Anja Gockel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anja Gockel

Anja Gockel (* 16. Mai 1968 in Mainz) ist eine deutsche Modedesignerin.

Werdegang[Bearbeiten]

Anja Gockel studierte von 1987 bis 1995 Modedesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und am Central Saint Martins College of Art and Design in London.[1] Von 1995 bis 1996 arbeitete sie für Vivienne Westwood und kreierte die Linie h' von Carlotta h'Glesse. Seit 1996 hat sie ihr eigenes Modelabel Anja Gockel London für Damenmode mit einem roten Hahnenkamm als Firmenlogo.

Ihre poetisch verträumte, meist fröhliche und farbenfrohe Mode[2] ist international anerkannt, wurde auf vielen Modemessen gezeigt[3] [4] und wird in Boutiquen weltweit verkauft.[5] Zu ihren Kunden zählen Prominente wie die Königin Silvia von Schweden.[6] [7] Anja Gockel kleidet Moderatorinnen und Künstlerinnen wie Ann-Kathrin Kramer, Barbara Schöneberger, Mina Tander und Marietta Slomka ein.[8] Dreimal hat sie die Final-Show von Germany’s Next Topmodel von Heidi Klum ausgestattet[9] [10] und zwei Mal war sie schon live dabei. Zuerst flog die Designerin für ein Shooting in der vierten Staffel nach Los Angeles; 2010 kamen Heidi und ihre Mädchen für Gockels Fashionshow nach Berlin. [11] [12] Doch nicht nur Klums Topmodels liefen schon für Anja Gockel über den Laufsteg, auch international erfolgreiche Supermodels wie Alek Wek arbeiten für das deutsche Label,[13] das auch im Krisenjahr 2010 wachsen konnte.[14] 2014 beteiligt sie sich erstmals an der Pekinger Messe Chic Beijing.[15]

Anja Gockel arbeitet in Mainz. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.[16] Im Jahr 2011 engagierte sich Gockel als Botschafterin von Herzenssache.[17]

Im November 2009 äußerte Gockel in einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Homosexualität der führenden Modedesigner sei der „wichtigste“ Grund für die Magersucht vieler Models. Für Schwule sei eine knabenhafte Figur das Idealbild, während Lesben meistens eine androgyne Figur bevorzugten. „Deshalb dürfen die Models nicht zu viel Busen und nur wenig Hüfte haben. Alles Volumige ist für sie unerotisch, nicht akzeptabel.“ [18][19]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite des Deutschen Akademischen Austauschdienstes über die ehemalige Stipendiatin Anja Gockel, abgerufen am 15. Januar 2014
  2. Ingrid Loschek: Modedesigner: Ein Lexikon von Armani bis Yamamoto, Abschnitt über Anja Gockel; C.H.Beck, 2007, ISBN 9783406564925
  3. Anja Gockel auf der Modemesse Düsseldorf Bildergalerie der Frauenzeitschrift Amica
  4. Kleiderpremiere - Mode, Models und der Laufsteg SWR Schlaglicht vom 6. Januar 2009
  5. a b "Den Alltag zur Sensation machen" Artikel von Ingrid Loschek auf der Seite des Goethe-Instituts
  6. Anja Gockel ist Schwedens Hofschneiderin Beitrag in dem ARD-Magazin Brisant vom 4. Februar 2003
  7. Sonntagmorgen Begegnungen - Pfarrerin Annette Bassler trifft Anja Gockel, Modedesignerin, Mainz Beitrag in SWR1 am 8. Juni 2008
  8. Anja Gockel - Keine Lust auf Flickwerk von Alfons Kaiser in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. Juli 2006
  9. Website der 4. Staffel von Germany’s Next Topmodel
  10. Schrilles Fotoshooting Beitrag der Zeitschrift Gala vom 18. März 209
  11. http://www.vogue.de/articles/models/models/gntm/2010/03/09/20036
  12. Allgemeine Zeitung: Anja Gockel kleidet Models ein, Artikel vom 13. März 2010
  13. http://www.vogue.de/articles/fashion-shows/fashion-shows/alek-wek/2010/01/25/19576
  14. Stephan Finsterbusch: "Die Kollektion ist unser Mittelpunkt." faz.net, 18. Januar 2011, abgerufen am 13. März 2014
  15. Kirsten Reinhold: Chic Beijing: Mehr internationale Aussteller. textilwirtschaft.de, 26. November 2013, abgerufen am 13. März 2014
  16. Modedesignerin Anja Gockel - Aufschwung Ost von Tanja Kewes im Handelsblatt vom 17. März 2007
  17. Drei Prominente Botschafter für Kinder und Jugendliche für Herzenssache - Die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank
  18. Anja Gockel: Deshalb gibt es Magermodels Neue Osnabrücker Zeitung Online, 6. November 2009
  19. Der Standard vom 9. November 2009: Böse schwule Designer
  20. Artikel Mode von Anja Gockel in der Allgemeinen Zeitung Worms vom 27. Februar 2009
  21. ​Preisträger der „Goldenen Seidenschleife“ bei krefeldfashionworld.de, abgerufen am 12. August 2014