Anja Utler

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Anja Utler (* 1973 in Schwandorf) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Anja Utler studierte Slawistik, Anglistik und Sprecherziehung und promovierte 2003 an der Universität Regensburg mit einer Arbeit über die Bedeutung Kategorie Geschlecht im Werk von vier russischen Lyrikerinnen (Zinaida Gippius, Elena Guro, Anna Achmatowa undMarina Cvetaeva).

Anja Utler begann ihr literarisches Schreiben in Jugendjahren mit Prosa und wechselte erst später zu Lyrik (Angaben: Gespräch mit Anja Utler). Ihr erster Gedichtband aufsagen erschien 1999 in kleiner Auflage. 2004 folgte der Band münden – entzüngeln.

Utler war mit dem 2005 verstorbenen Lyriker Thomas Kling befreundet. Sie lebt in Wien.

[Bearbeiten] Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

[Bearbeiten] Werk

[Bearbeiten] münden - entzüngeln

Der Band münden – entzüngeln versammelt sieben Gedichtzyklen und ordnet sie in zwei Teilen an.

Der erste Teil besteht aus zwei analog gebauten Zyklen zu neun Gedichten und einem Abschnitt, der auch mit "zwischenstücke" überschrieben ist. Er führt in den (metaphorischen) Fluss einer Lyrik die an der Stimme und dem Sprechen orientiert ist, auch thematisch, und in der sich Körper und Natur durchdringen. Dabei bleibt Utlers Lyrik stets präzise in Hinblick auf Rhythmus und Klang, wie die Autorin auch ihrem mündlichen Vortrag als Realisation des Geschriebenen große Bedeutung beimisst.

Der zweite Teil des Bands öffnet sich hin auf vier mythologische Themen. Die Mythen von Chronos, Marsyas, Daphne und Sibylle werden in der unverminderten Intensität ihres individuellen lyrischen Tonfalls ausgestaltet. Auch hier arbeitet Anja Utler die (oft schmerzhafte) Verbindung von Natur und Körper heraus, lässt jedoch gleichzeitig ihre Kenntnis der literarischen und literaturtheoretischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts durchscheinen.

Schließlich zeigen gerade die Verarbeitungen der Figuren Daphne und Sybille (mit einem vorangestellten Text Marina Cvetaevas) noch einmal deutlich ein differenziertes Bewusstsein von Weiblichkeit, wie es auch in den wissenschaftlichen Arbeiten Utlers zum Ausdruck kommt.

[Bearbeiten] Publikationen

[Bearbeiten] Wissenschaftliche Publikationen

  • Märchen und Weiblichkeit, Ljudmila Petrusevskajas Kunstmärchen und das russische Volksmärchen. Regensburger Skripten zur Literaturwissenschaft, Regensburg 2000.
  • 'Weibliche Antworten' auf 'menschliche Fragen'? Zur Kategorie Geschlecht in der russischen Lyrik (Z. Gippius, E. Guro, A. Achmatova, M. Cvetaeva) Diss. (siehe Weblinks)

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Gedichte. In: Krachkultur Nr. 8/1999
  • Gedichte. In: Krachkultur Nr. 10/2004
  • die eins zu eins sein scheinen: stückweite auflösung. Gedichte. In: BELLA triste Nr. 9, Hildesheim 2004.
  • verweigern: sich anschmiegen, Interview mit Anja Utler. In: BELLA triste Nr. 11, Hildesheim 2005.
  • marsyas; dem entinnert sein: sich schmiegen. Gedichte. In: BELLA triste Nr. 17, Sonderausgabe zur deutschsprachigen Gegenwartslyrik, Hildesheim 2007.

[Bearbeiten] Weblinks

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