Antidot

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Eine Sammlung von Antidot-Autoinjektoren des US-Militärs

Das Antidot oder Antidoton (von lat. antidotum „Gegenmittel, Gegengift“)[1] ist ein (stoffliches) Gegenmittel zu Giften, Toxinen, Medikamenten oder anderen Substanzen, die auf einen Organismus Einfluss nehmen.

Nur bei parenteraler Applikation dient das Antiserum (griechisch-lateinisches Kompositum, Gegenserum, lat. serum, Molke) dem gleichen Zweck. In der Serologie stehen die Begriffe Antiserum oder Immunserum für die im Blutserum eines Menschen oder Tieres enthaltenen Immunglobuline.

Wirkprinzipien[Bearbeiten]

Das Antidot vermag

Ein Antidot kann über eine oder mehrere dieser Fähigkeiten verfügen und so die Gefährlichkeit des Zustandes für den betroffenen Organismus verringern oder ganz beseitigen. Antidote können selbst ebenfalls toxisch wirken, so dass ihre prophylaktische Anwendung beschränkt ist.

Beispiele[Bearbeiten]

Anwendungsbereiche[Bearbeiten]

Antidote wurden ursprünglich zu zivilen therapeutischen Zwecken angewendet. Mit der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, die beispielsweise eine biologische oder chemische Kriegsführung ermöglichen, wuchs auch die militärische Bedeutung von Gegenmitteln. Vermehrt werden deshalb Soldaten auch mit Autoinjektoren ausgerüstet, um sich in geeigneten Fällen selbst ein Antidot verabreichen zu können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Erich Pertsch: Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Lateinisch-Deutsch. Langenscheidt, Berlin 1978, ISBN 3-468-07201-5.
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