Anthony Hyman

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Anthony Hyman (* 27. Mai 1962 in Haifa) ist ein britischer Zellbiologe. Er ist seit 1999 einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden und Leibniz-Preisträger 2011.

Leben[Bearbeiten]

Hyman studierte Zoologie am University College der University of London und schloss dort 1984 seinen Bachelor ab. Von 1985 bis 1987 arbeitete er im Rahmen seiner Promotion am King’s College in Cambridge in der Gruppe von John White über den Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Dieser Wurm wurde von dem späteren Nobelpreisträger Sydney Brenner als Modellorganismus etabliert und untersucht. Brenner war seit 1979 Leiter des molekularbiologischen Labors des MRC, an dem Hyman über entwicklungsbiologische Vorgänge bei der Zellteilung im C. elegans-Embryo promovierte. Im Anschluss an seine Promotion 1988 arbeitete Hyman als Postdoc bei Tim Mitchison an der University of California in San Francisco, bis er 1993 als Gruppenleiter an das EMBL nach Heidelberg wechselte. In San Francisco wie in Heidelberg beschäftigte er sich mit der Rolle der Mikrotubuli bei der Zellteilung, was bis heute einer seiner Forschungsschwerpunkte ist.

Seit 1999 arbeitet Hyman als Direktor am MPI-CBG in Dresden. Im Jahr 2007 wurde er als „Fellow“ (Mitglied) in die Royal Society aufgenommen. Für seine Forschungen über das Mikrotubuli-Zytoskelett erhielt Hyman 2011 einen der den mit 2,5 Mio. Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise.

Sonstiges Engagement[Bearbeiten]

Hyman engagiert sich auf politischer Ebene seit 2009 als Mitglied des Ausländerbeirates der Landeshauptstadt Dresden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dresden.de/de/02/030/03/c_03.php

Weblinks[Bearbeiten]