Anna Depenbusch

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Anna Depenbusch während eines Showcase (2012)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Die Mathematik der Anna Depenbusch
  DE 25 28.01.2011 (9 Wo.) [1]
Sommer aus Papier
  DE 34 19.10.2012 (3 Wo.) [1]
[1]

Anna Depenbusch (* 17. Oktober 1977 in Hamburg) ist eine deutsche Pop-Sängerin.

Werdegang[Bearbeiten]

2005 veröffentlichte sie ihr Debütalbum bei Rintintin Musik. Ins Gesicht enthält musikalische Elemente aus Pop und Chanson. Der Song Heimat von dieser Platte wurde für den Deutschen Musikautorenpreis nominiert. Gelobt wurde vor allem der unverkrampfte und persönliche Umgang mit dem in Deutschland so schwierigen Thema.[2] Depenbusch textet, komponiert und produziert selbst, so dass sie den Liedermachern zugeordnet werden kann. Stilistisch festlegen will sich Anna Depenbusch aber nicht und experimentiert mit verschiedenen Genres wie Blues und Country.

Daneben ist sie aber unter Pseudonymen auch in anderen Stilrichtungen aktiv. Als Anastasica kooperierte sie seit 2003 mit dem Hamburger Chillout-Projekt Max Melvin. Weihnachten 2008 steuerte sie unter dem Pseudonym Ella Larsson mit Lara’s Song die Musik für den Werbespot der deutschen Telekommunikationsfirma T-Mobile bei.[3] [4]

Vor ihrer Solokarriere sang Depenbusch unter anderem im Background von Orange Blue.[5]

Mit ihrem zweiten Album, Die Mathematik der Anna Depenbusch aus dem Jahre 2011, etablierte sie sich in kurzer Zeit als Pop-Chansonsängerin in der deutschen Musikszene. Am 9. Dezember 2010 trat Anna Depenbusch mit dem Song Kommando Untergang aus Die Mathematik in der Sendung Inas Nacht auf. Depenbusch bezeichnet diesen Auftritt rückblickend als Initialzündung für ihre Karriere. Das Album stieg daraufhin Ende Januar 2011 auf Platz 25 in die Longplay-Charts ein. Aufgrund des großen Erfolges des Albums nahm sie die Songs im selben Jahr nochmals in einer Fassung nur mit Klavier auf und veröffentlichte diese unter dem Titel Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß. 2012 wurde sie mit dem Fred-Jay-Preis [6] und dem Deutschen Chanson-Preis ausgezeichnet.[7]

Am 5. Oktober 2012 erschien ihr viertes Album, Sommer aus Papier, das unter anderem ein Duett mit Mark Forster enthält, und auf Platz 34 in die deutschen Longplay-Charts eingestiegen ist.[8] Anna Depenbusch steht bei dem Label 105music unter Vertrag.

Kritiken[Bearbeiten]

Anlässlich ihres Tourstarts im September 2011 schrieb das Hamburger Abendblatt:

„Mühelos wechselt Anna Depenbusch, die wirklich jeden Ton trifft, zwischen Brust- und Kopfstimme, doch ihre Registerwechsel sind keine Artisterei um eines Showeffekts willen. Sie ist keine verkappte Jazz-Sängerin, die aus Spaß an der Virtuosenfreude das Trällern nicht lassen kann. Ihre Melodien gehen eben so. Der Gesang der Anna Depenbusch ist wie ein mit Helium gefüllter Ballon, den sie mit der Erdigkeit ihres rudimentären, dabei überhaupt nicht dilettantischen Klavierspiels am Davonfliegen hindert.“

Tom R. Schulz: Anna Depenbusch: Ein sagenhaftes Solodebüt[9]

Zu Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß urteilt das Hamburger Feuilleton:

„Was dabei herausgekommen ist, sind neue Arrangements, die mal filigraner, mal wuchtiger, mal nur mit Klopfen auf dem Flügelkorpus ihre Stimme begleiten. Und diese Stimme kommt dabei zu einer Farbigkeit, die umhaut. Anna Depenbusch singt nicht nur, sie tritt in Dialog mit dem Instrument, sie flirtet mit uns, sie flüstert, pfeift und jubiliert. So unendlich traurig, so überbordend froh, so alles in allem schwarz und weiß wie das Leben ist mit seinen unzähligen Grautönen dazwischen.“

