Anno 1503

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Anno 1503 ist der zweite Teil der Anno-Serie. Es funktioniert nach einem ähnlichen Spielprinzip wie der Vorgänger Anno 1602, jedoch ist die Grafik detaillierter und die Wirtschaftskreisläufe sind komplexer.

Spielweise[Bearbeiten]

Bei Anno 1503 gibt es keine Steuern mehr, dagegen verdient der Spieler nun unmittelbar an den Waren, die er seinen Bewohnern über Marktstände zur Verfügung stellt.

Die Piraten haben meistens feste Siedlungen, die häufig durch Türme bewacht werden. Piraten können Schutzgeld verlangen, das sich in der Höhe nach dem Vermögen des Spielers richtet. Unbewaffnete Schiffe können sich durch Hissen der weißen Flagge gegen Beschuss durch die Piraten schützen, werden im Gegenzug jedoch gelegentlich ausgeraubt.

Die fliegenden Händler, die Venezianer, können nun - wie auch die Ureinwohner - eine eigene Insel besitzen. Mit anderen Ureinwohnern kann man Tauschhandel treiben, indem man einen Scout zu den Markthaupthäusern der Ureinwohner schickt. Als einzige Ausnahme gelten die Venezianer und die Piraten, die auch Schiffe besitzen und Kaufhandel betreiben.

Die Spieler können untereinander Militärbündnisse schließen, was die Vertragspartner dazu verpflichtet, sich im Falle eines Krieges gegenseitig zu unterstützen; dies gilt allerdings nur, wenn man auf der eigenen Insel angegriffen wird.

Im Intro-Film des Spiels stellten die wichtigsten Entwickler sich selbst mit den Figuren dar.

Anno 1503: Schätze, Monster und Piraten (Erweiterung)[Bearbeiten]

Bei dieser Erweiterung von Anno 1503 sind weitere Gebäude, unter anderem ein Kanonenturm und ein Amtsgericht, sowie weitere Grafikeffekte, Tiere und Naturkatastrophen hinzugekommen. Weiter wurden zwölf neue Einzelspielerszenarien in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und drei neue Endlosspiele mit neuen Spielelementen hinzugefügt. Das Entern von gegnerischen Schiffen wird möglich gemacht und ab sofort tauchen Räuber in der Siedlung auf, die die Bewohner berauben und mit dem Bau eines Galgens abgeschreckt werden. Es kann zu Aufständen kommen. Eine weitere Funktion ist der Statistikscreen, der den Spieler informiert, ob seine Stadt langfristig mit genügend Verbrauchsgütern versorgt wird.

Anno 1503 und der Mehrspieler-Modus[Bearbeiten]

Anno 1503 sollte einen Mehrspieler-Modus haben, der aufgrund umfangreicher Designfehler und daraus resultierenden technischen Problemen allerdings niemals offiziell verfügbar war. Herbe Kritik mussten die Entwickler diesbezüglich vor allem deshalb einstecken, weil unmittelbar nach Erscheinen des Spieles das kostenlose Nachrüsten eines funktionsfähigen Mehrspieler-Modus zugesichert wurde. Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit wurden die Arbeiten am Mehrspieler-Modus dann aber eingestellt. Ursprünglich gaben die Entwickler der Mehrspieler-API von DirectX, DirectPlay, die Schuld. Diese sei angeblich dem hohen Datenaufkommen von Anno 1503 nicht gewachsen. Daraufhin wurde eine eigene Multiplayer-Engine entwickelt, doch auch dies scheiterte. Ein Entwicklungsstand des Mehrspieler-Modus ist allerdings im Add-on Monster, Schätze und Piraten enthalten, ein weiterer in der Fassung auf Heft-DVD der Computer Bild Spiele, wo er jeweils mit einigen Handgriffen freigeschaltet werden kann. Gleiches gilt für die von Ubisoft neu aufgelegte Königsedition (Exclusiv Goldedition).

Brettspiel[Bearbeiten]

Hauptartikel: Anno 1503 (Brettspiel)

Zu dem Anno-Merchandise gibt es ein Brettspiel von Klaus Teuber mit dem Namen Anno 1503 und der Erweiterung Anno 1503 - Aristokraten und Piraten. Das Spielprinzip orientiert sich dabei weitestgehend an dem seines Computer-Vorbildes.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Strom ist aus - was nun? Artikel zu Anno 1503 (Brettspiel)