Anton Florian (Liechtenstein)

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Anton Florian (* 28. Mai 1656 auf Schloss Wilfersdorf; † 11. Oktober 1721 in Wien) war der 5. Fürst von Liechtenstein von 1718-1721.

Anton Florian von Liechtenstein
Anton Florian von Liechtenstein

Anton Florian wurde sehr früh auf die Übernahme einer wichtigen politischen Funktion am Hofe des Kaisers vorbereitet. Deshalb erhielt er 1676 das Amt des kaiserlichen Kämmerers sowie 1687 eines ungarischen Indigenten. Zwei Jahre später erfolgte die Aufnahme in den Geheimen Rat und so entsandte Kaiser Leopold I. ihn als außerordentlichen Gesandten und ab 1691 als Botschafter an den päpstlichen Hof nach Rom.

Aufgrund seines enormen Wissens wurde Anton Florian mit der Erziehung Erzherzog Karls, des späteren Kaisers Karl VI., betraut und zu dessen Obersthofmeister bestellt. Nach seiner Auszeichnung mit dem Orden vom Goldenen Vlies reiste er von 1703 bis 1711 zum nunmehrigen König Karl III. von Spanien, als dessen Obersthofmeister und Erster Minister, um dort für diesen im Spanischen Erbfolgekrieg mitzukämpfen. Seitdem trug er den Titel eines spanischen "Grande".

Als er 1718 zurückkehrte, stellte er sich an die Spitze der Regierung Liechtensteins und nahm den Titel eines Fürsten an. Fürst Anton Florian ist es zu verdanken, dass auch all seine fürstlichen Nachfolger automatisch mit einem Sitz im Reichsfürstenrat belehnt werden. Um dies gesetzlich festzulegen und zu verankern, erhob der Kaiser die Herrschaften Schellenberg und Vaduz in die Reichsunmittelbarkeit und schuf damit endgültig ein souveränes Reichsfürstentum Liechtenstein.

Er war mit seiner Cousine Anna Maria von Liechtenstein verheiratet, die Ehe blieb kinderlos.

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