Anhängerdreieck

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Anhängerdreieck auf dem Dach eines Büssing-NAG 5000 S von 1948
Anhängerdreieck an einem Oberleitungsbus im ukrainischen Luhansk, in diesem Fall verwendet aufgrund eines Abschleppvorgangs

Das Anhängerdreieck ist ein, meist einklappbares, gelbes Dreieck mit schwarzer Umrandung. Es soll dem entgegenkommenden Verkehr anzeigen, dass ein Anhänger mitgeführt wird.

Historie[Bearbeiten]

Das Anhängerdreieck war in Deutschland (Deutsches Reich und danach in der BRD sowie der DDR) vom 1. April 1938 bis 1956 in § 44 der StVZO vorgeschrieben.[1]

Danach musste ab dem 1. April 1938[2] auf dem Fahrerhausdach ein gelbes klappbares Dreieck mit einer Seitenlänge von 18 cm als sogenanntes Anhängerdreieck vorhanden sein. Das beleuchtbare Dreieck musste bei allen Fahrten mit dem Anhänger im ausgeklappten Zustand bei Dunkelheit auf mindestens 100 m erkennbar sein.[3]

Am 21. März 1956 gab es eine Neuregelung der StVZO, inoffiziell die „Seebohm'schen Gesetze“ genannt und das Dreieck wurde danach noch bis ca. 1958 auf einigen LKW Fahrerhäusern bei den alten Lastzug-Längen benutzt. Heute ist dieses Dreieck, eine beleuchtete Signaleinrichtung bei Lastkraftwagen, Zugmaschinen, Omnibussen und Oberleitungsbussen im Anhänger-Betrieb, nicht mehr zulässig. Ähnliche Einrichtungen waren früher auch in anderen europäischen Ländern zu finden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Es handelte sich um ein klappbares gelbes Dreieck mit schwarzer Umrandung und Innenbeleuchtung auf dem Fahrerhaus bzw. Kabinendach, das bei Anhängerbetrieb aufgestellt werden musste, um entgegenkommenden Fahrzeugen die Gefahr durch den (oder die) Anhänger zu signalisieren. Die älteren Versionen hatten je eine Halterung mit Scharnieren links und rechts, die spätere eine einzige zentrale Halterung mit Gelenk. Dabei gab es auch Ausführungen mit eckiger oder auch runder Grundfläche. Bei den Busanhängern war das Dreieck weiß mit einer roten Umrandung, ähnlich einem Gefahrzeichen.

Ähnliche Bestimmungen gab es auch in Österreich, in Frankreich, in Italien, in den Niederlanden, Schweden und der Sowjetunion. Während sich die österreichische und niederländische Version kaum von der deutschen Version unterschied, waren die anderen Versionen unterschiedlich gestaltet und oft auch nicht von innen beleuchtet.

In Spanien mussten früher auch PKW vorne bei der Mitführung eines Anhängers mit einem quadratischen Schild (meist ohne Beleuchtung) mit schwarzer Umrandung versehen werden, auf dem ein gelbes Dreieck auf einem quadratischen blauen Grund zu sehen war.

Galerie[Bearbeiten]

Deutsche Ausführung[Bearbeiten]

Französische Ausführung[Bearbeiten]

Italienische Ausführung[Bearbeiten]

Schwedische Ausführung[Bearbeiten]

Abgrenzung[Bearbeiten]

Anhänger müssen in der EU mit dreieckigen Rückstrahlern ausgerüstet sein.

Nicht zu verwechseln ist das Anhängerdreieck mit den EU-weit vorgeschriebenen dreieckigen Rückstrahlern an Anhängern, wie sie das nebenstehende Bild zeigt.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Winker − eine weitere historische beleuchtete Signalanlage

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. § 44 StVZO vom 13. November 1937.
  2. § 72 (2) StVZO Übergangsbestimmungen zu § 44 StVZO.
  3. Lastkraftwagen - Geschichte, Technik, Typen. GeraMond-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-7654-7804-8, S. 38.
    + 80 Jahre Lastauto Omnibus. Sonderheft der Zeitschrift Lastauto Omnibus. S. 105.