Angry Young Men

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Angry Young Men (deutsch: „Zornige junge Männer“) oder kurz Angries ist ein journalistisches Schlagwort, das auf zahlreiche britische Künstler und Schriftsteller Mitte der 1950er angewendet wurde.

Der erste Autor, der so bezeichnet wurde, war John Osborne anlässlich des enormen Erfolges, den er 1956 mit seinem Drama Look back in Anger (Blick zurück im Zorn) hatte. In der Folgezeit assoziierte man mit diesem Begriff gesellschaftskritische Autoren mit radikalen oder anarchistischen Ansichten, die soziale Entfremdung und Klassenkonflikte thematisierten. Wie Osborne entstammten auch Harold Pinter, John Braine, Arnold Wesker und Alan Sillitoe der Arbeiterklasse, während Kingsley Amis und John Wain zur Mittelschicht gehörten.

Als einzige Frau wurde die Dramatikerin Shelagh Delaney dieser Bewegung zugerechnet.

Andere Autoren wie Colin Wilson, dessen The Outsider zur gleichen Zeit wie Look back in Anger erschien, wurden ebenfalls zu den Angry Young Men gezählt, obwohl sie nur wenig mit dieser Einstellung zu tun hatten.

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Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Antor: Die Narrativik der angry young men. Eine Studie zur literaturdidaktischen Bedeutung rezeptionslenkender Gruppenstereotypien. Winter, Heidelberg 1989, ISBN 3-533-04196-4.
  • Mark Brady, John Dodds, Christopher Taylor: Four fits of anger. Essays on the angry young men. Campanotto, Udine 1986
  • Ingrid Kreuzer: Entfremdung und Anpassung. Die Literatur der Angry Young Men im England der fünfziger Jahre. Winkler, München 1972, ISBN 3-538-07701-0
  • Humphrey Carpenter: The Angry Young Men. A Literary Comedy of the 1950s. Penguin Books, London 2003, ISBN 0-14-100004-X
  • Colin Wilson: The Angry Years. The Rise and Fall of the Angry Young Men. Robson Books, London 2007, ISBN 1-86105-972-8.