Antimon(III)-chlorid
| Kristallstruktur | |||||||||||||||||||
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| Sb3+: __ / Cl−: __ | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Antimon(III)-chlorid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | SbCl3 | ||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 10025-91-9 | ||||||||||||||||||
| PubChem | 24814 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, hygroskopische, weiche Masse mit stechendem Geruch[1] |
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 228,11 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
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| Dichte |
3,14 g·cm−3[1] |
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| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
223 °C[1] |
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| Dampfdruck | |||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| LD50 |
525–675 mg·kg−1 (Ratte, peroral)[2] |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||||
Antimon(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Antimon und Chlor Es gehört zur Stoffklasse der Chloride.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Antimon(III)-chlorid wurde zuerst von Johann Rudolph Glauber dargestellt.
[Bearbeiten] Gewinnung und Darstellung
Antimon(III)-chlorid kann durch Reaktion von Antimon oder Antimon(III)-oxid mit konzentrierter Salzsäure gewonnen werden.[2]
[Bearbeiten] Eigenschaften
[Bearbeiten] Physikalische Eigenschaften
Antimon(III)-chlorid kristallisiert in einer verzerrten Uran(III)-chlorid-Struktur. Es liegt in Form einer weichen Masse mit stechendem Geruch vor, welche an feuchter Luft raucht. Die Dämpfe von Antimon(III)-chlorid sind 7,88 mal schwerer als Luft.
[Bearbeiten] Chemische Eigenschaften
Antimon(III)-chlorid ist leicht löslich in Wasser, hydrolysiert jedoch heftig bei Zugabe größerer Mengen Wasser, wobei Antimonhypochlorit und Chlorwasserstoff entstehen.
[Bearbeiten] Verwendung
Antimon(III)-chlorid wird als Reagenz zum Nachweis von Vitamin A und anderen Carotinoiden beim Carr-Price-Test verwendet, wobei eine blaue Komplexverbindung entsteht, die durch Kolorimetrie gemessen werden kann. Es dient weiterhin als Katalysator für Polymerisations- und Chlorierungsreaktionen in der organischen Chemie, bei der Herstellung von Flammschutzmitteln, Pigmenten und anderen Antimonverbindungen. Weiterhin wurde die Verbindung früher Absinth zugesetzt, um künstlich eine milchige Trübung des Getränks hervorzurufen.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
Antimon(III)-chlorid ist als krebserzeugend nach Kategorie 2 und keimzellmutagen nach Kategorie 3B eingestuft.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 10025-91-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Oktober 2007 (JavaScript erforderlich).
- ↑ a b c d Toxikologische Bewertung von Antimon(III)-chlorid bei BG Chemie, abgerufen am 22. August 2012.
- ↑ a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 10025-91-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
- ↑ Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
