Anna F.

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Anna F. (Goldene Platte für ... for real)
Anna F. (Goldene Platte für ... for real)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
… For Real
  AT 3 19.02.2010 (16 Wo.)
King in the Mirror
  AT 5 14.03.2014 (… Wo.)
  CH 94 16.03.2014 (… Wo.)
  DE 71 14.03.2014 (… Wo.)
  IT 82 17.04.2014 (1 Wo.)
Singles[1]
Time Stands Still
  AT 38 03.04.2009 (13 Wo.)
Most of All
  AT 17 25.12.2009 (12 Wo.)
DNA
  AT 15 04.10.2013 (8 Wo.)
  IT 19 17.04.2014 (6 Wo.)
Too Far
  AT 16 28.02.2014 (… Wo.)
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Anna F. (2010)

Anna F. (* 18. Dezember 1985[2] in Friedberg, Steiermark; eigentlich Anna Wappel[3][4]) ist eine österreichische Singer-Songwriterin im Bereich von Pop-Rock, Folk und teils auch Anklängen aus der elektronischen Musik.

Karriere[Bearbeiten]

Aufgewachsen in Friedberg in der Steiermark begann sie schon in ihrer Kindheit zu singen. Erste Einflüsse waren die Schallplatten ihrer Eltern von unter anderem Reinhard Mey, Bob Dylan und Joan Baez, dann Rockmusik von Led Zeppelin (Jimmy Page war auch ein Titel auf ihrem Debütalbum), Alanis Morissette und Melissa Etheridge. In Graz studierte sie Anglistik, daneben auch zeitweise Italienisch, Philosophie und Literatur, und arbeitete an den Wochenenden in der Sportredaktion des Fernsehsenders ATV in Wien.[5]

2005 traf sie bei einem Konzert der Gruppe Café Drechsler den Schlagzeuger und Musikproduzenten Alex Deutsch, der ihr, wie sie erzählt, „Kraft und Mut“ gab, ihre musikalischen Interessen weiterzuverfolgen. In den folgenden Jahren wurde er ihr engster Berater, Schlagzeuger in ihrer Band und Produzent ihres ersten Albums.[4] Mit Deutsch und befreundeten Musikern trat sie in diesen Jahren in kleineren Klubs in Graz und Wien, etwa dem B72, auf. Auf dem Album Cafe Drechsler Is Back (2008) war sie als Sängerin im Stück Get the Ball Rolling (feat. Hans K und Anna F) zu hören.

Anna F. mit Keyboarder Roli Wesp und Alex Deutsch, Amadeus Awards 2009

Bekannt wurde sie Anfang 2009, nachdem ihr Lied Time Stands Still, das sie mit Deutsch und Teddy Kampel in New York aufgenommen und auf ihrer Myspace-Seite online gestellt hatte, als Musik zu einem Fernsehwerbespot der Raiffeisenbankengruppe verwendet wurde, in dem sie auch selbst als Freundin des Skispringers Gregor Schlierenzauer zu sehen war. In der Folge bekam der Song auch Airplay in den österreichischen Radiostationen, wurde als Download veröffentlicht und erreichte Platz 38 der österreichischen Charts. Im Sommer 2009 war sie mit Band als Vorgruppe der Europa-Tournee von Lenny Kravitz zu sehen und trat unter anderem bei der Gala zur Ehrung der österreichischen Sportler des Jahres auf. Bei den Amadeus Austrian Music Awards 2009 gewann sie in der Kategorie „Pop“. Für Aufmerksamkeit in den Medien sorgte das auch, weil sie bis dahin erst ein Lied veröffentlicht hatte und auch, weil sie sich in ihrer Dankesrede bei ihren Sponsoren für die Unabhängigkeit bedankte, die diese Zusammenarbeit ihr gab. Danach gefragt erklärte sie, dass diese Form der Finanzierung sie unabhängig von Musiklabels und deren Einflussnahme auf die Produktion macht. So konnte sie die Studiozeiten für ihr Album von den Einnahmen aus den Banken-Werbespots bestreiten.[4]

Anna F. (Porgy & Bess 2010)

Nach der auf CD erschienenen Single most of all, die in der Werbung des Raiffeisen-Clubs verwendet wurde,[6] veröffentlichte Anna F. am 5. Februar 2010 ihr Debütalbum ... for real auf dem von Deutsch gegründeten Label moerdermusic. Das Album erreichte Platz 3 der österreichischen Charts und wurde im April mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Bei den Amadeus Awards 2010 gewann sie in den Kategorien „Pop/Rock“ und „Album des Jahres“. Der Albumpräsentation im Wiener Porgy & Bess[7] folgte eine Tour durch Österreich, unter anderem mit einem Auftritt am Donauinselfest, das Album Live from the Mushroom, und 2011 eine Tour durch mehrere Städte in Deutschland.

