Antoine Seilern und Aspang

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Antoine Edward Graf Seilern und Aspang, auch bekannt als Antoine Seilern, selten Anton Seilern (* 17. September 1901 in Farnham, Surrey; † 6. Juli 1978 in London) war ein österreichisch-britischer Kunsthistoriker und Kunstsammler.

Leben[Bearbeiten]

Triptychon von Robert Campin, 1415 (sogen. Seilern-Triptychon)

Er war der jüngste von drei Söhnen des österreichischen Grafen Carl Seilern und Aspang (1866–1940) und der amerikanischen Erbin Antoinette Woerishoffer (1875–1901). Deren Mutter Anna Woerishoffer (1850–1931) war die jüngste Tochter der deutsch-amerikanischen Zeitungsverlegerin Anna Ottendorfer.

Seine Sammlung von Kunstwerken war in der Zwischenkriegszeit berühmt, er lebte in Wien am Brahmsplatz 1. Er war mit Karl Graf Lanckoroński befreundet. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland emigrierte Seilern nach London.

Seine Kunstsammlung, die über 120 Gemälde groß war und auch Zeichnungen umfasste, widmete er dem Courtauld Institute of Art. Sie ist bekannt als The Princes Gate Collection, benannt nach der Londoner Adresse der Residenz des Grafen.

Im Jahre 2010 kuratierte Stephanie Buck in der Courtauld Gallery die Ausstellung Michelangelo's Dream. Die Ausstellung basierte auf der Zeichnung Michelangelos Il sogno oder Der Traum vom menschlichen Leben aus dem Jahre 1533, die Teil der Schenkung war. Weitere Zeichnungen Michelangelos, die dieser seinem Schüler Tommaso de' Cavalieri geschenkt hatte, wurden aus anderen Museen in dieser Ausstellung zusammengeführt.

Ein bedeutendes Kunstwerk, das Seilern in Auftrag gab, war Prometheus von Oskar Kokoschka.

Ausstellungskatalog[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]