Anna Charlier

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Anna Charlier und Nils Strindberg.

Anna Albertina Konstantia Charlier (* 25. Juli 1871 in Åby, Gråmanstorp, Schweden; † 1949) war die Verlobte von Nils Strindberg, eines Teilnehmers von Ingenieur Andrées Ballonexpedition zum Nordpol im Jahre 1897. Sein stenografisches Tagebuch war an sie gerichtet und persönlicher verfasst als Andrées Tagebücher. Anna Charlier und Nils Strindberg verlobten sich im Jahre 1896, acht Monate vor Abreise der Expeditionsteilnehmer nach Svalbard. Die Öffentlichkeit hörte in den folgenden Jahren nichts von der Expedition und Anna nahm an, dass die Teilnehmer tödlich verunglückt wären. Sie emigrierte im Jahre 1910 in die Vereinigten Staaten und heiratete dort. 1930 befand sie sich zufälligerweise in Schweden, als Überreste der Expedition entdeckt wurden. Anna konnte nicht an den Begräbnisfeierlichkeiten teilnehmen und schickte lediglich einen Trauerkranz.

Nach Anna Charliers Tod im Jahre 1949 wurde, ihren Verfügungen entsprechend, ihr Herz in einem silbernen Kästchen neben der Urne Strindbergs beigesetzt.

Der Annabreen, ein Gletscher auf Amsterdamøya, ist nach Anna Charlier benannt.[1]

Anna Charlier in Film und Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Tyrone Martinsson: Nils Strindberg. En biografi om fotografen på Andrées polarexpedition. Historiska Media, Lund 2006, ISBN 91-85057-60-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel Annabreen in The Place Names of Svalbard; Norsk Polarinstitutt; Oslo 1942–2010; ISBN 82-90307-82-9 (Ausgabe 2001) (englisch/norwegisch)