Anfang 2011 stand sie in Dito Tsintsadzes Spielfilm Invasion erstmals als Schauspielerin vor der Kamera.[8] Premiere des Films war am 30. Juni 2012 am Filmfest München.[9] Im Herbst 2011 war sie eine von vier jungen Künstlern, die für eine TV-Produktion des Senders ARTE auf den Spuren von Jack Kerouacs Roman On the Road durch die Vereinigten Staaten reisten. Der mehrteilige Film (Regie: Hannes Rossacher und Simon Witter) wurde am 29. September 2012 erstmals ausgestrahlt.[10][11]

2012 zog sie nach Berlin-Prenzlauer Berg. Nach Aufenthalten in Los Angeles, New York und London, von denen sie in einem Video-Tagebuch berichtete[12] und wo sie unter anderem mit Julie Frost, Rick Nowels und Ian Dench an ihren neuen Liedern arbeitete,[13] fand sie hier mit Philipp Steinke auch den Produzenten für ihr neues Album.[5] Seit 2013 ist Anna F. bei Polydor/Island (Universal Music) unter Vertrag.[14] Im August 2013 veröffentlichte sie DNA als ersten Song des kommenden Albums, zuerst als Musikvideo, anfang September als EP.[15] Am 19. Dezember 2013 präsentierte sie live, während Jan Böhmermanns letzter Lateline, ihren Song Too Far.[16] Ende Februar 2014 erschien ihr neues Album King in the Mirror, mit dem sie im März im Vorprogramm von James Blunt auf Tournee in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ist.[17] Anschließend konnte sie sich mit DNA auch in den Top 20 der italienischen Charts platzieren[1].

Diskografie[Bearbeiten]

Singles
  • Time Stands Still (2009; südpolmusic)
  • Most of All (2009; moerder music)
  • I Don't Like You (2010; moerder music)
  • DNA (2013; moerder music)
  • Too Far (2014)
Alben
  • For Real (2010; moerder music)
  • Live from the Mushroom (2010; moerder music)
  • King in the Mirror (2014)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2009: Amadeus, ausgezeichnet in der Kategorie „Pop”
  • 2010: Goldene Schallplatte für 10.000 verkaufte Alben („... for real”)
  • 2010: Amadeus, ausgezeichnet in den Kategorien „Pop/Rock“ und „Album des Jahres“
  • 2014: Amadeus, ausgezeichnet in der Kategorie „Song des Jahres“ (DNA)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Österreich - Deutschland - Schweiz - Italien
  2. Tele.at: Der Fall Anna F.
  3. ORF: Anna F. singt mit Lenny Kravitz
  4. a b c Die Presse: Anna F.: „Ein bisserl weiblicher Macho“, 13. Februar 2010.
  5. a b Kurier: Anna F: „Tausend Ideen schwirren im Kopf“, 25. August 2013.
  6. Raiffeisen-Kanal auf Youtube: Anna F. und Beatboxer: most of all, 2010.
  7. Hitradio Ö3 auf Youtube: Anna F. @ Porgy&Bess, 20. Februar 2010.
  8. Invasion: Anna F. in ihrem ersten Kinofilm, 17. März 2011.
  9. Filmfest München 2012: Filmprogramm: „Invasion“
  10. tumblr: On Jack's Road, Blog über die Dreharbeiten
  11. ARTE: On Jack's Road
  12. Anna F. Offizieller Youtube-Channel
  13. Hitradio Ö3: Anna F. auf den Spuren von Madonna
  14. musikmarkt.de: Polydor/Island präsentiert Newcomerin Anna F., 21. Juni 2013.
  15. Anna F. auf Youtube: DNA, 3. August 2013.
  16. Anna F. bei der Lateline: Too Far, 20. Dezember 2013.
  17. Anna F. geht mit James Blunt auf Tournee. auf: welt.de, 28. Februar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anna F. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien