Anna Haag (Skilangläuferin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anna Haag Skilanglauf
Haag
Voller Name Anna Margret Haag, geb. Hansson
Nation SchwedenSchweden Schweden
Geburtstag 1. Juni 1986
Geburtsort KöpingSchwedenSchweden Schweden
Karriere
Verein IFK Mora SK
Trainer Sara Nordahl
Magnus Ingesson
Nationalkader seit 2003
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
SM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2010 Vancouver Doppelverfolgung
Silber 2010 Vancouver Team-Sprint
Gold 2014 Sotschi 4 x 5 km Staffel
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2009 Liberec Staffel
Silber 2011 Oslo Staffel
Silber 2013 Val di Fiemme Staffel
Schwedischer Skiverband Schwedische Meisterschaften
Silber 2009 Sundvall 10 km Freistil
Gold 2010 Piteå Doppelverfolgung
Silber 2010 Piteå 10 km Freistil
Gold 2011 Sundvall 10 km Klassik
Silber 2011 Sundvall Doppelverfolgung
Silber 2013 Falun 15 km Skiathlon
Bronze 2013 Falun 10 km Klassik
Bronze 2013 Falun Sprint
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 18. November 2006
 Weltcupsiege 1 (davon 1 im Team)
 Gesamtweltcup 11. (2010/11)
 Sprintweltcup 38. (2010/11)
 Distanzweltcup 08. (2010/11)
 Tour de Ski 09. (2008/09)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 0 0 2
 Team 1 2 2
letzte Änderung: 15. Februar 2014

Anna Margret Haag (* 1. Juni 1986 in Köping als Anna Margret Hansson) ist eine schwedische Skilangläuferin.

Werdegang[Bearbeiten]

Haag startete erstmals im Jahr 2003 bei einem internationalen Juniorenrennen. Danach startete sie einige Jahre im Skandinaviencup, bei FIS-Rennen und im Juniorenbereich, bis sie schließlich im November 2006 im schwedischen Gällivare ihren ersten Einsatz im Skilanglauf-Weltcup bekam. Bis auf einen weiteres Weltcuprennen in Falun trat sie im weiteren Verlauf der Saison 2006/07 jedoch nur bei FIS-Rennen oder im Skandinaviencup an. Zu Beginn der Saison 2007/08 konnte sie beim Weltcup in Beitostølen den 24. Platz belegen und sich so im schwedischen Weltcupteam etablieren. In der Saison konnte sie zumeist unter die besten 30 vorstoßen und auch mehrfach Ergebnisse unter den besten Zehn erreichen. Am Ende der Saison belegte sie einen 19. Platz in der Gesamtwertung.

Anna Haag

Beim Auftaktrennen der Saison 2008/09 in Gällivare belegte sie einen 15. Platz, mit der schwedischen Mannschaft konnte sie bei den ersten beiden Staffelrennen der Saison mit einem zweiten und einem dritten Platz ihre ersten Podestplätze feiern. Zu Beginn des Jahres 2009 nahm sie an der Tour de Ski teil, die sie als Neunte beendete, ansonsten trat sie nur bei wenigen Weltcups der Saison an. Bei den Schwedischen Meisterschaften in Sundvall gewann sie Silber über 10 Kilometer Freistil. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 konnte sie mit der Staffel die Bronzemedaille gewinnen.

Zu Beginn der Saison 2009/10 gewann sie bei den Weltcups in Beitostølen mit der Staffel erstmals ein Weltcuprennen und konnte mit dem dritten Platz über 10 Kilometer Freistil ihren ersten Einzel-Podestplatz erringen. Im weiteren Saisonverlauf nahm sie an nur wenigen Weltcups teil, konnte bei diesen aber stets einen Platz unter den besten Zehn belegen. Beim 15-km-Rennen in der klassischen Technik im slowenischen Rogla kam mit einem 3. Platz eine weitere Podestplatzierung hinzu. Bei den Ende Januar 2010 in Piteå ausgetragenen Schwedischen Meisterschaften sicherte sie sich den Titel in der Doppelverfolgung und wurde Zweite über 10 Kilometer Freistil. Im Februar nahm sie an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver teil. Nachdem sie zunächst im 10 Kilometer Einzelrennen noch vierte wurde, konnte sie in der Doppelverfolgung die Silbermedaille gewinnen. Drei Tage später gewann sie gemeinsam mit Charlotte Kalla im Team-Sprint abermals Silber.

