Anthemideae

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Anthemideae
Echte Kamille (Matricaria chamomilla)

Echte Kamille (Matricaria chamomilla)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Wissenschaftlicher Name
Anthemideae
Cass.

Die Anthemideae sind eine Tribus in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Tribus Anthemideae enthält etwa (100 bis) 110 Gattungen mit etwa 1750 Arten. Unter anderem enthält sie Gattungen wie Schafgarben, Artemisia oder Hundskamillen, aber auch Kamillen, Margeriten oder Chrysanthemen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es sind ein-, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder bilden als verholzende Pflanzen Halbsträucher oder Sträucher. Viele Arten besitzen einen aromatischen Duft, besonders die Laubblätter.

Sie besitzen wechselständige, selten gegenständige oder in Rosetten zusammengefaßte Laubblätter, die meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert sind. Die Blattspreiten sind selten einfach, meist sind sie geteilt, gefingert oder gelappt. Die Blattränder sind glatt bis gezähnt oder gesägt.

Längsschnitt der körbchenförmigen Blütenstände der Gemeinen Schafgarbe (Achillea millefolium) und der Echten Kamille (Matricaria chamomilla). Es sind die Röhrenblüten (innen) und die Zungenblüten (außen) und die Unterschiede in der Blütenstandsachse zu erkennen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die körbchenförmigen Blütenstände stehen manchmal einzeln oder zu wenigen in Gruppen zusammen, meist stehen sie in verzweigten, sehr unterschiedlich aufgebauten Gesamtblütenständen zusammen. Die Körbe enthalten meist sowohl meist eine, selten mehrere Reihen Zungen- (Strahlenblüten) als auch Röhrenblüten (Scheibenblüten) (siehe Illustration). Es sind meist zwei bis vier, selten bis zu sieben Reihen von Hüllblättern vorhanden. Der Korbboden ist flach, konvex bis kegelförmig. Spreublätter sind vorhanden oder fehlen.

Die zygomorphen, zwei- bis dreizähnigen Zungenblüten sind meist weiblich und fertil, nur selten sind sie steril. Die Farben der Zungenblüten reichen von gelb, weiß, verschiedenen Violetttönen über rosafarben bis selten rötlich. Die radiärsymmetrischen, vier- oder fünfzipfeligen Röhrenblüten sind immer fertil und meist zwittrig, selten funktional männlich. Die Röhrenblüten sind meist, selten rosa- bis purpurfarben. Die Staubbeutel besitzen Anhängsel. Die Pollenoberfläche besitzt Stacheln oder sie fehlen (ohne beispielsweise Ajaniopsis, Artemisia, Kaschgarica, Neopallasia).

Die Achänen in einem Fruchtstand sind meist alle gleich, selten deutlich unterschiedlich. Die Achänen sind manchmal geflügelt, meist ohne Pappus, wenn ein Pappus vorhanden ist dann besteht er meist aus wenigen Schuppen oder ist als häutiger Saum ausgebildet.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Verbreitung der Tribus Anthemideae ist fast weltweit. Es gibt kaum Arten in den Tropen. Doch sind die meisten Arten in der Alten Welt beheimatet: Eurasien, Nord- und Südafrika. Besonders viele Arten sind in Zentralasien, im Mittelmeergebiet und in der Capensis zu finden. Weniger Arten gibt es in Nordamerika und Australasien. 29 Gattungen kommen nur auf der Südhalbkugel vor oder haben dort das Zentrum ihrer Artenvielfalt; es sind etwa 290 Arten. In Pakistan kommen 22 Gattungen mit etwa 91 Arten, in China etwa 26 Gattungen und in Nordamerika 26 Gattungen mit etwa 99 Arten vor.

Die Veröffentlichung der Tribus Anthemideae erfolgte durch Alexandre Henri Gabriel de Cassini 1815 in Bull. Soc. Philom. Paris, S. 173 und 1819 in Journal de Physique, de Chimie et d'Histoire Naturelle (Paris), 88, S. 192.

