Antiintellektualismus

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9. August 2012‎

Antiintellektualismus ist gekennzeichnet durch Feindseligkeit und Misstrauen gegenüber dem Intellekt, den Intellektuellen und allen intellektuellen Bestrebungen. Er äußert sich gewöhnlich durch Verspottung und Verunglimpfung von Bildung, Philosophie, Literatur, Kunst und Wissenschaft, die als nutzlos und verachtenswürdig empfunden werden. Auch selbsternannte Angehörige der „Intelligenz“, die es ablehnen, an starren Formen der althergebrachten Lehrmeinung festzuhalten, werden als antiintellektuell bezeichnet.

Die Selbstdarstellung des Antiintellektualismus in der öffentlichen Wahrnehmung ist gewöhnlich so gehalten, dass der Antiintellektuelle sich als Vorreiter der Bevölkerungsmehrheit wahrnimmt und präsentiert. Auch nimmt er die Rolle der Populisten gegen politischen und akademischen Elitarismus ein. Basis seiner Argumentation ist die Überzeugung, dass die gebildete Bevölkerung sowohl die politische Diskussion als auch die gesellschaftlichen Belange dominiert und als soziale Klasse völlig losgelöst von den alltäglichen Problemen der durchschnittlichen Bevölkerungsmehrheit existiert.

Generell wird der Begriff des Antiintellektualismus abwertend und herabsetzend gebraucht. Allein der bloße Vorwurf des Antiintellektualismus ist geeignet, einen Gegner in Misskredit zu bringen, ohne sich differenziert dessen Argumenten widmen zu müssen. Seine extreme Ausprägung erlebte der Antiintellektualismus wahrscheinlich während der 1970er Jahre im Kambodscha unter Pol Pot und den Roten Khmer, als Menschen bereits für das Tragen einer Brille oder für ihren Status als Akademiker getötet wurden.

Ausdrucksformen des Antiintellektualismus[Bearbeiten]

Antiintellektualismus ist gewöhnlich durch „Andersartigkeit“ gekennzeichnet. Der Intellektuelle ist „keiner von uns“. Da er nicht zur eigenen Durchschnittsschicht gehört, und darum auch wenig Einfühlungsvermögen in die Belange des „einfachen Volkes“ besitzt, gilt er als potenziell gefährlich. Historisch resultierte diese Sichtweise darin, dass Intellektuelle von der ländlichen Bevölkerung als arrogante Oberklasse und „feine Großstädter“ porträtiert wurden. Diese Sichtweise war geprägt von einer stereotypen Darstellung des Intellektuellen als Fremdling, der „anders dachte“ als die einheimische Mehrheit.

Religiöse Kritiker beschreiben den Intellektuellen als anfällig für mentale Instabilität und bestätigen ihm einen tendenziellen Hang zu Genie und Wahnsinn. Potenziell atheistisch eingestellt, ist er grundsätzlich anders als die normale Bevölkerung. Als weniger anständig gilt er überdies auch wegen seiner sexuellen Gewohnheiten, beispielsweise der Homosexualität oder dem häufigen Partnerwechsel.

Der Ökonom Thomas Sowell propagiert die Unterscheidung der vernünftigen und der unvernünftigen Skepsis gegenüber dem Intellektuellen. So sind Intellektuelle, die sich lediglich „mit Ideen und Gedanken beschäftigen“ von denen zu unterscheiden, die diese Ideen und Gedanken auch praktisch anwenden. Sowell gesteht dem Intellektuellen durchaus ein besonderes Fachwissen auf seinem Fachgebiet zu. Allerdings beschränke sich das Wissen ausschließlich auf diesen Spezialbereich und schließe alle anderen Bereich aus. Auch ist, Sowell zufolge, der Intellektuelle wenig empfänglich für die Konsequenzen seiner eigenen Fehler.

Literatur[Bearbeiten]