Anne Truitt

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Anne Dean Truitt (* 16. März 1921 in Baltimore; † 23. Dezember 2004 in Washington, D.C.) war eine US-amerikanische Bildhauerin, die neben Künstler wie Morris Louis und Kenneth Noland sowohl mit Minimalismus als auch mit Colourfield Painting verbunden wird.

Sie absolvierte ein Psychologie-Studium am Bryn Mawr College, das sie im Jahr 1943 abschloss. 1948 heiratete sie den Journalisten James Truitt mit dem sie drei Kinder hatte, 1969 wurde das Paar geschieden. Ebenfalls im Jahr 1948 begann Anne Truitt ein künstlerisches Studium am Institute of Contemporary Art in Washington und studierte Bildhauerei bei Alexander Giampietro, wo sie sich mit Kenneth Noland, ebenfalls dort Student, anfreundete. Ihren wichtigsten Werkabschnitt schuf sie in den frühen 1960er Jahren und gehörte neben Donald Judd und Ellsworth Kelly zu den wichtigsten Vertretern der US-amerikanischen Minimalisten-Szene.

Ihre erste Solo-Ausstellung wurde im Jahr 1963 in der André Emmerich Gallery, einer der einflussreichsten Galerien für zeitgenössische Kunst in New York, gezeigt.[1] 1964 nahm sie an den beiden richtungsweisenden Ausstellungen Black, White and Gray des Wadsworth Atheneums und 1966, als eine von nur drei Frauen neben Judy Chicago und Tina Spiro, an Primary Structures im Jüdischen Museum in New York, teil.[2] In Washington wurden ihre Arbeiten von der Pyramid Gallery und später von der Osuna Gallery vertreten.

Für viele Jahre war Anne Truitt als Professorin der University of Maryland und der Künstlerkolonie Yaddo, deren Präsidentin sie 1984 war, verbunden.

Anne Truitt wurde auch für die Veröffentlichung ihrer „Tagebücher“ bekannt. 1982 erschien Daybook: The Journal of an Artist, 1986 Turn: The Journal of an Artist sowie 1996 Prospect: The Journal of an Artist.

Der Nachlass von Anne Truitt wird von Matthew Marks Gallery in New York verwaltet.[3]

Sammlungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. André Emmerich Gallery, New York
  2. Grand allusion: James Meyer talks with Anne Truitt (Memento vom 8. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today) Interview, ARTFORUM, Mai 2002 (engl.)
  3. Nachlass von Anne Truitt in der Matthew Marks Gallery (engl.)
  4. Sammlung National Gallery of Art
  5. Sammlung National Museum of Women's Art
  6. Sammlung Smithsonian American Art Museum
  7. Sammlung Metropolitan Museum of Art
  8. Sammlung Museum of Modern Art
  9. Sammlung Whitney Museum of American Art