Als Zierpflanze verwendet wird die Gold-und-Silber-Chrysantheme (Ajania pacifica).
Keulen-Bertram (Anacyclus clavatus)
Cotula barbata am Naturstandort.
Eumorphia sericea subsp. robustior

Die Tribus Anthemideae wird nach Oberprieler, Himmelreich & Vogt 2007 in 14 Subtribus gegliedert und enthält etwa 111 Gattungen (vollständige Liste, Stand 2011) mit etwa 1750 bis 1800 Arten:[1]

  • Subtribus Anthemidinae (Cass.) Dum.: mit etwa sechs Gattungen:
    • Hundskamillen (Anthemis L.): mit etwa 115 bis 150 Arten von Pakistan und Zentralasien westwärts bis Nordafrika und Europa. [2]
    • Archanthemis Lo Presti & Oberpr. [2]
    • Cota J.Gay ex Guss.: mit etwa 40 Arten vom Mittelmeerraum bis Kleinasien.
    • Nananthea DC.: mit der einzigen Art:
    • Wucherblumen (Tanacetum L., Syn.: Balsamita Mill., Gonospermum Less., Gymnocline Cass., Lugoa DC., Pyrethrum Medik., Pyrethrum Zinn, Spathipappus Tzvelev): Die etwa 50 bis 152 Arten (je nach Autor, da viele Arten aus anderen Gattungen hinzugekommen sind) sind in Europa, gemäßigten Gebieten Asiens und Nordafrika beheimatet. Einige Arten werden in Afrika zur Gewinnung von Pyrethrum angebaut und sind dort verwildert; auch in Nordamerika und auf der Südhalbkugel sind einige Arten Neophyten.
    • Strandkamillen oder Ruderalkamillen (Tripleurospermum Sch.Bip.): mit 38 bis 83 Arten in Europa, in gemäßigten Klimagebieten Asiens, nur wenige Arten auch in Nordamerika und Nordafrika.
  • Subtribus Artemisiinae Less.: mit 17 bis 20 Gattungen:
    • Ajania Poljakov: mit etwa 34 Arten im gemäßigten Klima Asiens: in China, Zentralasien, Japan, Afghanistan und Pakistan.
    • Arctanthemum (Tzvelev) Tzvelev: mit nur zwei Arten in Finnland und Russland.
    • Beifuß (Artemisia L., Syn.: Absinthium Mill., Chamartemisia Rydb., Elachanthemum Y.Ling & Y.R.Ling, Oligosporus Cass., Seriphidium (Besser ex Hook.) Fourr.): mit etwa (380 bis) 522 Arten auf der Nordhalbkugel, in Südamerika, Südafrika und auf Pazifischen Inseln.
    • Artemisiella Ghafoor: mit der einzigen Art:
    • Brachanthemum DC.: mit etwa zehn Arten in Zentralasien.
    • Chrysanthemen (Chrysanthemum L., Syn.: Dendranthema (DC.) Des Moul.): Es sind etwa 30 Arten enthalten. Sie sind vor allem in Ostasien beheimatet, und werden in vielen Ländern kultiviert.
    • Crossostephium Less.: mit ein bis drei Arten in Asien:
    • Filifolium Kitam.: mit der einzigen Art:
    • Hippolytia Poljakov: mit etwa 19 Arten in Zentralasien, Mongolei, China (Xingiang und Xizang), Himalaja, Afghanistan und Pakistan.
    • Kaschgaria Poljakov: mit nur zwei Arten in Zentralasien.
    • Leucanthemella Tzvelev: mit nur zwei Arten in Europa, Japan, Korea, Russland und China.
    • Mausolea Poljakov: mit der einzigen Art:
    • Neopallasia Poljakov: mit der einzigen Art:
    • Nipponanthemum (Kitam.) Kitam.: mit der einzigen Art:
    • Nipponanthemum nipponicum (Franchet ex Maxim.) Kitamura: Die Heimat ist Japan.
    • Phaeostigma Muldashev: mit nur drei Arten in China.
    • Picrothamnus Nutt.: mit der einzigen Art:
    • Sphaeromeria Nutt.: mit etwa neun Arten in Nordamerika und Mexiko.
    • Stilpnolepis Krasch.: mit nur ein oder zwei Arten in Zentralasien, Mongolei und China.
    • Turaniphytum Poljakov: mit nur zwei Arten in Turkmenistan, Iran, Afghanistan und Kasachstan.
  • Subtribus Athanasiinae (Less.) Lindl. ex Pfeiff.: mit etwa sechs Gattungen. Fast alle Arten kommen nur in der Capensis vor:
    • Adenoglossa B.Nord.: mit der einzigen Art:
    • Athanasia L. (Syn.: Asaemia (Harv.) Benth., Stilpnophyton Less., Stilpnophytum Less. orth. var.): Die etwa 39 Arten sind alle in der Capensis beheimatet.
    • Eriocephalus L.: Die etwa 32 Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Hymenolepis Cass. (Syn.: Phaeocephalus S.Moore): Die etwa sieben Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Lasiospermum Lag.: Die nur zwei bis vier Arten sind in der Capensis beheimatet. Aber für mindestens eine davon gibt es Fundortangaben in Ägypten und Israel.
    • Leucoptera B.Nord.: Die nur drei Arten sind in der Capensis beheimatet.
  • Subtribus Cotulinae Kitt.: mit etwa zehn Gattungen. Die meisten Arten kommen nur auf der Südhalbkugel vor, mit einem Schwerpunkt der Artenvielfalt in der Capensis:
    • Adenanthellum B.Nord. (Syn.: Adenanthemum B.Nord.) mit der einzigen Art:
    • Adenanthellum osmitoides: Sie ist in der Capensis beheimatet.
    • Laugenblumen (Cotula L., Syn.: Sphaeroclinium (DC.) Sch.Bip.): mit insgesamt etwa (44 bis) 55 Arten auf der Südhalbkugel; hauptsächlich in der Capensis mit Ausstrahlung ins östliche Afrika, in Südamerika sowie Mexiko und Australien sowie Neuseeland. Nur wenige Arten gibt es auf der Arabischen Halbinsel und in Nordafrika, oder im nordöstlichen Asien mit je zwei Arten in China und Pakistan, sowie südlichen ozeanischen Inseln.
    • Hilliardia B.Nord.: mit der einzigen Art:
    • Hilliardia zuurbergensis: Sie ist in der Capensis beheimatet.
    • Hippia L.: Die etwa acht Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Inezia E.Phillips: Die nur zwei Arten sind in der Capensis beheimatet. (Es gibt auch eine Vogelgattung Inezia Cherrie, 1909 in Südamerika)
    • Leptinella Cass.: mit etwa 33 Arten in Neuguinea, Australien, Neusesland, Südamerika, den Falklandinseln sowie anderen subantarktischen Inseln.
    • Lidbeckia P.J.Bergius: Die nur zwei Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Schistostephium Less. (Syn.: Peyrousea DC.): Es gibt etwa zwölf Arten im südlichen und tropischen Afrika, davon neun in der Capensis.
    • Soliva Ruiz & Pav. (Syn.: Gymnostyles Juss.): Es gibt acht Arten, die meisten sind in Südamerika beheimatet, es gibt Arten in Nordamerika und Australien. Soliva sessilis ist eine invasive Pflanze in Südafrika. Soliva anthemifolia ist ein invasive Pflanze in China.
    • Thaminophyllum Harv.: Die drei Arten sind Endemiten der westlichen Capensis.
  • Subtribus Glebionidinae Oberpr: & Vogt: mit nur drei bis vier Gattungen und fast 30 Arten:
    • Argyranthemum Webb ex Sch.Bip. (Syn.: Chrysanthemum L. sect. Argyranthemum (Webb ex Sch.Bip.) Bentham & Hook. f., Chrysanthemum L. sect. Magarsa DC.): mit etwa 24 Arten hauptsächlich auf den Kanarischen Inseln (Makaronesien), beispielsweise:
      • Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens (L.) Sch.Bip., Syn.: Chrysanthemum frutescens L.): Ihre Sorten werden weltweit als Beet- und Balkonpflanze verwendet.
    • Glebionis Cass. (Syn.: Xanthophthalmum Sch.Bip. orth. var., Xantophtalmum Sch.Bip.): mit nur zwei (bis drei) Arten. Sie sind ursprünglich im Mittelmeergebiet und Makaronesien verbreitet. Heute sind sie Neophyten in vielen Teilen der Welt. Beispiel:
    • Heteranthemis Schott: Mit der einzigen Art:
    • Ismelia Cass.: mit der einzigen Art:
      • Bunte Wucherblume (Ismelia carinata (Schousb.) Sch.Bip.): Sie ist ursprünglich im nordwestlichen Afrika beheimatet. Sie wird als Zierpflanze verwendet und ist in vielen Teilen der Welt verwildert (Neophyt).
  • Subtribus Handeliinae Bremer & Humphries: mit etwa zehn Gattungen in Asien mit einem Schwerpunkt der Artenvielfalt vom Iran, in Zentralasien bis Afghanistan.
    • Allardia Decne. (Syn.: Waldheimia Kar. & Kir.): mit etwa acht alpinen Arten in Afghanistan, in Zentralasien und im Himalaja; davon sechs Arten in Pakistan.
    • Handelia Heimerl: mit der einzigen Art:
    • Lepidolopsis Poljakov: mit der einzigen Art:
    • Microcephala Pobed.: mit nur vier Arten in Zentralasien, Iran, Afghanistan und Pakistan.
    • Pseudohandelia Tzvelev: mit der einzigen Art:
    • Richteria Kar. & Kir.: mit nur drei Arten im Iran, in Afghanistan, Zentralasien, Mongolei, in China nur in Xinjiang und Xizang und im Himalaya.
    • Sclerorhachis (Rech.f.) Rech.f.: mit etwa vier Arten im Iran und in Afghanistan.
    • Tanacetopsis (Tzvelev) Kovalevsk.: mit etwa 23 Arten im Iran, in Afghanistan und Zentralasien.
    • Trichanthemis Regel & Schmalh.: mit etwa neun Arten in Zentralasien.
    • Xylanthemum Tzvelev: mit etwa neun Arten in Iran, Zentralasien, Afghanistan und Pakistan.
  • Subtribus Leucantheminae Bremer & Humphries: mit etwa acht Gattungen im Mittelmeerraum, Süd- und Zentraleuropa mit etwa 60 Arten:
    • Chlamydophora Ehrenb. ex Less.: mit der einzigen Art:
    • Chrysanthoglossum B.H.Wilcox, B.H.Wilcox, K.Bremer & Humphries: mit nur zwei Arten in Nordafrika.
    • Coleostephus Cass. (Syn.: Bulbostylis DC.): mit nur drei Arten im Mittelmeerraum.
    • Glossopappus Kunze: mit der einzigen Art:
      • Glossopappus macrotus (Durieu) Briq. & Cavill.: Sie ist auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika beheimatet.
    • Margeriten (Leucanthemum Mill.): mit etwa 33 Arten in Europa (besonders in Zentral- und Südeuropa) und davon nur eine Art in Nordafrika (Marokko, Algerien und Tunesien).
    • Mauranthemum Vogt & Oberpr. (Syn.: Leucoglossum B.H.Wilcox et al.): mit etwa vier Arten im Mittelmeergebiet.
    • Plagius L'Hér. ex DC.: mit etwa drei Arten in Nordafrika, auf Korsika und Sardinien.
    • Rhodanthemum (Vogt) B.H.Wilcox, K.Bremer & Humphries: mit etwa 15 Arten in Nordafrika und Spanien.
  • Subtribus Leucanthemopsidinae Oberpr. & Vogt: mit etwa vier Gattungen und nur etwa zwölf Arten von Europa bis nordwestliche Afrika:
    • Castrilanthemum Vogt & Oberpr.: mit der einzigen Art:
    • Hymenostemma (Kunze) Willk.: mit der einzigen Art:
    • Alpenwucherblumen (Leucanthemopsis (Giroux) Heywood): mit etwa neun Arten in Europa und im nordwestlichen Afrika.
    • Prolongoa Boiss.: mit der einzigen Art:
  • Subtribus Matricariinae Willk.: mit etwa fünf Gattungen:
    • Schafgarben (Achillea L., Syn.: Leucocyclus Boiss.): mit etwa 115 (bis 211) Arten in Eurasien und im gesamten Mittelmeergebiet. Auch in Nordamerika.
    • Anacyclus L.: mit etwa zwölf Arten in Südeurope, Nordafrika und Vorderasien.
    • Heliocauta Humphries: mit der einzigen Art:
    • Kamillen (Matricaria L., Syn.: Chamomilla Gray): mit etwa sieben Arten weit verbreitet in Europa, Kleinasien, gemäßigten Klimagebieten Asiens, Nordafrika und Nordamerika. Einige Arten sind auch auf der Südhalbkugel weit verbreitet.
    • Otanthus Hoffmanns. & Link: mit der einzigen Art:
  • Subtribus Osmitopsidinae Oberpr: & Himmelreich: mit der einzigen Gattung:
  • Subtribus Pentziinae Oberpr: & Himmelreich: mit etwa sieben Gattungen. Fast alle Arten sind nur in der Capensis beheimatet:
    • Cymbopappus B.Nord.: Die nur drei Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Foveolina Källersjö: Die fünf Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Marasmodes DC.: Die acht Arten sind Endemiten der westlichen Capensis.
    • Myxopappus Källersjö: Die nur zwei Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Oncosiphon Källersjö: Die acht Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Pentzia Thunb.: Die 23 Arten sind in Afrika beheimatet, 21 davon wachsen in der Capensis.
    • Rennera Merxm.: Die vier Arten sind in der Capensis beheimatet.
  • Subtribus Phymasperminae Oberpr: & Himmelreich: mit etwa drei Gattungen. Alle etwa 26 Arten sind nur in der Capensis beheimatet:
    • Eumorphia DC.: Die etwa sechs Arten sind in der Capensis beheimatet.
    • Gymnopentzia Benth.: mit der einzigen Art:
    • Phymaspermum Less. (Syn.: Adenachaena DC., Brachymeris DC.): Die etwa 19 Arten sind in der Capensis beheimatet.
  • Subtribus Santolininae Willk.: mit etwa fünf Gattungen:
    • Römische Kamillen (Chamaemelum Mill., Syn.: Ormenis (Cass.) Cass.): mit nur zwei (bis sechs) Arten in Europa und Nordafrika.
    • Cladanthus Cass.: mit etwa fünf Arten vom Mittelmeerraum bis Kleinasien. Einige Arten sind in vielen Gebieten der Welt Neophyten.
    • Mecomischus Coss. ex Benth. & Hook. f.: mit nur zwei Arten in Nordafrika.
    • Rhetinolepis Coss.: mit der einzigen Art:
    • Santolina L.: mit acht bis über zwölf Arten im Mittelmeerraum.
  • Subtribus Ursiniinae Bremer & Humphries: mit der einzigen Gattung:
  • Ursinia Gaertn.: Die etwa 39 Arten sind beheimatet in Südafrika, Namibia, Botswana und Äthiopien, beispielsweise:
  • Nicht in eine Tribus eingeordnet:

