Ankara

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ankara (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Ankara
Wappen von Ankara
Ankara (Türkei)
Red pog.svg
Ankara Views.jpg
Basisdaten
Provinz (il): Ankara
Koordinaten: 39° 55′ N, 32° 51′ O39.91666666666732.85938Koordinaten: 39° 55′ 0″ N, 32° 51′ 0″ O
Höhe: 938 m
Fläche: 25.706 km²
Einwohner: 5.045.083[1] (2013)
Bevölkerungsdichte: 196 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 312
Postleitzahl: 06 000
Kfz-Kennzeichen: 06
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Melih Gökçek (AKP)
Webpräsenz:

Ankara, früher Angora (antiker Name altgriechisch Ἄγκυρα Ankyra, lateinisch Ancyra), ist seit 1923 die Hauptstadt der Türkei und der gleichnamigen Provinz Ankara.

Die Stadt, die nach türkischem Recht als Großstadtgemeinde (Büyükşehir Belediyesi) verfasst und nunmehr flächen- und einwohnermäßig mit der gleichnamigen Provinz identisch ist, hatte 2013 5,04 Millionen Einwohner und ist damit nach Istanbul die zweitgrößte Stadt des Landes.

Geographie und Klima[Bearbeiten]

Ankara liegt rund 900 m bis 1050 m über dem Meeresspiegel und hat ein streng trockenes Kontinentalklima, das durch heiße trockene Sommer und kalte schneereiche Winter geprägt ist. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 11,7 °C. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich über 21 °C, die kältesten Januar und Februar mit etwas unter 0 °C im Mittel. Die meisten Niederschläge fallen im Mai mit durchschnittlich 56 Millimetern, die geringsten Niederschläge werden für die Monate Juli und August mit je 13 Millimeter im Mittel verzeichnet. Die Jahressumme der Niederschläge beträgt 417 mm; damit ist Ankara eines der trockensten Gebiete der Türkei.

Ankara
Klimadiagramm
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6
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Daten: 1926–2000[2]; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Ankara
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,1 5,9 11,1 17,3 22,2 26,4 29,9 30,0 25,8 20,0 12,9 6,3 Ø 17,7
Min. Temperatur (°C) −3,5 −2,8 0,2 5,1 9,4 12,6 15,4 15,4 11,3 6,8 2,4 −0,9 Ø 6
Niederschlag (mm) 38,8 35,1 36,7 41,8 51,1 33,8 14,6 10,9 16,8 25,8 31,4 45,7 Σ 382,5
Sonnenstunden (h/d) 2,9 3,8 5,5 6,7 8,8 10,6 11,8 11,2 9,6 6,9 4,7 2,5 Ø 7,1
Regentage (d) 12,3 11,3 10,8 11,1 12,3 8,6 3,7 2,4 3,9 6,7 8,1 12,1 Σ 103,3
Luftfeuchtigkeit (%) 79 75 65 58 57 51 43 41 46 56 70 78 Ø 59,8
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Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Daten: 1926–2000[2]; wetterkontor.de

Name der Stadt[Bearbeiten]

Am 28. März 1930 erhielt die Hauptstadt anstelle der in der lateinischen Schrift bis dahin üblichen neugriechischen Namensform Angora die offizielle Bezeichnung Ankara. Diese Schreibweise war im Osmanisch-Türkischen seit dem 19. Jahrhundert in amtlichem Gebrauch. Frühere Namensformen waren griechisch Ankyra, arabisch Anḳira und Anḳuriyya sowie türkisch Engüriye, Engürü und schließlich Ankara.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich eine blühende phrygische Siedlung an der persischen Königsstraße, wurde es Zentrum des keltischen Stammes der Galater, die etwa 230 v. Chr. in Kleinasien siedelten. 189 v. Chr. wurde Ancyra von Gnaeus Manlius Vulso besetzt, blieb aber unter regionaler Herrschaft. 25 v. Chr. wurde es Hauptstadt der römischen Provinz Galatien. Es geriet nacheinander unter die Dominanz der Römern, Persern, Araber und Byzantiner.

