Antarctic Muon And Neutrino Detector Array

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AMANDA (Antarctic Muon and Neutrino Detector Array) ist ein im Eis befindliches „Teleskop“ zur Detektion hochenergetischer Neutrinos. Das von 1997 bis Mai 2009 betriebene Teleskop befindet sich an der Amundsen-Scott-Südpolstation in der Antarktis. AMANDA ist eine internationale Zusammenarbeit von Instituten aus den USA, Deutschland, Schweden, Belgien und Venezuela.

Aufbau[Bearbeiten]

AMANDA ist kein Teleskop im herkömmlichen Sinne, sondern ein Array (Feld) aus zylindrisch angeordneten Strängen mit Signalkabeln, an denen zahlreiche optische Module (Photomultiplier) befestigt sind. Die optischen Module befinden sich in einer Tiefe von ca. 1.300 - 2.000 m im Eis.

  • AMANDA-B10 (1997): 302 optische Module auf 10 Strängen. Gesamtausmaße des Zylinders: 500 x 120 m
  • AMANDA-II (2000): 677 optische Module auf 19 Strängen. Gesamtausmaße des Zylinders: 500 x 200 m

Als Nachfolgeprojekt gilt der am 18. Dezember 2010 fertiggestellte Neutrinodetektor IceCube, der aus 5160 Sensoren auf 86 Strängen besteht, und ein Gesamtvolumen von 1 km³ einnimmt.

Neutrinonachweis[Bearbeiten]

Der Nachweis der Neutrinos erfolgt über die Detektion der von Myonen ausgestrahlten Tscherenkow-Strahlung, welche durch (seltene) Kollisionen zwischen Neutrinos und Atomkernen im Eis entstehen. Aufgrund der Detektoranordnung kann durch das aufgefangene Tscherenkow-Licht (optischer Teil der Tscherenkow-Strahlung) auf die Richtung der eingefallenen Neutrinos geschlossen werden.

Der Detektor ist auch Teil des Supernova Early Warning Systems.

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Webseite des AMANDA-Projektes