Antoaneta Stefanowa

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Antoanete Stefanova grandmaster.jpg
Antoaneta Stefanowa 2005
Name Antoaneta Stefanowa
Verband BulgarienBulgarien Bulgarien
Geboren 19. April 1979
Sofia, Bulgarien
Titel Internationaler Meister (1997)
Großmeister (2002)
Weltmeisterin 2004–2006
Aktuelle Elo-Zahl 2517 (Dezember 2014)
Beste Elo-Zahl 2560 (Januar 2003, Mai 2010)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Antoaneta Stefanowa (bulgarisch Антоанета Стефанова, * 19. April 1979 in Sofia) ist eine bulgarische Schachspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Sie erlernte das Schachspiel im Alter von vier Jahren zusammen mit ihrer drei Jahre älteren Schwester Liana von ihrem Vater Andon Stefanow. Bereits im Alter von sieben Jahren wurde sie Stadtmeisterin von Sofia.

1989 wurde sie in Puerto Rico Jugendweltmeisterin der Altersklasse U10 weiblich und gewann dabei alle 11 Partien. 1992 wurde sie Jugendeuropameisterin der Altersklasse U14 weiblich. Im selben Jahr spielte sie ihre erste Schacholympiade. 1995 gewann sie die Landesmeisterschaft der Frauen mit 13 Punkten aus 14 Partien. 2000 wurde sie in die bulgarische Nationalmannschaft der Männer berufen. 2002 wurde sie in Warna Schacheuropameisterin. Im selben Jahr errang sie den Titel eines Großmeisters.

2004 gewann sie in Elista durch einen 2,5:0,5-Sieg im Finale gegen Jekaterina Kowalewskaja die Schachweltmeisterschaft der Frauen. Kurz zuvor hatte sie bei der Europameisterschaft der Frauen in Dresden den dritten Platz belegt. Als Weltmeisterin war Stefanowa für den Schach-Weltpokal 2005 qualifiziert, bei dem sie in der ersten Runde Ivan Sokolov mit 0,5:1,5 unterlag. 2008 gewann sie den North Urals Cup in Krasnoturjinsk, das mit einem Elo-Schnitt der Teilnehmerinnen von 2522 als bestbesetztes Frauenturnier aller Zeiten bezeichnet wurde.

Im Juni 2012 gewann sie in Batumi die Frauen-Weltmeisterschaft im Schnellschach.

Ihre höchste Elo-Zahl betrug 2560 im Januar 2003 und ebenso wieder im Mai 2010; damit lag sie auf Platz 2 (Januar 2003) bzw. auf Platz 4 (Mai 2010) der Frauenweltrangliste.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Seit 1992 nahm Stefanowa an allen zwölf Schacholympiaden teil. Sie spielte 2000 in der offenen Klasse[1], bei den übrigen Austragungen im Wettbewerb der Frauen.[2][3] Seit 1999 nahm sie an allen acht Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen am Spitzenbrett teil und gewann dabei zwei individuelle Medaillen. 2009 hatte sie das zweitbeste, 2005 das drittbeste Einzelergebnis am ersten Brett.[4]

Vereine[Bearbeiten]

Die russische Mannschaftsmeisterschaft der Frauen gewann Stefanowa 2004 und 2005 mit dem AWS Krasnoturjinsk, mit dem sie auch sechsmal am European Club Cup der Frauen teilnahm und diesen 2011 gewann[5], 2009 mit der Mannschaft von Spartak Widnoje, mit der sie im selben Jahr auch den European Club Cup der Frauen gewann[5]. In der britischen Four Nations Chess League (4NCL) spielte sie erstmals in der Saison 2002/03 für Guildford A&DC, seit 2012 spielt sie erneut für diese Mannschaft und gewann die 4NCL 2013 und 2014. In Frankreich spielte Stefanowa von 2002 bis 2009 für Clichy-Echecs-92. Sie spielte in den Saisons 2004/05 und 2005/06 in der höchsten Spielklasse, der Top 16, und gewann 2003, 2005, 2007 und 2009 die französische Mannschaftsmeisterschaft der Frauen. Stefanowa hat auch schon für RAD Belgrad und ULIM Chişinău gespielt.[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Vladimir Georgiev und Simeon Stoichkov: Antoaneta Stefanova. CIELA, Sofia 2004. ISBN 954-649-735-5 (Text bulgarisch und englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Antoaneta Stefanova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antoaneta Stefanowas Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  2. Antoaneta Stefanowas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  3. Ergebnisse der bulgarischen Mannschaft bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf olimpbase.org (englisch)
  4. Antoaneta Stefanowas Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  5. a b c Antoaneta Stefanowas Ergebnisse bei European Club Cups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)