Natalie Fingerhut: Schlossfräulein ohne Fahrrad[10]

Ebenfalls im Hamburger Feuilleton erschien folgende Kritik zum Album Sommer aus Papier:

„Solche, sich selbst verdrehenden Geschichten zu erzählen, gehört überhaupt zu den unbestreitbaren Stärken Anna Depenbuschs. Eine weitere dieser Geschichten ist "Benjamin" – der Name einer Nachbarschaftsliebe, die vorbei ist. Die Lüge und der Selbstbetrug gehören zu solchen Dramen des Alltags. […] Bei jemand anderem wäre das ein einfaches Liedchen und eine peinliche Performance im Refrain – bei Anna Depenbusch gerät das zu einer fein ziselierten Momentaufnahme einer großen Verletzung. Diese Platte ist ein perfides Meisterwerk. Und außerdem ist sie sehr bunt.“

Matthias Schumann: Leimrute[11]

laut.de urteilt über Sommer aus Papier:

„Wenn auch Manches zunächst vordergründig ganz harmlos und traditionell daherkommt: jeder Depenbusch-Song entwickelt früher oder später ein einzigartiges Eigenleben. [...] Die Produktion ist luftig und warm gehalten, natürlich begleitet sich die Künstlerin wieder selbst am Klavier. Die aktuellen Band-Mitglieder zeigen sich erlesen ausgewählt, und agieren durchweg hochkarätig.“

Artur Schulz: Mit Verlaub, Sie haben da etwas Sternenstaub[12]

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • Tango (Maxi Single CD, 2005, Rintintin Musik)
  • Heimat (2006, Rintintin Musik)
  • Wir sind Hollywood (2010, 105 Music / Sony Music)
  • Ich & Du (Duett mit Mark Forster, 2013, 105 Music / Sony Music)

Alben[Bearbeiten]

  • Ins Gesicht (CD, 2005, Rintintin Musik)
  • Die Mathematik der Anna Depenbusch (2011, 105 Music / Sony BMG)
  • Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiß (2011, 105 Music / Sony BMG)
  • Sommer aus Papier (2012, 105 Music / Sony BMG)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Chartverfolgung Deutschland
  2. http://www.hamburger-feuilleton.de/tag/die-mathematik-der-anna-depenbusch/
  3. Webarchiv vom 29. Dezember 2008 der eingelagerten Webseite: Wer singt Such A Peaceful Christmas?
  4. Die Mathematik der Anna Depenbusch, CD-Besprechung, Links, Track-Liste
  5. Andreas Borcholte: Die Möglichkeit einer Insel. In: Spiegel Online vom 17. November 2005, abgerufen am 26. September 2012
  6. GEMA: Anna Depenbusch mit dem Fred-Jay-Preis 2012 ausgezeichnet, abgerufen am 26. September 2012
  7. Anna Depenbusch mit dem deutschen Chanson-Preis geehrt., in: Hamburger Abendblatt vom 1. November 2012, abgerufen am 7. Januar 2013
  8. Chartverfolgung Deutschland Anna Depenbusch, abgerufen am 19. Oktober 2012
  9. Tom R. Schulz: Anna Depenbusch: Ein sagenhaftes Solodebüt. In: Hamburger Abendblatt vom 26. September 2011, abgerufen am 26. September 2012
  10. N. Fingerhut: Schlossfräulein ohne Fahrrad. In: Hamburger Feuilleton vom 25. September 2011, abgerufen am 26. September 2012
  11. M. Schumann: Leimrute. In: Hamburger Feuilleton vom 6. Oktober 2012, abgerufen am 16. Oktober 2012
  12. A. Schulz: "Mit Verlaub, Sie haben da etwas Sternenstaub". Auf: laut.de vom 5. Oktober 2012, abgerufen am 16. Oktober 2012