Aniwa (Stadt)

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Stadt
Aniwa
Анива
Föderationskreis Ferner Osten
Oblast Sachalin
Rajon Aniwa
Bürgermeister Alexander Wladimirowitsch Iwaschow (kommissarisch)
Gegründet 1886
Frühere Namen Ljutoga (bis 1905)
Rūtaka (1905–1946)
Stadt seit 1946
Fläche km²
Bevölkerung 9115 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1139 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 10 m
Zeitzone UTC+10
Telefonvorwahl (+7) 42441
Postleitzahl 694030
Kfz-Kennzeichen 65
OKATO 64 208 501
Website www.aniva.marketcenter.ru
Geographische Lage
Koordinaten 46° 43′ N, 142° 31′ O46.716666666667142.5166666666710Koordinaten: 46° 43′ 0″ N, 142° 31′ 0″ O
Aniwa (Stadt) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Aniwa (Stadt) (Oblast Sachalin)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Sachalin
Liste der Städte in Russland

Aniwa (russisch Ани́ва) ist eine Kleinstadt in der Oblast Sachalin (Russland) mit 9115 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Süden der Insel Sachalin nahe der Mündung des Flusses Ljutoga in die Aniwa-Bucht, etwa 40 km südlich der Oblasthauptstadt Juschno-Sachalinsk.

Die Stadt Aniwa ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet im Jahre 1886 als Dorf Ljutoga (russisch Лю́тога, nach dem gleichnamigen Fluss), gehörte Aniwa seit 1905 nach dem Vertrag von Portsmouth mit dem gesamten Südteil der Insel Sachalin als Rūtaka (jap. 留多加町, -chō, von Ainu rut für Meereis und ak(k)a für Wasser) zu Japan.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort am 26. August 1945 von der Roten Armee eingenommen und gehörte fortan wieder zur Sowjetunion. Am 5. Juni 1946 bekam er unter dem neuen Namen Aniwa (nach der Meeresbucht) das sowjetische Stadtrecht verliehen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1941 7295
1959 5545
1970 5859
1979 6826
1989 8905
2002 8084
2010 9115

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Aniwa ist hauptsächlich Zentrum der Fischereiwirtschaft (Buckellachs, Ketalachs). Daneben gibt es Betriebe der Lebensmittelindustrie auf Grundlage des die Stadt umgebenden Landwirtschaftsgebietes lokaler Bedeutung.

Die Stadt ist seit 1926 über eine Stichstrecke an das schmalspurige Eisenbahnnetz der Insel angeschlossen (zurzeit außer Betrieb, zuvor nur Güterverkehr). Es besteht Straßenverbindung in das Oblastzentrum.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]