Die Weltcup-Saison 2010/11 begann Haag nach einem schwachen Einzelweltcup in Gällivare mit einem zweiten Rang mit der Staffel auf gleicher Strecke. In La Clusaz erreichte sie mit der Staffel erneut ein gutes Resultat und stand mit dem Team am Ende auf dem dritten Platz. Bei den Schwedischen Meisterschaften 2011 in Sundsvall erreichte sie nach Silber in der Verfolgung, Rang neun im Sprint den Meistertitel über 10 km im klassischen Stil. Exakt vier Wochen später gelang ihr gemeinsam mit Ida Ingemarsdotter, Britta Johansson Norgren und Charlotte Kalla bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo der Gewinn der Silbermedaille im Staffelrennen. In den Einzeldisziplinen gelangen ihr keine Medaillengewinne, jedoch blieb sie in allen Disziplinen unter den besten 20 und erreichte darunter zwei Top-10-Platzierungen. Beim Skilanglauf-Weltcup-Finale 2010/11 lag sie am Ende nach guten Einzelleistungen auf dem siebenten Rang der Wertung. Bei den Schwedischen Meisterschaften 2011 in Bruksvallarna verzichtete sie trotz Meldung auf den Start.

In der Weltcup-Saison 2011/12 hatte Haag keine Möglichkeit, mit der Weltspitze mitzuhalten. Bestes Ergebnis war ein achter Platz in Kuusamo zum Saisonbeginn und ein vierter Platz mit der Staffel in Nové Město na Moravě kurz vor Saisonende. Oftmals landete sie in der Folge nur abseits der Punkteränge. Auch bei den Schwedischen Meisterschaften 2012 in Östersund blieb sie ohne Medaillengewinn, über 10 km lag sie dabei als Vierte nur knapp hinter den Medaillenrängen.

In der folgenden Saison 2012/13 startete sie vielversprechend mit einem fünften und einem neunten Rang bei FIS-Rennen in Bruksvallarna. Jedoch musste sie im ersten Weltcup-Rennen in Gällivare mit Platz 56 erneut einen Rückschlag einstecken. In Canmore zeigte sie jedoch wieder Stärke und landete im Skiathlon über 15 km am Ende auf dem 10. Platz. Die Tour de Ski 2012/2013 beendete sie als 18. der Gesamtwertung. Nach einem weiteren vierten Platz mit der Staffel in La Clusaz startete Haag bei den Schwedischen Meisterschaften 2013 in Falun und gewann überraschend Bronze im Sprint und über 10 km sowie Silber im Skiathlon.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2013 im Val di Fiemme gewann Haag mit der Staffel die Silbermedaille. Über 30 km im Einzel wurde sie am Ende Sechste. Im Skiathlon fuhr sie auf Rang 15 und über 10 km auf Rang 17. Ebenfalls Rang 17 erreichte sie kurze Zeit später beim Skilanglauf-Weltcup-Finale 2012/13 in Stockholm und Falun.

Privates[Bearbeiten]

Zu beginn ihrer Karriere startete sie als Anna Hansson, im Mai 2008 nahm sie den Nachnamen ihrer Mutter, Haag, an[1]. Sie ist mit dem schwedischen Skilangläufer Emil Jönsson liiert.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anna Haag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landslhaagstjejen Anna (schwedisch)
  2. Emil Jönsson - om mig (schwedisch)