Annapurna Circuit
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Der Annapurna Circuit ist eine Trekkingroute (Fernwanderweg) um die Annapurna-Gebirgskette im nepalesischen Himalaya.
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[Bearbeiten] Verlauf
Diese Route, die von durchschnittlich akklimatisierten und konditionell vorbereiteten Trekkern in 18 bis 21 Tagen begangen werden kann, gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten der Welt.
Von Besisahar (780 m ü. NN) geht es über die Orte Khudi (820 m), Tal (1.620 m), Pisang (3.180 m) und Manang (3.530 m) auf den Thorong La (5.415 m), den Höhepunkt der Tour. Von dort aus geht es über den heiligen Pilgerort Muktinath (3.790 m), die Distrikthauptstadt Jomsom (2.770 m), und Marpha (2.680 m) nach Tatopani (790 m). Ein letzter Aufstieg über den Ghorepani Deorali (Pferdetränkenpass) auf 2.874 m führt zum 1.070 m hoch gelegenen Endort Birethanti.
Dieser Trek führt die meiste Zeit – mit Ausnahme der direkten Umgebung des Thorong La − durch kultiviertes, besiedeltes Land. Einkehr- und Schlafmöglichkeiten sind überall in reichem Maße vorhanden, so dass der Trek logistisch kein Problem darstellt. Trotzdem wird er gerne mit sogenannten Porterguides gegangen, die nicht nur einen Teil des Gepäcks tragen, sondern auch wichtige kulturelle Vermittler sind.
[Bearbeiten] Variationen der klassischen Route
Der Circuit ist, wie sein Name schon sagt, ein Rundweg. Der Pfad schlängelt sich stets durch Täler, mit einer Passüberquerung am Thorong La. Trotzdem ist es möglich, die Route auch ohne großen logistischen Aufwand zu variieren. Kurze Abstecher in höhere Lagen dienen auch einer besseren Akklimatisation und können somit für eine erfolgreiche Passquerung des Thorong La sinnvoll sein.
[Bearbeiten] Abstecher zum Tilicho Lake
Die wohl bekannteste Variation ist ein Abstecher zum Tilicho Lake, der als einer der höchstgelegenen Seen der Erde gilt (4920 m). Um den See zu erreichen, verlässt man den Circuit in Manang. Nach Durchqueren des Ortes Khangshar (3734 m, überschüssiges Gepäck in Khangshar in der Lodge lassen) folgt man dem Pfad (Upper Route oder Lower Route) durch das Khanshar-Tal bis zur Tilicho Base Camp Lodge (ca. 4000 m). Die Lower Route ist nicht zu empfehlen, da sie viele zusätzliche Höhenmeter erfordert. Die Upper Route führt lange Zeit über sehr steile und abrutschende Geröllfelder. Sehr sicheres Berggehen oder ein Guide sind erforderlich. Übernachtung ist in der Tilicho Base Camp Lodge möglich und wegen der Akklimatisation dringend zu empfehlen. Die Hütte ist im Frühjahr und im Herbst durchgehend bewirtschaftet, hat aber keine Heizung und ist deshalb in den Nächten sehr kalt. Von der Tilicho Base Camp Lodge sind es ca. 3 Stunden Aufstieg zum See. Übliche Routenplanung dürfte sein: Übernachtung in Khangshar, Übernachtung in der Tilicho Base Camp Lodge, Aufstieg am frühen Morgen zum Tilicho Lake, Abstieg bis nach Khangshar.
Einige Karten verzeichnen einen direkten Weg von Khangshar zum Annapurna Circuit zu „Mani Wall“, der bei der Rückkehr auf den Circuit den Umweg nach Manang erspart. Es ist jedoch unbedingt in Khanshar zu erfragen, ob eine Brücke über den Jharsang Khola zur Zeit zur Verfügung steht oder eingestürzt ist. Nach Neuschnee ist der Weg nicht begehbar. Außerdem täuscht die Karte, es sind deutlich mehr Höhenmeter zu überwinden. Dieser Weg ist also nicht empfehlenswert.
[Bearbeiten] Klima
Wenn man von der Einteilung in Klimazonen ausgeht, so durchquert man auf diesem Trek alle Klimazonen der Welt außer den Tropen.
[Bearbeiten] Reisezeiten
Die besten Reisezeiten sind Frühling und Herbst. Im Frühling (April, Mai) ist es zwar angenehm warm, in den Tallagen sogar heiß, aber der Staub der indischen Ebene kommt mit dem Südwind in den Himalaya und die Bergblicke am Morgen können etwas eingetrübt sein. Der Herbst, hier insbesondere Oktober und November sind in normalen Jahren die beste Reiseszeit. Klare Bergblicke belohnen den Trekker, die Temperaturen sind angenehm. Im Sommer ist es sehr feucht, es herrscht Monsun, und Blutegel können ein Problem darstellen, jedoch ist der Trek trotzdem meist machbar. Im Hochwinter ist der Thorong La sehr gefährlich und nur unter großen Schwierigkeiten zu überqueren. Jedoch kann man trotzdem zu dieser Jahreszeit ohne weiteres in die Gebiete von Manang oder Muktinath trekken.
[Bearbeiten] Akklimatisation
Durch die exponierte Höhenlage des Weges im Teil zwischen Manang und Muktinath, also an den vier oder fünf Tagen des Trekkings über 3.500 m, ist eine Akklimatisation grundsätzlich nötig, um nicht von der Höhenkrankheit betroffen zu werden. Am Thorong La kommt es jährlich zu mehreren Todesfällen auf Grund schlecht oder gar nicht vollzogener Akklimatisation.
Eine gute Akklimatisation kann fast nur von der Manangseite aus gewährleistet sein, weshalb der Pass auch hauptsächlich von Osten kommend überquert wird. Man umrundet das Annapurna-Massiv also gegen den Uhrzeigersinn.
Ein Vorschlag zur Akklimatisation: Akklimatisationstag in Braga oder Manang, nächster Tag nach Yak Kharka, weiter mit Übernachtung in Ledtar, und dann die letzte Übernachtung in Thorong Phedi oder im neuen Lower „Thorong Phedi High Camp“ auf 4.850 m. Von dort aus sind es je nach Ausgangspunkt noch 600 bis 1.000 Höhenmeter bis zum Pass und weitere 1.600 Höhenmeter bis hinunter nach Muktinath am Westhang des Passes.
[Bearbeiten] Literatur
- Stimm, Andreas: www.AroundAnnapurna.de – eine photographisch-poetische Reise um die Annapurnas (Karte & Bildband), Epsilonmedia, ISBN 3-00-016002-7
[Bearbeiten] Weblinks
- www.AroundAnnapurna.de Website von Andreas Stimm
- Linkportal „Fotos vom Annapurna-Circuit“
- Ausgezeichnete private Site mit Google Earth-Karten und vielen Infos (engl.)
- Tilicho Trail Detaillierte Beschreibung des Tilicho Trails (von Manang nach Jomson), engl.
- trekkingvisions.com - Beschreibung, Bilder, Trekkingkarte und Klimatabelle (engl.)
- Fotos vom Trek 11/2008

