Antoine Tassaert

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Kopf eines Cupido, 1769 (Bode-Museum, Berlin)
Pyrrha ou la Population, 1773 (Louvre, Paris)

Jean-Pierre-Antoine Tassaert (* um 1727 in Antwerpen (Taufe 19. August); † 21. Januar 1788 in Berlin) war ein französisch-flämischer Bildhauer am Übergang des Rokoko zum Klassizismus.

Tassaert stammt aus einer Bildhauerfamilie und erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Er ging dann zunächst nach England und 1746 nach Paris, wo er im Atelier von René Michel Slodtz arbeitete und u.a. durch eine Statue Ludwig XV. bekannt wurde.

Tassaert war mit Marie-Edmée Tassaert, geb. Moreau (1736–1791) verheiratet, einer Miniaturmalerin aus Paris. Sie bildete den 13-jährigen Johann Gottfried Schadow im Zeichnen aus.

Prinz Heinrich von Preußen beauftragte ihn, mehrere Statuen und Gruppen für sein Palais in Berlin auszuführen, wohin Tassaert um 1770 übersiedelte.

Hier entfaltete er eine rege Tätigkeit und wurde Rektor der Kunstakademie. Einer seiner Schüler und späterer Nachfolger war Johann Gottfried Schadow.

Er schuf unter anderem die Statuen der Generäle Friedrich Wilhelm von Seydlitz und James Keith auf dem (ehemaligen) Wilhelmplatz in Berlin (später entfernt und durch Statuen des Bildhauers August Kiß ersetzt; Originale im Bode-Museum erhalten) und Büsten Friedrichs II. und Moses Mendelssohns.

Kinder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • P. Seidel: Tassaert, Jean Antoine. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 407–409.
  • Rita Hofereiter: Venus in der Kiste. Ein »morceau de réception« des Bildhauers Jean Pierre Antoine Tassaert für König Friedrich II. von Preußen. In: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Jahrbuch 2 (1997/1998), S. 41-58. (Digitalisat auf perspectivia.net, abgerufen am 25. Februar 2013).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jean-Pierre-Antoine Tassaert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien