, April 1989, Jg. 5, Nr. 1., S. 115, ISSN 0886-3032