Anja Dittmer

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Anja Dittmer gewinnt für Charleville Tri Ardennes den Grand-Prix-Triathlon in Tours, 2011

Anja Dittmer (* 22. September 1975 in Neubrandenburg, DDR) ist eine ehemalige deutsche Duathletin, Triathletin und Olympiateilnehmerin der Jahre 2000, 2004, 2008 und 2012.

Werdegang[Bearbeiten]

Anja Dittmer machte Abitur und lernte dann Bauzeichnerin. Seit November 2001 ist sie Sportsoldatin in der Sportfördergruppe Mainz, wo sie zurzeit den Dienstgrad eines Stabsunteroffiziers innehat.

1992 startete sie bei ihrem ersten Triathlon, seit 1998 war sie Profi-Triathletin. 1993 konnte sie bereits in der Jugendklasse den Sieg der Deutschen Meisterschaft Triathlon ebenso wie Duathlon erringen. Von 1995 bis 2000 wurde sie von Andreas Barth trainiert. Danach folgte bis 2002 Thomas Springstein, der dann in Dopingvorwürfe geriet, weshalb sie ihren Trainer erneut wechselte. Seit 2003 wurde sie von Ralf Ebli trainiert.

Im Jahr 2001 erlitt Anja Dittmer einen Ermüdungsbruch, weshalb sie nicht an den Welt- und Europameisterschaften teilnehmen konnte. 2004 gewann sie den Gesamtweltcup der Internationalen Triathlon Union (ITU) und 2006 wurde sie Dritte.

1996, 1997, 1998 wurde sie von der Deutschen Triathlon Union (DTU) zur Triathletin des Jahres ernannt. Sie startete für den SC Neubrandenburg und war Mitglied im B-Kader der Deutschen Triathlon Union. 2012 qualifizierte sie sich zusammen mit Svenja Bazlen und Anne Haug für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in London – und startete nach 2000, 2004 und 2008 bereits das vierte Mal für Deutschland.[1] Sie absolvierte das Rennen über die olympische Distanz mit einer Zeit von 2:01:38.00 und wurde damit Zwölfte nach Anne Haug.[2] Im Dezember 2013 beendete sie ihre aktive Laufbahn und wurde anschließend Nachwuchstrainerin am Olympiastützpunkt Potsdam.[3]

Ihr Bruder ist der Kanufahrer Andreas Dittmer.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Anja Dittmer mit Katrien Verstuyft und Delphine Py nach ihrem Sieg in Tours, 2011.
Jahr Erfolg Disziplin
1992 Deutsche Vizemeisterin Jugend A Triathlon
1993 Deutsche Meisterin Jugend A Triathlon
Deutsche Meisterin Jugend A Duathlon
1994 Deutsche Meisterin Junioren Triathlon
Mannschaftseuropameisterin Triathlon
Sportlerin des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern  
1995 Deutsche Meisterin Junioren Triathlon
Mannschaftseuropameisterin Triathlon
1997 Europacupsieg in Zundert Triathlon
Deutsche Mannschaftsmeisterin mit TRI-Sport Neubrandenburg Triathlon
1998 2. Platz ITU World Ranking Point Race in Anavissos Triathlon
1999 1. Platz ITU International Anzio Dabilu Cup in Rom Triathlon
3. Platz (Einzel / 1. Platz (Mannschaft)) TOP 4 Tour in Stuttgart Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Kapelle-op-den-Bos Triathlon
2000 Deutsche Meisterin (Indoor) Triathlon
1. Platz European Indoor Challenge in Berlin Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Kona Triathlon
1. Platz (Einzel und Mannschaft) TOP 4 Tour in Stuttgart Triathlon
2001 3. Platz ITU World Cup in Ungarn Triathlon
3. Platz ITU World Cup in Lausanne Triathlon
2003 3. Platz ITU World Cup in Saint Petersburg Triathlon
1.Platz ITU Point Race "Praia da Vitoria" in Azoren Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Tiszaújváros Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Hamburg Triathlon
1. Platz ITU World Cup auf Nizza Triathlon
2004 Siegerin Gesamtweltcup Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Mazatlan Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Tiszaújváros Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Hamburg Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Gamagori Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Cancún Triathlon
2005 Gesamtweltcup-Siegerin Triathlon
2006 3. Gesamtweltcup Triathlon
1. Platz ITU World Cup in Cancun Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Mazatlan Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Richards Bay Triathlon
2. Platz ITU World Cup in Corner Brook Triathlon
2. Platz ITU World Cup in New Plymouth Triathlon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bazlen, Dittmer und Haug bereit für den Showdown (3. August 2012)
  2. Ergebnisse Olympia 2012 (englisch), abgerufen am 8. August 2012
  3. Triathlon: Die Grande Dame des Triathlons sagt ade! (nordkurier.de, 23. Dezember 2013)
  4. http://wcs.triathlon.org/results/results/2012_itu_world_triathlon_kitzbuehel/7755/
  5. Findlay claims 2011 World Championship Series opener in Sydney
  6. Starke Dittmer
  7. WM-Serie in London: Paula Findlay siegt überraschend, Emma Moffatt nur auf Platz 9
  8. Kusrzdistanz-EM Athlone: Spirig verteidigt Titel
  9. 2010 Dextro Energy Triathlon - ITU World Championship Series Seoul : Elite Women : Results
  10. Erfolgreicher Saisonstart: Dittmer siegt in Taupo
  11. “Hamburg Cityman” Triathlon 2008
  12. Weltcup: Doppelter Heimsieg für Aussies in Mooloolaba - Lisk Fünfte
  13. Vanessa Fernandes siegt auf der Olympiastrecke in Beijing
  14. Vanessa Fernandes gewinnt Hamburg-Weltcup
  15. Hamburg feiert Triathlon-Festival
  16. Kathrin Müller holt Bronze (21. Juni 2004)
  17. Silvesterläufe: Rank schlägt Raelert in Rostock

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anja Dittmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien