Antidoron

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Antidora

Antidoron (griech. ἀντίδωρον, „Ersatzgabe“) heißt in den Kirchen des Byzantinischen Ritus gesegnetes Brot, das nach der Göttlichen Liturgie ausgeteilt wird. Es ist nicht der sakramentale Leib Christi und darum nicht allein den zur Kommunion zugelassenen orthodoxen Gläubigen vorbehalten.

Liturgiegeschichtlicher Hintergrund[Bearbeiten]

Das Antidoron gilt als ein Rest der altkirchlichen Gewohnheit der Gläubigen, die für die Eucharistie, für die Agape und für die Armenfürsorge benötigten Speisen selbst zur Kirche mitzubringen, wo sie für die verschiedenen Zwecke aufgeteilt und verwendet wurden. Liturgiehistorisch ist es der in Konstantinopel umgestaltete Nachfahre einer nahöstlichen Kommunion extra missam (Typika).

Heutiger Brauch[Bearbeiten]

Heute werden, gemäß jahrhundertealtem Brauch, den für die Eucharistie bereitgestellten Broten zunächst die zur Konsekration bestimmten Teile entnommen. Das übrigbleibende Brot wird in kleine Stücke geschnitten, diese werden gesegnet und als Antidora verteilt.

Verwandte Riten[Bearbeiten]

Auch andere Ostkirchen kennen unter anderen Bezeichnungen denselben Brauch, praktizieren ihn jedoch nicht allsonntäglich. Im Bereich des Römischen Ritus gibt es zu regional unterschiedlichen Anlässen Brotsegnungen.

In Taizé wird nach der Sonntagseucharistie regelmäßig gesegnetes Brot für die Ungetauften sowie für diejenigen ausgeteilt, die aus persönlichen Gründen nicht kommunizieren wollen. In ökumenischen Gottesdiensten wird gelegentlich gesegnetes Brot als Ersatz für die fehlende eucharistische Gemeinschaft ausgeteilt.

Literatur[Bearbeiten]