Antizipation (Genetik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Antizipation bezeichnet man in der Genetik den zunehmenden Schweregrad oder die frühere Manifestation einer genetisch bedingten Krankheit bei aufeinanderfolgenden Generationen. Sie bezeichnet also die frühere Herausbildung von Entwicklungsmerkmalen einer Generation gegenüber der vorangehenden Generation. Dies tritt besonders bei Trinukleotiderkrankungen auf. Als Ursache wird eine Expansion der krankheitsauslösenden instabilen Repeat-Mutation gesehen. Am Beispiel der autosomal dominant vererbten Chorea Huntington Krankheit kann man feststellen, dass sich die Zahl des CAG-Triplet-Repeats im Vergleich zur Elterngeneration, vergrößert hat.

Beispiele[Bearbeiten]