Anthony Babington

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Anthony Babington (* 24. Oktober 1561 in Dethick, Derbyshire; † 20. September 1586 in London, Middlesex) war Hauptbeschuldigter der nach ihm benannten Babington-Verschwörung zur Ermordung von Elisabeth I.. Die Aufdeckung dieser Verschwörung führte letztendlich zum Prozess gegen Maria Stuart.

Leben[Bearbeiten]

Anthony Babington wurde in einer wohlhabende katholische Familie als dritter Sohn von Henry Babington und Mary Darcy in Dethick, Derbyshire, geboren. Sein Vater starb 1571, als er neun Jahre alt war. Seine Mutter heiratete nach dem Tod seines Vaters Henry Foljambe. Er blieb ungefähr bis 1577 in Dethick, als er vom Earl of Shrewsbury angestellt wurde, der für die Gefangenschaft von Maria Stuart verantwortlich war. Es ist wahrscheinlich, dass er in dieser Zeit Maria unterstützte, den Thron Englands zu besteigen. Ab 1579 war er mit Margery Draycott verheiratet.

Um 1580 traf er auf dem Kontinent Thomas Morgan. Dieser überredete ihn, Briefe für Maria zu transportieren, während sie noch von Babingtons ehemaligem Herrn, dem Grafen von Shrewsbury, gefangen gehalten wurde. Um 1586, nach der Verlegung von Maria nach Tutbury und dem daraus resultierenden Abbruch der Kommunikation, endete Babingtons Rolle als Bote. Zweimal Anfang 1586 erhielt er Briefe aus Frankreich, wahrscheinlich für Maria; er lehnte aber stets ab, sich weiter als Bote zu verwenden. Tatsächlich dachte er in dieser Zeit, England für immer verlassen zu müssen, und versuchte vergeblich zusammen mit seinem walisischen Freund Thomas Salisbury, einen Pass zu erhalten.

Darstellung eines Treffens der Gruppe um Babington

Während der durch religiöse Spannungen gekennzeichneten Regierungszeit von Elisabeth I. war diese besonders um den zukünftigen Einfluss von Maria Stuart besorgt. Babington selbst stellte keine große Herausforderung für die Sicherheitskräfte der Königin, angeführt von Francis Walsingham mit seinen Spionen wie Robert Poley, dar. Im Rahmen der Nachforschungen Walsinghams wurde auch der verdächtigte Gilbert Gifford befragt. Um eine Strafe zu vermeiden, war Gifford bereit, als Doppelagent zu arbeiten. Er stellte mit der französischen Botschaft in London Kontakte her und organisierte den Schmuggel von Briefen von Maria Stuart an ihre Anhänger. Dies wurde auch durch den Gebrauch von Bierfässern erreicht. Gifford stellte sicher, dass Walsingham Zugang zu der Korrespondenz erhielt. Hierdurch wurden die Bitten von Maria an die Franzosen und die Spanier aufgedeckt.

Am 6. Juli 1586 schrieb Babington Maria Stuart einen Brief, in dem er ihr den Plan seiner Gruppe von Verschwörern zur Ermordung Elisabeths und der Einsetzung von Maria als Königin von England eröffnete. Er bat darin, Maria als rechtmäßige Thronanwärterin möge das Vorhaben autorisieren. Maria antwortete Babington, in dem sie die Notwendigkeit der Auslandshilfe betonte, falls der Rettungsversuch erfolgreich sein sollte. Die verschlüsselte Korrespondenz konnte Walsingham mit Hilfe des erfahrenen Dechiffrierers Thomas Phelippes entziffern. Als Walsingham und seine Beamten genügend Beweise gesammelt hatten - es wird vermutet, dass einige davon gefälscht wurden -, griffen sie ein und verhafteten Babington und seine Anhänger.

Am 18. September 1586 wurden Babington und seine dreizehn Mitverschwörer wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Babingtons Angebot, Elisabeth für eine Begnadigung 1000 £ zu zahlen, wurde zurückgewiesen. Die Hinrichtung der ersten sieben Verschwörer einschließlich Anthony Babington, John Ballard und Chidiock Tichborne fand zwei Tage später am 20. September 1586 statt. Die Verurteilten wurden gehängt, ausgeweidet und gevierteilt (hanged, drawn and quartered). Anschließend wurden ihre Körperteile an bestimmten Stellen der Stadt zur Schau gestellt, um die Widersacher der Monarchie abzuschrecken. Maria Stuart wurde am 8. Februar 1587 enthauptet.

Verfilmung[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Charles Cotton, The Bardon Papers. A Collection of Contemporary Documents (MS. Eg. 2124) Relating to the Trial of Mary Queen of Scots, 1586, Transactions of the Royal Historical Society .

Weblinks[Bearbeiten]