Anthony Benezet

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Benezet unterrichtet farbige Kinder
Illustration in einem Buch von 1850

Anthony Benezet, oder Antoine Bénézet (* 31. Januar 1713 in Saint-Quentin; † 3. Mai 1784 in Philadelphia) war amerikanischer Lehrer und Abolitionist.

Biographie[Bearbeiten]

Anthony Benezet wurde 1713 als Antoine Bénézet in Saint-Quentin, Frankreich geboren. Seine Familie waren Hugenotten. Wegen der Verfolgungen von Protestanten verließ die Familie Frankreich, zunächst nach Rotterdam, später nach Greenwich und dann nach London. 1727 trat er der Religious Society of Friends bei. 1731 wanderte die Familie nach Philadelphia aus.

Anthony Benezet und John Woolman waren die ersten amerikanischen Abolitionisten. In Philadelphia gelang es ihm, die Quäker davon zu überzeugen, dass Sklavenhaltung unvereinbar mit dem christlichen Glauben sei. Er meinte, dass das Verbot der Sklaverei auf den britischen Inseln auch für die Kolonien, die späteren Vereinigten Staaten, gelten müsse.

Nach einigen erfolglosen Jahren als Kaufmann begann er 1739 als Lehrer an einer Schule in Germantown, Pennsylvania. 1742 ging er zur Quäker-Schule in Philadelphia (die heutige William Penn Charter School). Ab 1750 bot er Unterricht in Nachtklassen für schwarze Sklaven an.

1754 verließ er die Quäkerschule und gründete eine eigene Schule, die erste Mädchenschule auf dem amerikanischen Kontinent. 1770 gründete er die Negro School in Philadelphia.

Benezet starb am 3. Mai 1784; er wurde auf dem Quäkerfriedhof in Philadelphia begraben.

Literatur[Bearbeiten]