Antdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Antdorf
Antdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Antdorf hervorgehoben
47.7511.3631Koordinaten: 47° 45′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Habach
Höhe: 631 m ü. NHN
Fläche: 22,37 km²
Einwohner: 1244 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82387
Vorwahl: 08856
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Antdorf
Schleierweg 3
82387 Antdorf
Webpräsenz: www.antdorf.de
Bürgermeister: Peter Feldl (ohne Wahlvorschlag)
Lage der Gemeinde Antdorf im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Antdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Habach.

Geografie[Bearbeiten]

Antdorf liegt in der Region Oberland.

Es existieren folgende Gemarkungen: Antdorf, Frauenrain. Auf diesen Gemarkungen liegen noch die Wohnplätze Breunetsried, Dürnberg, Gröben, Neuried, Obersiffelhofen, Rieden, Schillersberg, Schwarzenbach, Untersiffelhofen, Wasla und Weidwies.

Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 2237 ha:

69,4 % davon sind landwirtschaftliche Fläche

23,2 % Waldanteil

03,2 % öffentliche Verkehrsflächen

02,2 % Gebäude- und Freiflächen

55 Einwohner je ha Bauland, 3 Einwohner je Wohneinheit

Antdorf aus Nordosten


Geschichte[Bearbeiten]

Antdorf war bereits um 740 Sitz von Adeligen aus einer Seitenlinie der Huosi, zu denen die Gründer und ersten Äbte von Benediktbeuern gehörten.[2] Ursprünglich gehörte es zur Benediktinerabtei, kam aber 905 an der Ortadel zurück und wurde 1330 durch Kaiser Ludwig dem Bayern dem Kloster Ettal überlassen.[2] Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Frauenrain eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2011
Anzahl der Einwohner[4] 596 585 607 652 621 1.087 748 784 927 1.068 1.111 1.228

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1952-1984 Friedrich Nägele
  • 1984-2002 Johann Schweyer
  • 2002-2011 Paul Frech jun. (2011 verstorben)
  • 2011- Peter Feldl

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 394 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 24 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Jährliche Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Maibaumaufstellen und Mailauf
  • Fronleichnamsprozession
  • Sonnwendfeuer
  • Sankt Leonhardiritt

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Antdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 71 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 25 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 315. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1510 ha. Davon waren 225 ha Ackerfläche und 1283 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 26 Kindern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern., Karl M Lipp Verlag München 2003, Band 1, Seite 16
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 595.
  4. Kommunalstatistik von Antdorf, abgerufen am 6. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Antdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien