Animatismus

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Animatismus (lat. anima = Seele) ist ein Begriff, der von Robert Ranulph Marett (1866 - 1943) stammt, und sich auf den Glauben bestimmter Kulturen an Kräfte und Mächte bezieht. Im Animatismus werden unbelebte Dinge als belebt angesehen. Sie besitzen demnach eine eigene Denkfähigkeit, eigenen Willen und eigene Emotionen. Der Animatismus galt längere Zeit als die Vorstufe des Animismus und wird deshalb auch Präanimismus genannt. Maretts Ansicht, dass die Belebtheit unbelebter Naturerscheinungen der Kraft, die man in der Ethnologie als Mana bezeichnet, zuzuschreiben ist, ließ sich aufgrund späterer Befunde jedoch nicht mehr halten.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Käser: Animismus. Eine Einführung in die begrifflichen Grundlagen des Welt- und Menschenbildes traditionaler (ethnischer) Gesellschaften für Entwicklungshelfer und kirchliche Mitarbeiter in Übersee; Bad Liebenzell: Liebenzeller Mission, 2004; ISBN 3-921113-61-X; mit dem verkürzten Untertitel Einführung in seine begrifflichen Grundlagen auch bei: Neuendettelsau: Erlanger Verlag für Mission und Okumene, 2004; ISBN 3-87214-609-2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Käser: Animismus, Seite 20