Anschlagschaft

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Vorderladerpistole mit Anschlagschaft

Ein Anschlagschaft ist eine Verlängerung für Kurzwaffen mit Funktion eines Schaft.

Bei Langwaffen wird üblicherweise von Schaft gesprochen, wobei dort weitere Sonderformen bekannt sind. Die Möglichkeit einen Anschlagschaft an eine Pistole anzubauen, vergrößert die Chance auf einen präzisen Schuss auf größere Distanzen. Die Anschlagsart wechselt von „stehend freihändig“ in den präziseren „Schulteranschlag“, bei dem die Waffe durch den Schulterkontakt und die stützende zweite Hand stabilisiert wird. Dies ermöglicht eine höhere Präzision und damit eine gesteigerte Treffsicherheit.

Dies wurde schon bei den frühen Vorderladerpistolen im militärischen Einsatz genutzt. Danach fand man Anschlagschäfte auch für Revolver (Colt) und sehr bekannt bei der Mauser-Pistole C96 und bei der langen Pistole 08 (bei beiden konnte der Anschlagschaft auch als Holster verwendet werden). Auch für einige moderne, ordonnanzmäßig verwendete Pistolen gibt es heute Anschlagsschäfte HK VP70 oder Glock 17

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Ortenburg: Waffen der Revolutionskriege 1792-1848, Verlag Bechtermünz, 2002, Seite 57, 58, ISBN 978-3-8289-0521-4
  • Philip Craig, Enzyklopädie der Handfeuerwaffen, Verlag: Karl Müller, Köln 1995, ISBN 978-3-86070-499-8