Anton Dimitrow

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Anton Dimitrow

Anton Dimitrow Filachtetschew (auch Andon, oder Anton Dimitrov Filahtechev geschrieben; bulgarisch Антон Димитров Филахтечев, bzw. Андон; * Januar 1867 in Ajwatowo, heute Lete in Griechenland; † 13. März 1933 in Sofia, Bulgarien) war ein bulgarischer Revolutionär, Gründer und Mitglied des BMARK (Bulgarischen Makedonien-Adrianopeler Revolutionären Komitees, später in Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation umbenannt).

Anton Dimitrow wurde in der osmanischen Stadt Ajwatowo, heute Lete, bei Thessaloniki in Nordgriechenland geboren. 1889 beendete er das bulgarische Männergymnasium in Thessaloniki und begann ein Studium der Rechtswissenschaft in Konstantinopel. Er unterbrach sein Studium wegen Krankheit und kehrte nach Thessaloniki zurück, wo er zwischen 1892 und 1897 am bulgarischen Männergymnasium die türkische Sprache unterrichtete. Ab 1894 unterrichtete Dimitrow auch Bulgarisch am türkischen Gymnasium in der Stadt.

Am 23. Oktober 1893 war er neben Christo Tatartschew, Dame Gruew, Christo Batandschiew, Petar Poparsow und Iwan Chadschinikolow, Gründer des bulgarischen revolutionären Komitees in Thessaloniki, das am Beginn der Bulgarischen Makedonien-Adrianopeler Revolutionären Komitees (kurz BMARK) stand. Dabei war Dimitrow seit der Gründung der Organisation Mitglied des Zentralkomitees.

Nach 1897 arbeitete Dimitrow als Lehrer in der bulgarischen Schule in Bitola. Ab 1899 studierte er erneut Rechtswissenschaft, jedoch in Lüttich. Das Studium absolvierte Dimitrow erfolgreich 1901. Ab November des gleichen Jahres war er praktizierender Anwalt in Bitola und gleichzeitig Mitglied der Führung der BMARK. Im November 1903 wurde er Direktor der bulgarischen Schulen in Prilep und 1904 zum Richter am Amtsgerichts von Bitola gewählt.

Nach der jungtürkischen Revolution von 1908 war Dimitrow Gründungsmitglied der Partei Union der bulgarischen Verfassungsclubs in Makedonien, auf deren Gründungskonferenz er zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Als nach dem Zweiten Balkankrieg 1913 Makedonien Teil Serbiens wurde, floh Poparsow (s. Makedonische Bulgaren) nach Bulgarien, wo er in einigen Ministerien arbeitete. Ab 1920 war er Vorsitzender der Mazedonischen Brüdervereine in Bulgarien (bulg. македонските братства в България).

Anton Dimitrow verstarb am 13. März 1933 in Sofia.

Quellen[Bearbeiten]

  • Boris Nikolow: Вътрешна македоно-одринска революционна организация. Войводи и ръководители (1893-1934). Биографично-библиографски справочник, Sofia, 2001, S. 164.
  • Todor Petrow und Zotscho Biljarski: ВМОРО през погледа на нейните основатели. Спомени на Дамян Груев, д-р Христо Татарчев, Иван Хаджиниколов, Антон Димитров и Петър Попарсов. Sofia, 2002, S. 212