Nach dem Sieg Alp Arslans in der Schlacht bei Manzikert 1071 löste sich die byzantinische Reichsverwaltung in Anatolien vorübergehend vollständig auf. In den so entstandenen anarchischen Verhältnissen ließen sich türkische Stammesgruppen in Anatolien nieder, denen oftmals rivalisierende Adelsfraktionen in den byzantinischen Städten Kleinasiens die Tore öffneten, um die militärischen Fähigkeiten dieser Gruppen für eigene Zwecke zu nutzen. Im Zuge der Konsolidierung und Zentralisierung der Herrschaft dieser türkischen Gruppen unter einer seldschukischen Nebenlinie geriet Ankara unter die Herrschaft des Sultanats der Rum-Seldschuken. Nach dem Mongoleneinfall 1243 und dem Zusammenbrechen des seldschukischen Staates übernahmen kleine unabhängige Fürstentümer, die Beyliks, die Kontrolle über die westanatolischen Grenzgebiete (Uc), während Ostanatolien und das östliche Mittelanatolien unter die direkte Herrschaft der mongolischen Ilchane und später auch unter die Herrschaft türkischer Fürsten fielen. Hierbei lag Ankara im Grenzgebiet zwischen den Grenzfürstentümerb der Uc, namentlich der Osmanen und der Karamanen und dem Herrschaftsbereich der Ilchane. In diesem Herrschaftsvakuum geriet Ankara wie vergleichbare Städte unter die Leitung der Ahi.

Ankara im 18. Jh.
Das erste Parlament, 1920

Die Ahi waren als Ausläufer der Futuwwa-Bewegung gildenartige Bruderschaften der städtischen Bevölkerung, etwa der Handwerker, deren Führer in Abwesenheit anderer Herrschaftsinstanzen staatliche Aufgaben in Anspruch nahmen [4]. 1356 eroberte Orhan I. und gliederte es ins Osmanische Reich ein, welches dessen Entwicklung fortan – mit der Ausnahme der Besatzung 1401–1402 durch Timur nach der Schlacht bei Ankara – bis zum Ersten Weltkrieg bestimmen werden sollte. Ankara war Hauptstadt eines Sandschak im Eyalet Anadolu und wurde 1841 Verwaltungssitz des neu gebildeten gleichnamigen Eyalets (ab 1867 Vilâyet Ankara). Seit 1892 ist Ankara durch die Anatolische Eisenbahn mit Istanbul verbunden.

Nach der Niederlage der Osmanen im Ersten Weltkrieg besetzten alliierte Streitkräfte die damalige Hauptstadt Istanbul. Auch Ankara wurde 1919 für eine kurze Zeit nach der osmanischen Kapitulationserklärung von alliierten Truppen unter der Führung Withalls besetzt und wieder geräumt. In anatolischen Kernland formierte sich gegen die Besatzungsmächte Widerstand, und nach der Ankunft Mustafa Kemals in Ankara Ende 1919 wurde 1920 die Große Nationalversammlung der Türkei ausgerufen, da das osmanische Parlament in Istanbul unter dem Druck der britischen Besatzung stand und viele seiner Abgeordnete nach seiner Auflösung durch die Briten inhaftiert und nach Malta deportiert wurden. Als die griechischen Besatzungstruppen 1921 bis nach Polatlı (etwa 60 km vor Ankara vordrangen) und der Artilleriebeschuss schon in Ankara zu hören war, gab es im Parlament Überlegungen nach Kayseri umzuziehen, wovon nach der erfolgreichen Schlacht am Sakarya abgesehen wurde.

Der zentrale Ulus-Platz mit dem Zafer Anıtı 1935...
... und der Platz heute

Mit dem endgültigen Sieg der von Kemal Atatürk geführten Truppen im Türkischer Befreiungskrieg wurde Ankara wegen seiner Lage in Zentralanatolien und in bewusster Abgrenzung zur osmanischen Hauptstadt İstanbul im Vorfeld der Ausrufung der Republik am 13. Oktober 1923 zur Hauptstadt erklärt. Als repräsentative Hauptstadt der jungen Republik musste zunächst die Infrastruktur bereitgestellt werden. Die Stadt war durch einen Brand 1917 größtenteils zerstört worden, die Umgebung war versumpft (Malaria war ein großes Problem) und hinzu kam ein stetiger Zustrom von Menschen. In acht Jahren (1920–1928) vervierfachte sich die Bevölkerungszahl von ca. 25.000 auf 100.000 Zur Neukonzeption wurde größtenteils auf deutsche Architekten zurückgegriffen, so basierte die grundlegende Stadtplanung auf einen von Carl Christoph Lörcher für 1924–1925 entwickelten Plan, der aber im weiteren Verlauf aufgrund stärkeren Zuzugs neu bewertet und von dem ab 1929 im türkischen Dienst stehenden Hermann Jansen im sogenannten "Jansen-Plan" neu konzipiert wurde. [5]

