Anton Rollett

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Anton Franz Rollett, 1824.

Georg Anton Rollett (auch: Anton Franz Rollett; * 2. August 1778 in Baden, Niederösterreich; † 19. März 1842 ebenda) war ein österreichischer Sammler, Naturforscher und Arzt.

Er war Großvater von Alexander Rollett und Vater von Hermann Rollett

Er besaß eine umfangreiche Sammlung, die 1867 durch Schenkung Eigentum der Stadt Baden (Rollettmuseum) wurde. Die Sammlung enthält unter anderem ein Herbarium (mehr als 14.000 Pflanzenarten), weiter archäologische, ethnographische, technologische, mineralogische, botanische und zoologische Objekte sowie die gallsche phrenologische Schädel- und Büstensammlung.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Rollett, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte, ging als 13-jähriger zu einem Chirurgen in die Lehre. Im Jahr 1795 bekam er die Möglichkeit am Allgemeinen Krankenhaus in Wien zu studieren. In den folgenden Jahren konnte er Prüfungen für Chirurgie, Geburtshilfe und Tierarzneikunde ablegen. Ab 1799 praktizierte er in Piesting. Zwei Jahre später übersiedelte er aber nach Baden, wo er als Kurarzt bekannt wurde und auch vielfach unentgeltlich – etwa am Marienspital in Baden – für die Armen ordinierte. Als Landgerichtsarzt obduzierte er beispielsweise den Leichnam Ferdinand Raimunds nach dessen Selbstmord.

Im Jahr 1825 schenkte ihm Franz Joseph Gall seine sämtlichen Werke sowie die in Wien zurückgelassene phrenologische Schädel- und Büstensammlung, die er in seine Sammlung im Rollettmuseum mit einbrachte.

Werke[Bearbeiten]

  • Kleine Flora und Fauna von Baden, 1805; Schematismus der landesfürstlichen Stadt Baden in Niederösterreich, 1805.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]