Anton Noder

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Anton Alfred Noder (* 29. Juli 1864 in München; † 7. Mai 1936), mit dem Künstlernamen A. De Nora, war ein Arzt und Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Anton Alfred Noder wurde am 29. Juli 1864 in München geboren. Da sein Vater als Landarzt in schwäbischen und fränkischen Landstädtchen tätig war, verbrachte er seine Jugend überwiegend auf dem Lande. Die Schule besuchte er in Kempten, Neuburg und München. Ab 1882 studierte Noder an der Münchener Universität Medizin, arbeitete nach seiner Promotion zum Dr.med. 1889 als Arzt in Türkheim, und ab 1910 in München. Bereits seit 1896 veröffentlichte er Gedichte und Novellen, später Romane. Daneben schrieb er Feuilleton und war einer der Hauptmitarbeiter der Zeitschrift Jugend (Zeitschrift).[1] Unter seinen zahlreiche Novellen finden sich manche, in denen er subtil und mit psychologischem Geschick die Handlungsmotive des Protagonisten ausleuchtet, so etwa die eines Mörders in 'Das lockende Blut'. Viele haben einen historischen Hintergrund. Aber er schrieb auch solche mit groteskem oder satirischem Inhalt. Noder ist Autor einiger Romane wie Giorgione, Die Täuscher und legte in zwei Bänden biografische Erinnerungen vor: Erinnerungen eines Arztes und Dichters sowie Am Färbergraben, in dem ausführlich über die Zeitschrift 'Jugend' und ihre Mitarbeiter berichtet wird.

Werke[Bearbeiten]

  • Der schwarze Mann und andere Sachen, um böse Kinder brav zu machen: ein lustiges Bilderbuch für Kinder von 3 bis 6 Jahren München, Verlag von Seitz & Schauer, 1897
  • Stürmisches Blut. Hundert Gedichte. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1905
  • Ruhloses Herz. Gedichte. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1907
  • Meine Käfersammlung (Species Borussicae). Humoristisch-satirische Jugend-Bilderbogen aus Preußen. L. Staackmann Leipzig 1911
  • Die sieben Schelme von Großlichtheim - Ein fröhliches Plauderbuch. L. Staackmann, Leipzig 1913
  • Hochsommer. Neue Gedichte. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1912
  • Madonnen. Ein Cyclus. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1913
  • Erfüllung. Neue Gedichte. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1917
  • Stunden. Neue Novellen. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1917
  • Totentanz - Ein Dutzend Novelletten. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1918
  • Die Rächer. Novelle aus der Revolutionszeit. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1919
  • Der Liftboy. Novellen, Grotesken und Skizzen. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1920
  • Die Täuscher - Ein Bauernroman aus Schwaben. L. Staackmann Verlag, leipzig 1922
  • Henker, Heilige, Hetären. Zehn Novellen. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1928
  • Giorgione. Roman. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1929
  • Erinnerungen eines Arztes und Dichters. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1930
  • Am Färbergraben - Erinnerungen um die Jahrhundertwende. L. Staackmann Verlag, Leipzig 1932

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Rainer Scheck (Hg.): Priester des Todes. Blitz Verlag, Windeck 2011, S. 305-307

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Münchner Stadtbibliothek: Kurzbiografie