In den folgenden Jahrzehnten musste die Stadtverwaltung sich mit der Landflucht auseinandersetzen, die in Gecekondu-Vierteln sichtbar wurde. Spätestens seit den 1950ern wurde immer stärker auf repräsentative Bauten verzichtet, das Stadtbild im Zentrum dominieren große funktionale Quaderbauten und Verkehrsstraßen. Die als „grüne Stadt inmitten der anatolischen Steppe“ geplante Hauptstadt verlor stark an städtischer Grünfläche. Mitte der 1980er Jahre versuchte die sogenannte TOKI türkeiweit das Wohn- und Platzproblem mit billigen Hochhaussiedlungen zu lösen, welche seitdem das Stadtbild Ankaras dominieren. Seit 1994 ist der islamisch-konservative Melih Gökçek der Oberbürgermeister.

Im Jahre 2009 wurde die Stadt für ihre herausragenden Bemühungen um die europäische Integration mit dem Europapreis ausgezeichnet.

Panorama von Ankara, September 2013

Wappen[Bearbeiten]

vorheriges Wappen der Stadt Ankara

Das Wappen der Stadt ist ein langjähriges Streitthema. Das jahrzehntelang behaltene Wappen war die als "hethische Sonne" bezeichnete scheibenförmige Standarte (Bronzestandarten von Alaca Höyük). Sie wurde 1995 von dem damaligen und heutigen Bürgermeister Melih Gökçek der islamisch-konservativen AKP in eine Abbildung der Kocatepe-Moschee umgewandelt, welches mit einer ganz klassischen Architektur anderen Moscheen der Türkei sehr ähnelt und 1987 fertiggestellt wurde. Verschiedene Gerichtsbeschlüsse bemängelten die fehlende repräsentative Symbolik und kritisierten Befugnisse des Bürgermeisters. Dieser integrierte als Reaktion den Atakule-Fernsehturm in das Wappen. Später schlug Gökcek zwei Katzenaugen der lokalen Türkisch Angora als Wappen vor, der Vorschlag wurde aber aufgrund Protesten zurückgezogen. Die Wappenfrage bleibt ein Streitthema.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ankara ist nicht nur das Verwaltungszentrum der Türkei, sondern gilt neben Istanbul und Izmir auch als eines der größten Wirtschaftszentren des Landes. Von Bedeutung ist die Rüstungsindustrie, wie die TUSAS Turkish Aerospace Industries, die ASELSAN (Militärtechnik) oder die MKE Munitions- und Waffenindustrie, die Roketsan oder Havelsan. Des Weiteren existieren eine große MAN Autobusfabrik in der Nähe des Flughafens, ein Traktorenwerk, ein Baumaschinenhersteller (Hidromek), sowie Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, während die ehemals bedeutende Ziegen- und Wollhaarverarbeitung bedeutungslos geworden ist. Die Industriebetriebe konzentrieren sich größtenteils im Westen der Stadt.

Bildung[Bearbeiten]

Ankara ist Sitz mehrerer Universitäten, u. a. der Universität Ankara, der Bilkent-Universität, der Gazi-Universität, der Orta Doğu Teknik Üniversitesi (ODTÜ), der Hacettepe-Universität, der Tobb-Universität für Wirtschaft und Hochtechnologie, der Ufuk-Universität, der Atılım-Universität, Çankaya-Universität und der Başkent-Universität.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Die Qualität der Straßen ist unterschiedlich. Während sie im alten Stadtkern Ulus schlecht ist, werden die Straßen um Kızılay, den neuen Stadtkern, erneuert. Die achtspurige Ringautobahn O-20 trägt zur Entlastung des städtischen Verkehrs bei. Wie in anderen Großstädten gibt es zahlreiche Taxis.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bestehendes U- und S-Bahnnetz mit in Bau befindlichen Erweiterungen

Der öffentliche Nahverkehr wird weitgehend mit Bussen abgewickelt. Es gibt mehrere Busbahnhöfe. Die U-Bahn besteht Anfang 2014 aus drei Linien M1, M3 und Ankaray.[7] Zwei weitere Linien (M2 und M4) sind im Bau und sollen 2014 eröffnet werden, eine Linie ist in langfristiger Planung. Daneben gibt es einen S-Bahn-Verkehr (Banliyö Trenleri).