Nutzung[Bearbeiten]

Wenige Arten werden als Gemüse verwendet: Bunte Wucherblume (Ismelia carinata), Kronenwucherblume (Glebionis coronaria) und Saat-Wucherblume (Glebionis segetum).

In der Tribus Anthemideae sind viele Heil- und Gewürzpflanzen mit ätherischen Ölen zu finden. Bekannteste Vertreter sind die Echten Kamillen (Gattung Matricaria). Weitere wichtige Gattungen sind: mit Heilpflanzen-Arten wie Hundskamille ( Anthemis), Schafgarbe (Achillea), Beifuß (Artemisia), aber auch Gewürzpflanzen wie Estragon (Artemisia dracunculus).

An Zierpflanzen sind am bekanntesten Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Margeriten (Leucanthemum).

Insektizide (Pyrethrum) werden beispielsweise aus verschiedenen Tanacetum-Arten gewonnen. Medizinisch verwendet wird beispielsweise Artemisia capillaris.[3]

Quellen[Bearbeiten]

  • Theodore M. Barkley, Luc Brouillet, John L. Strother: Asteraceae tribe Anthemideae. In:  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae), Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2006, ISBN 0-19-530563-9, S. 485., HTML-Version auf efloras.org (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
  • Yourun Lin (Ling Yuou-ruen), Zhu Shi, Christopher J. Humphries, Michael G. Gilbert: In  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-07-0, S. 653., PDF-Datei, HTML-Version auf efloras.org (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
  • Abdul Ghafoor: Flora of Pakistan 207: Asteraceae (I) – Anthemideae. University of Karachi, Department of Botany/Missouri Botanical Press, Karachi/St. Louis 2002, HTML-Version auf efloras.org.
  • Christoph Oberprieler, Robert Vogt, L. E. Watson: Tribe Anthemideae. In:  Joachim W. Kadereit, Charles Jeffrey (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants. Volume 8: Flowering Plants. Eudicots. Asterales. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2007, ISBN 978-3-540-31050-1, S. 342–373, doi:10.1007/978-3-540-31051-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Tribe Senecioneae in southern Africa. beim Biodiversity Explorer of Iziko Museums of Cape Town.
  • Werner Greuter: Anthemideae. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006 ff. (Abschnitt Systematik).
  • Sven Himmelreich, Mari Källersjö, P. Eldenäs, Christoph Oberprieler: Phylogeny of southern hemisphere Compositae-Anthemideae based on nrDNA ITS and cpDNA ndhF sequence information. In: Plant Systematics and Evolution. Band 272, Nr. 1–4, 2008, S. 131–153, DOI:10.1007/s00606-007-0634-y.
  • Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Mari Källersjö, Joan Vallès, Linda E. Watson, Robert Vogt: Tribe Anthemideae Cass. In: Vicki A. Funk, A. Susanna, Tod Stuessy, R. Bayer (Hrsg.): Systematics, Evolution, and Biogeography of the Compositae. International Association for Plant Taxonomy (IAPT), Washington/Wien, 2009, ISBN 978-3-9501754-3-1, S. 631–666, PDF-Datei.
  • Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Robert Vogt: A new subtribal classification of the tribe Anthemideae (Compositae). In: Willdenowia. Band 37, Nr. 1, 2007, S. 89–114, DOI:10.3372/wi.37.37104.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anthemideae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. a b Rosa Maria Lo Presti, Stephanie Oppolzer, Christoph Oberprieler: A molecular phylogeny and a revised classification of the Mediterranean genus Anthemis s.l. (Compositae, Anthemideae) based on three molecular markers and micromorphological characters. In: Taxon. Band 59, Nr. 5, 2010, S. 1441–1456.
  3. Yourun Lin (Ling Yuou-ruen), Zhu Shi, Christopher J. Humphries, Michael G. Gilbert: In  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-07-0, S. 653., PDF-Datei, HTML-Version auf efloras.org

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anthemideae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien