Antimon(III)-iodid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Antimon(III)-iodid
__ Sb3+     __ I
Allgemeines
Name Antimon(III)-iodid
Andere Namen

Antimontriiodid

Verhältnisformel SbI3
CAS-Nummer 7790-44-5
PubChem 24630
Kurzbeschreibung

rubinroter Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 502,46 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,77 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

170 °C[1]

Siedepunkt

401 °C[1]

Löslichkeit
  • zersetzt sich in Wasser[1]
  • schlecht löslich in Aceton und Ethanol[2]
  • löslich in Kohlenstoffdisulfid und Salzsäure[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​411
P: 261​‐​273​‐​301+312​‐​304+340​‐​312​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Umweltgefährlich Gesundheitsschädlich
Umwelt-
gefährlich
Gesundheits-
schädlich
(N) (Xn)
R- und S-Sätze R: 20/22​‐​51/53
S: 61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Antimon(III)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Antimons aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Antimon(III)-iodid kann durch Reaktion von Antimon mit Iod in Benzol, Kohlenstoffdisulfid oder Tetrachlorethan gewonnen werden.[5][6]

\mathrm{2 \ Sb + 3 \ I_2 \longrightarrow 2 \ SbI_3}

Es lässt sich auch durch Reaktion von Antimon(III)-chlorid mit Bortriiodid darstellen.[7]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Antimon(III)-iodid ist ein rubinroter Feststoff, der sich in Wasser und Luft zu Antimonoxidiodid SbOI zersetzt. Seine wässrige Lösung reagiert sauer.[1] Mit Alkaliiodiden formt es Komplexsalze.[6] Es besitzt eine Kristallstruktur vom Bismut(III)-iodid-Typ.[7] Die Verbindung kommt auch in einer gelb-grünen monoklinen Modifikation vor.[8]

Verwendung[Bearbeiten]

Antimon(III)-iodid wird in der Medizin verwendet.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Eintrag zu CAS-Nr. 7790-44-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 7. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt Antimony(III) iodide, 98% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 8. August 2013 (PDF).
  3.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 143981462-7, S. 37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b Antimon(III)-iodid in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 14. August 2013.
  6. a b  Anil Kumar De: A Text Book of Inorganic Chemistry. New Age International, 2007, ISBN 812241384-6, S. 471 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. a b  A. F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Inorganic Chemistry. Academic Press, 2001, ISBN 012352651-5, S. 761, 817 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8.  N.C. Norman: Chemistry of Arsenic, Antimony and Bismuth. Springer, 1998, ISBN 075140389-X, S. 96 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).