Eine 3,2 Kilometer lange kuppelbare Umlaufseilbahn mit vier Stationen verbindet seit 2014 den Stadtteil Şentepe mit der Metrostation Yenimahalle.[8]

Flughäfen[Bearbeiten]

Ankara besitzt mehrere militärische und einen internationalen zivilen Flughafen. Der Esenboğa Airport liegt 28 km nordöstlich der Stadt und wurde zwischen 2004 und Ende 2006 grundlegend erneuert. Gleichzeitig wurde der Flughafen über eine Schnellstraße an die Ringautobahn angeschlossen.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Siehe auch: Bahnhof Ankara

Ankara wurde durch die Anatolische Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts mit Istanbul und über einen Abzweig mit İzmir verbunden. Später wurden Strecken über Kayseri in den Osten des Landes, zur Bagdadbahn Richtung Adana und über Karabük an die Schwarzmeerküste gebaut. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara–Istanbul wurde Januar 2009 in Betrieb genommen. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara–Konya ist seit dem 30. August 2011 in Betrieb. Hochgeschwindigkeitsstrecken nach Sivas, Kars und Izmir sind geplant und sollen bis 2015 fertiggestellt werden.

Stadtbild[Bearbeiten]

Satellitenaufnahme

Die verwinkelten, engen Gassen der Altstadt winden sich um einen steilen, von der Zitadelle gekrönten Felskegel. Südlich der Altstadt und des alten Stadtzentrums Ulus erstreckt sich die moderne Neustadt mit den neuen Zentren Kızılay und Kavaklıdere, deren Kennzeichen breite Boulevards, zahlreiche Regierungsgebäude und Botschaften sowie moderne Wohnviertel sind. Insbesondere im westlichen Teil der Stadt entstehen Neubausiedlungen, um dem wachsenden Bedarf an Wohnfläche zu entsprechen. Trotz dieser Anstrengungen gibt es noch sehr viele Marginalsiedlungen (Gecekondu). Die heutigen Strukturen erhielt Ankara im Wesentlichen durch den deutschen Städtebauer Hermann Jansen, dessen Planungen Ende der 1920er Jahre umgesetzt wurden. Im Stadtteil Hamamönü in der Stadtgemeinde Altındağ wurden ab 2009 historische Häuser im Stil des 19. Jahrhunderts restauriert und beherbergen nun Cafés, Galerien und Souvenirläden. In den letzten 15 Jahren wurde die Braunkohle als Heizmittel weitgehend vom umweltfreundlicheren Erdgas ersetzt. Dennoch nimmt aufgrund des stetigen Bevölkerungswachstums die Luftverschmutzung in Ankara stark zu, die alten Busse, Autos und das Fehlen einer umweltfreundlicheren Alternative tragen wesentlich dazu bei.

Grünflächen[Bearbeiten]

Göksu Park
  • Gençlik Parkı: Zentralgelegener beliebter Park mit See im Ulus-Bezirk. Abends gibt es Lichteffekte und Musikshows.
  • Atatürk Orman Çiftliği: Die größte Grünfläche Ankaras. Errichtet als landwirtschaftlicher Demonstrationsbetrieb und Naherholungsgebiet durch Mustafa Kemal Atatürk. Versorgte die Bürger früher mit frischen Milchprodukten und lokalem Bier (durch die dortige Brauerei). Heute sind einige Flächen Baugrund für Recep Tayyip Erdoğans umstrittenes Projekts eines neuen Präsidentenpalasts.
  • Altınpark: Park mit Sportmöglichkeiten (u.a. Kartsport, Eisbahn) und diversen Kunstdarbietungen
  • Göksu-Park

Friedhöfe[Bearbeiten]

  • Im Stadtteil Yenimahalle befindet sich der Staatsfriedhof Devlet Mezarlığı. Seine 536.000 m² Fläche beherbergt 61 Gräber ranghoher Offiziere und Generäle des türkischen Befreiungskriegs, Gräber von 3 Staatspräsidenten und eines Ministerpräsidenten Bülent Ecevit. Der ganze Friedhof ist mit Skulpturen durchzogen und beinhaltet ein Museum mit Habseligkeiten der Verstorbenen.
  • Der größte zivile Friedhof ist der Karşıyaka Friedhof mit einer Fläche von 2.89 km²[9]
  • Der zweitgrößte Friedhof Cebeci Asri ist ein konfessionell-gemischter Friedhof mit namhaften Bestatteten im Stadtteil Cebeci. Er wurde von Martin Elsaesser entworfen und 1938 fertiggestellt.

