Anja Kling

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Anja Kling (2006)

Anja Kling (* 22. März 1970 in Potsdam) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Kling wuchs gemeinsam mit ihrer fünf Jahre älteren Schwester, der Schauspielerin Gerit Kling, in Wilhelmshorst bei Potsdam auf. Ihr Vater war Atelierchef im Filmstudio Babelsberg, ihre Mutter ist (ihre) Schauspieleragentin.

Kling besuchte die Polytechnische Oberschule. Ursprünglich wollte sie nach dem Abitur Medizin studieren, wurde jedoch 1987/88 entdeckt und für die Hauptrolle einer jungen Mutter in dem DEFA-Kinofilm von Herrmann Zschoche Grüne Hochzeit engagiert. Mit diesem Film wurde sie einem größeren Publikum bekannt. 1989 machte sie ihr Abitur in Potsdam und ging danach auf die Schauspielschule, für die Jugendsendung Elf 99 moderierte sie das Mädchenmagazin Paula. Nach eigenen Angaben floh Kling fünf Tage vor dem Mauerfall – also im November 1989 – über die ČSSR nach Bayern.[1][2]

In der Kategorie „Beste Nachwuchsschauspielerin“ wurde ihr 1995 die Goldene Kamera überreicht. 1997 synchronisierte sie die weibliche Hauptrolle (Sprache) der Anastasia im gleichnamigem Zeichentrickfilm. Die italienische Fernsehserie La Piovra 8 (deutsch als erster Teil von Solange es Liebe gibt), in der Kling die weibliche Hauptrolle spielte, erhielt 1998 die Goldene Nymphe und den Internationalen Kritikerpreis des Fernsehfestivals von Monte Carlo. Im Jahre 2004 bekam Kling den Deutschen Comedypreis sowie einen Bambi. 2004 war sie in dem Kinofilm (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 zu sehen, in dem sie die Rolle der Königin Metapha übernahm, einer Parodie auf die Star-Wars-Figuren Prinzessin Leia und Padmé Amidala. Ebenfalls 2004 begann sie bei Christian Tramitz in dessen Comedyserie Tramitz & Friends mitzuspielen.

2007 erschien ihr Buch Meine kleine Großfamilie.

Für ihre Rolle in Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen (2008) wurden ihr drei Preise verliehen: Die Goldene Kamera (als „Beste Schauspielerin“), der Bayerische Fernsehpreis (als „Beste Schauspielerin in einem Fernsehfilm“) sowie als Ensemblepreis der Deutsche Fernsehpreis.[3]

Persönliches[Bearbeiten]

Anja Kling lebt mit ihrer Schwester Gerit Kling (* 1965) in Wilhelmshorst bei Potsdam. Mit dem Aufnahmeleiter Jens Solf hat sie einen Sohn und eine Tochter. Kling und Solf waren etwa 20 Jahre ein Paar und gaben im November 2012 bekannt, getrennt zu leben.[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1988: Mit Leib und Seele
  • 1988: Polizeiruf 110: Amoklauf (TV-Reihe)
  • 1989: Grüne Hochzeit
  • 1990: Polizeiruf 110: Tödliche Träume (TV-Reihe)
  • 1990: Polizeiruf 110: Das Duell (TV-Reihe)
  • 1990: Alter Schwede (TV-Film)
  • 1991: Polizeiruf 110: Zerstörte Hoffnung (TV-Reihe)
  • 1991: Der Staatsanwalt hat das Wort: Verliebt – verloren (TV-Serie)
  • 1992: Luv und Lee (TV-Serie, eine Folge)
  • 1992: Der Alte: Das Foto (TV-Serie)
  • 1992: Landschaft mit Dornen (TV-Film)
  • 1992: Lenz (TV-Film)
  • 1993: Derrick: Langsamer Walzer (TV-Serie)
  • 1993: Unser Lehrer Doktor Specht (TV-Serie, eine Folge)
  • 1993: Der Landarzt (TV-Serie, drei Folgen)
  • 1993: Ein Mord danach (TV-Film)
  • 1994: Hagedorns Tochter (TV-Serie)
  • 1994: Verliebt, verlobt, verheiratet (TV-Serie)
  • 1994: Sherlock Holmes und die sieben Zwerge
  • 1994: Fritz Bollmann will nicht angeln (TV-Serie)
  • 1995: Eingeschlossen – Die Nacht mit dem Mörder (TV-Film)
  • 1995: Eine Frau will nach oben (TV-Film)
  • 1995: Tödliche Wahl (TV-Serie, drei Folgen)
  • 1995: Die Sturzflieger
  • 1995: Das Traumschiff: Tasmanien (TV-Reihe)
  • 1996: Von Hölle zu Hölle
  • 1996: Rosamunde Pilcher: Lichterspiele (TV-Reihe)
  • 1996: Derrick: Das dunkle Licht (TV-Serie)
  • 1996–1997: Friedemann Brix – Eine Schwäche für Mord (TV-Serie)
  • 1997: Kap der guten Hoffnung
  • 1997: Das Hochzeitsgeschenk
  • 1997: Verschollen in Thailand (TV-Serie)
  • 1997: Anastasia (Sprechrolle)
  • 1997: Das Hochzeitsgeschenk (TV-Film)
  • 1997: Solo für Sudmann: Im Zweifel für den Angeklagten (TV-Serie)
  • 1997: Der Alte: Der Verdacht (TV-Serie)
  • 1997–1998: Solange es Liebe gibt (La Piovra) (TV-Serie)
  • 1998: Im Namen des Gesetzes (Pilotfilm zur TV-Serie)
  • 1998: Twiggy – Liebe auf Diät (TV-Film)
  • 1999: Siska – Der Bräutigam der letzten Tage (TV-Serie)
  • 1999: Dolphins
  • 1999: Warten ist der Tod (TV-Film)
  • 1999: Biikenbrennen – Der Fluch des Meeres (TV-Film)
  • 2000: Der arabische Prinz (TV-Film)
  • 2000: Das Herz des Priesters (TV-Film)
  • 2000: Zurück auf Los!
  • 2000: Tatort: Direkt ins Herz (TV-Reihe)
  • 2001: Amokfahrt zum Pazifik (TV-Film)
  • 2001: Jenseits (TV-Film)
  • 2001: Ehemänner und andere Lügner (TV-Film)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1998 wurde beim Festival de Télévision de Monte-Carlo die achte Staffel der Miniserie La Piovra – Lo scandalo (Solange es Liebe gibt), in der Kling in der Rolle der Barbara Greenberg Altamura mitwirkte, sowohl mit der „Goldenen Nymphe“ als auch mit einem Kritikerpreis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anja Kling – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rp-online Anja Kling floh über die Grenze
  2. Interview mit Anja Kling in der SUPERillu
  3. Auszeichnungen
  4. Rheinische Post 9. November 2012