Anne Sofie von Otter

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Anne Sofie von Otter

Anne Sofie von Otter (* 9. Mai 1955 in Stockholm) ist eine schwedische Mezzosopranistin.

Leben[Bearbeiten]

Anne Sofie von Otter wurde am 9. Mai 1955 in Stockholm als Tochter des Diplomaten Baron Göran von Otter geboren. Sie wuchs in Stockholm, Bonn und London auf. Nach dem Studium in Stockholm und der Guildhall School of Music and Drama in London, war sie von 1983-1985 Mitglied des Ensembles der Basler Oper. 1985 gab sie ihr Debüt im Royal Opera House, Covent Garden. Seither arbeitet sie auch mit dem Label Deutsche Grammophon zusammen. 1988 hatte sie ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York, 1994 an der Wiener Staatsoper. Ihre erfolgreiche Konzertkarriere lässt sie regelmäßig in den großen Konzerthäusern Europas und Nordamerikas unter den großen Dirigenten ihrer Zeit auftreten.

Seit 1980 arbeitet sie mit dem Pianisten Bengt Forsberg zusammen, der seither ihr ständiger Begleiter bei Liedinterpretationen ist.

Anne Sofie von Otter ist mit dem Theaterregisseur Benny Fredriksson, Direktor des Stockholmer Stadttheaters, verheiratet und hat zwei Söhne. Sie lebt mit ihrer Familie in Schweden.

Werk[Bearbeiten]

Das Repertoire ihrer Tonaufnahmen ist sehr weit gespannt. Beginnend mit Barockwerken bis hin zu Musik des 20. Jahrhunderts, über Volkslieder und Popmusik hat sie inzwischen etwa 60 CDs allein bei ihrem Label Deutsche Grammophon herausgebracht, die zahlreiche Auszeichnungen eingebracht haben. Mit Elvis Costello nahm sie die vielbeachtete CD "For The Stars" mit bekannten Pop-Titeln auf. Am 1. September 2006 erschien "I Let The Music Speak" mit Songs von ABBA, auf der Benny Andersson (früheres Mitglied der schwedischen Pop-Band) den Klavier-Part einspielte.[1]

2007 erschien von Anne Sofie von Otter ein Album mit Liedern, die Autoren und Komponisten im KZ Theresienstadt geschaffen haben. „Das Album“, so Norman Lebrecht in der Frankfurter Rundschau, „ist die Wiedergutmachung einer Tochter, die die ungesungenen Lieder der unbekannten Opfer“[2] zwei Männern widmet, die versucht haben, Opfer zu retten und gescheitert sind: Anne Sofies Vater und Kurt Gerstein. „Die Lieder und von Otters Vortrag sind schlicht, direkt und unmittelbar bewegend. Nichts an diesem Album klingt nach einer Darbietung, vielmehr wird eine grundlegende Wahrheit vermittelt, der Gesang eines Engels.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Verschiedene: Anne Sofie von Otter – Home For Christmas, Deutsche Grammophon 1999, CD 0028945968520
  • Benedetto Ferrari, John Dowland, u.v.m. - Music for a While, Deutsche Grammophon 2005, CD 002894775114
  • Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann, Emmerich Kálmán, Erwin Schulhoff, Ilse Weber, Adolf Strauss, Martin Roman, Carlo S. Taube, Karel Svenk - Terezín / Theresienstadt, Deutsche Grammophon 2007, CD 00289 4776546 2
  • Edvard Grieg, Hans Christian Andersen, Henrik Ibsen, Vilhelm Krag, Aasmund Olafsson Vinje - Grieg: Songs, Deutsche Grammophon 2007, CD 002894776326
  • Gian Giacomo Carissimi - Jefta,- Monteverdi, Rameau, Mendelsohn, Ives, Propius 1981, Schallplatte Prop 7840

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cohn, Fred. "Anne Sofie von Otter." Opera News. Metropolitan Opera Guild Inc. 2006. HighBeam Research. 3 Dec. 2013 <http://www.highbeam.com>.
  2. a b Norman Lebrecht: Das Geschenk einer Tochter, Frankfurter Rundschau, 27. November 2007

Weblinks[Bearbeiten]