Kultur[Bearbeiten]

Das historische Evkaf Apartmanı, die Zentrale der türkischen Staatstheater.

Die Opera Sahnesi (Deutsch: Opernbühne) ist das größte der insgesamt drei Opernhäuser in Ankara. Es gehört zu den Türkischen Staatstheatern (Devlet Tiyatroları).

Folgende Bühnen in Ankara gehören zu den Türkischen Staatstheatern:

Des Weiteren befinden sich in Ankara fünf klassische Orchester:

  • Präsidentielles Symphonieorchester
  • Bilkent Sinfonieorchester
  • Hacettepe Senfoni Orkestrası
  • Orkestra Akademik Başkent
  • Başkent Oda Orkestrası (Kammerorchester der Hauptstadt)

Museen[Bearbeiten]

Das Staatliche Kunst- und Skulpturenmuseum

Der mit jährlich 5 Millionen (2013) Besuchern meistbesuchte Ort in Ankara ist das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Es wurde nach seinem Tod und 15-jähriger Bauzeit zu seinen Ehren an einem Hügel im zentralen Regierungsbezirk Çankaya errichtet. Es ist zugleich Nationaldenkmal und Museum.

Eines der bedeutendsten archäologischen Museen der Türkei ist das Museum für anatolische Zivilisationen, das als Schwerpunkt Exponate der Epochen bis zum Beginn des ersten vorchristlichen Jahrhunderts und dabei besonders der Hethiter ausstellt.

Das Staatliche Kunst- und Skulpturenmuseum ist ein 1927, auf Atatürk Anweisung im "ersten nationalen Stil", erbautes Kulturzentrum, welches heute als Kunstmuseum benutzt wird. Direkt gegenüber befindet sich das im gleichen Stil erbaute Ethnografische Museum.

Sport[Bearbeiten]

Ankara-Arena

Zur Saison 2012/2013 spielt ein Fußballverein in der Süper Lig, der höchsten türkischen Spielklasse: Gençlerbirliği SK. Der Verein spielt im Leichtathletikstadion Ankara 19 Mayıs, das 21.250 Zuschauern Platz bietet. Hinter den İstanbuler Vereinen sind Vereine aus Ankara jedoch eher zweitrangig und somit international weitgehend unbekannt. Weitere Sportmöglichkeiten sind zum Beispiel Skifahren auf dem Elmadağ, dem Hausberg von Ankara, oder Schlittschuhlaufen im Eisstadion. Des Weiteren gibt es noch mit Türk Telekomspor einen Basketballerstligisten.

Städtepartnerschaften[10][Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Mausoleum Anıtkabir

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Ankara war Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Die bekanntesten sind unter anderem die Sänger Funda Arar, Nil Karaibrahimgil und Özcan Deniz, die Schriftsteller André Couteaux und Renan Demirkan, der Unternehmer Vehbi Koç sowie die Fußballspieler Hasan Kabze und Ümit Özat.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Ankara ist die Heimat der Türkisch Angora, einer Katzenrasse, die als älteste Langhaar-Rasse der Welt gilt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ankara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Ankara – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik abgerufen 16. Februar 2014
  2. Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik: Klimainformationen Ankara. World Meteorological Organization, abgerufen am 8. Juni 2012.
  3. Franz Taeschner: Anḳara In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 1, Brill, Leiden, S. 509.
  4. Franz Taeschner, Akhī in: The Encyclopaedia of Islam. New Edition, Vol. 1, Leiden/London 1960, Seite 321/323
  5. Dr. Ali Cengizkan, Übersetzung: Christoph K. Neumann: "Die Gründung einer modernen und nach Plan errichteten Hauptstadt für die Türkei Ankara 1920–1950", Goethe-Institut Ankara 2010 [1]
  6. Milliyet: 19 yıllık Ankara amblem savaşı!, 26. Januar 2014, aufgerufen am 25. Juni 2014 [2]
  7. http://www.railway-technology.com/projects/turkey/
  8. Größte urbane Seilbahn Eurasiens in Ankara feierlich eröffnet. Leitner ropeways. Abgerufen am 21. Mai 2014.
  9. Weblink: [3] aufgerufen am 26. Juni 2014
  10. Ankara Büyükşehir Belediyesi Kardeş – Ankaranın Şehirleri