Anton Gill

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Anton Gill (* 1948 in Ilford) ist ein englischer Autor. Er lebt in London und Paris. Für die Bücher, die sich an das Videospiel Assassin’s Creed anlehnen, tritt er unter dem Pseudonym Oliver Bowden auf.[1]

Leben[Bearbeiten]

Er ist als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter in London aufgewachsen. Seine Eltern starben beide 1995. Seine Mutter war Lehrerin für die Fächer Englisch, Russisch und Theater. Sein Vater war Ingenieur. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Bamberg.

Im Alter von 12 bis 18 Jahren besuchte er die Chigwell School in Essex. Hier wurde der Grundstein für seine Theaterleidenschaft gelegt. Mit 19 Jahren ging er dann an die University of Cambridge und vertiefte sein Wissen in der Theaterkunst. Er studierte Englische Literatur mit Deutsch und Französisch als Nebenfächern. 1970 schloss Gill seine Zeit an der Universität nicht nur in seinen Studienfächern, sondern auch als Präsident des Cambridge University Footlights Dramatic Club ab.

Von 1970 bis 1976 arbeitete er als Assistent des Direktors am Royal Court Theatre in London und schrieb verschiedene Stücke. In dieser Zeit arbeitete er unter anderem mit dem Theaterregisseuren Lindsay Anderson und Anthony Page sowie den Schriftstellern Samuel Beckett und Athol Fugard zusammen.

In der Zeit von 1976 bis 1978 war er Theaterdirektor am Arts Concil of Great Britain. In dieser Zeit verfasste er außerdem verschiedene Radiobeiträge für das BBC. In dieser Zeit schrieb er seine erste Biographie über Alexander Pope „The Spider’s Touch“.

1981 und 1982 arbeitete er für den Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. 1982 lernte er seine erste Frau Nicola Browne in Ägypten kennen. Die Ehe blieb kinderlos und endete 1998. Er arbeitete bis 1984 als freier Schreiber und Journalist für verschiedene Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Im Mai 1984 verschrieb er sich dann ganz dem Schreiben. Er beschäftigte sich ausgiebig mit der zeitgenössischen europäischen Geschichte. Dabei entstand sein erstes Werk, das im antiken Äqypten spielt: „Martin Allen is Missing“, und er arbeitete an einer Serie von Thrillern. An seiner Arbeit liebt er besonders die Gespräche mit Zeitgenossen und lässt sich für seine Bücher inspirieren. In den Folgejahren reiste Anton Gill viel durch die Welt und ließ sich durch verschiedene Kulturen anregen. In dieser Zeit entstanden unterschiedliche Bücher, die alle von seinen Reisen geprägt sind.

2005 heiratete Anton Gill seine zweite Frau, die Schauspielerin Marji Campi. Seit dieser Zeit verbringt er immer mehr Zeit in Frankreich. Das Land fasziniert ihn seit seinem ersten Besuch 1967. Seitdem schreibt er gelegentlich für das SKI MAGAZIN, für die Zeitschrift Woman oder auch Country Living. Anton Gill ist Mitglied bei Greenpeace.[1]

Anton Gill schreibt hauptsächlich Sachbücher, wie das 2010 erschienene Buch über die Titanic „Titanic: The Real Story of The Construction of The World’s Most Famous Ship“. Außerdem veröffentlichte er unter dem Pseudonym Oliver Bowden die erfolgreichen Romane zum Videospiel Assassin's Creed.

Preise[Bearbeiten]

1988 erhielt er den Harold Hyam Wingate Award in der Kategorie non-fiction für seine Studie über Überlebende des Nazi Konzentrationslagers „The Journey Back From Hell“[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Martin Allen is Missing (study of missing children in London) - Corgi Books, London, 1984
  • How to Be Oxbridge (satirical history of Oxford and Cambridge universities since World War Two) - Grafton Books, London, 1985; Kenkyusha, Tokyo, 1988
  • Croquet: Complete Guide(social history of the game of croquet on both sides of the Atlantic) - Heinemann, London, 1986
  • Mad about the boy.(biography of pop-singer Boy George) - Century, London, 1987
  • The Journey Back From Hell - Grafton, London, 1988 and 1989; Morrow, NYC, 1989; Avon, NYC, 1990; HarperCollins UK, London, 1994; reprinted 1996 and 1998
  • Berlin to Bucharest(travels in Eastern Europe just before the counter-revolutions there - ie in 1988 and 1989) - Grafton, London, 1990; David and Charles, NYC, 1992; Hollandia, Amsterdam, 1993
  • A Dance Between Flames(a general history of Berlin between the two world wars) - John Murray, London, 1993; Carroll and Graf, NYC, 1994; Abacus, London, 1995
  • Ruling Passion(sexuality and the British Empire) - BBC Books, London, 1995
  • The Hanging Gale (novel based on drama serial about the C19 Irish famine) - BBC Books, London, 1995
  • Last talons of the eagle (with Gary Hyland; about avant-garde German military aeroplane development in the Second World War) - Headline, London, 1998
  • Art Lover: A Biography of Peggy Guggenheim - THE LIFE OF AN ART ADDICT - HarperCollins UK 2001/USA 2002 (as ART LOVER)/ Random House - Mondadori, Barcelona, Spain 2002/Globus Brazil 2004/Poland/S. Korea/Italy/Greece - 2004 +. Paperback editions 2004 + /Hungary 2006; repr. UK 2007
  • The Great Escape: The Full Dramatic Story with Contributions from Survivors and Their Families (account of the escape of RAF POWs from Stalag-Luft III in 1944) - Headline, 2002; Poland, 2004; paperback 2004
  • Il Gigante (Florence, Michelangelo and the David, 1492 - 1504) - Headline, 2002; St Martin’s Press, USA, 2004; also Japan, Korea, Italy, 2004 – 2005
  • A City of Dreams (Egyptian Mysteries) (history of the land & people, accompanies C4 series) HarperCollins, 2003; paperback UK 2004
  • Gateway of the Gods: The Rise and Fall of Babylon(a history of Ancient Mesopotamia) Quercus - UK publ. Nov 2008
  • Assassin's Creed: Renaissance (by Oliver Bowden) (novel) Penguin Books, UK and worldwide from Nov 2009 (25 in top 50 London, Christmas, 2009)
  • Titanic: The Real Story of The Construction of The World’s Most Famous Ship (non-fiction – accompanies C4 series, Titanic – The Mission) Channel 4 Books/Transworld, October 2010
  • Assassin's Creed – Brotherhood (by Oliver Bowden) Penguin Books, UK & worldwide from Nov 2010 (8 in Tesco top 50, Christmas, 2010)
  • Assassin's Creed: The Secret Crusade (by Oliver Bowden)
  • Assassin's Creed: Revelations (by Oliver Bowden) November 2011
  • Assassins' Creed: Forsaken (by Oliver Bowden) November 2012
  • Assassin's Creed: Black Flag (by Oliver Bowden) November 2013

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Homepage von Anton Gill

Weblinks[Bearbeiten]