Anton Walerjewitsch Chudobin

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RusslandRussland Anton Chudobin Eishockeyspieler
Anton Chudobin
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 7. Mai 1986
Geburtsort Ust-Kamenogorsk, Kasachische SSR
Größe 180 cm
Gewicht 90 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Torwart
Nummer #31
Fanghand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2004, 7. Runde, 206. Position
Minnesota Wild
Spielerkarriere
bis 2005 HK Metallurg Magnitogorsk
2005–2006 Saskatoon Blades
2006–2007 HK Metallurg Magnitogorsk
2007–2011 Houston Aeros
2011–2012 Providence Bruins
2012 Atlant Mytischtschi
2012–2013 Boston Bruins
seit 2013 Carolina Hurricanes

Anton Walerjewitsch Chudobin (russisch Антон Валерьевич Худобин; englische Transkription: Anton Valeryevich Khudobin; * 7. Mai 1986 in Ust-Kamenogorsk, Kasachische SSR) ist ein russischer Eishockeytorwart, der seit Juli 2013 bei den Carolina Hurricanes aus der National Hockey League unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Anton Chudobin begann seine Karriere als Eishockeyspieler in Kasachstan. Später besuchte er die Eishockeyschule des HK Metallurg Magnitogorsk, für den er im Jugendbereich aktiv war.[1] Während der Saison 2003/04 gehörte er zum Kader der zweiten Mannschaft von Metallurg, die der drittklassigen Perwaja Liga angehörte. In der folgenden Spielzeit wurde er Back-Up von Jewgeni Nabokow und Roman Malek bei der ersten Mannschaft des Vereins, die an der Superliga teilnahm, und wurde in vier Spielen eingesetzt.

2005 entschied er sich, nach Nordamerika zu den Saskatoon Blades aus der Western Hockey League zu gehen.[1] Nach der Spielzeit 2005/06 wurde Chudobin als Most Valuable Player seines Teams ausgezeichnet, kehrte aber nach Magnitogorsk zurück. Mit Metallurg gewann er am Ende der Saison 2006/07 die russische Meisterschaft.

Nach diesem Erfolg wurde er von den Minnesota Wild, die ihn auch gedraftet hatten, für drei Jahre unter Vertrag genommen. Diese setzten ihn in den folgenden Jahren bei ihrem Farmteam, den Houston Aeros, in der American Hockey League ein. Außerdem absolvierte er regelmäßig Spiele in der ECHL für die Texas Wildcatters und Florida Everblades. Dort gewann er auch in der Saison 2007/08 die Auszeichnung zum ECHL Goaltender of the Year, nachdem er 27 Partien der regulären Saison und neun Playoff-Spiele absolviert hatte.

Am 4. Februar 2010 debütierte er in der National Hockey League für die Minnesota Wild, als er in der 51. Minute für Josh Harding eingewechselt wurde und keinen Gegentreffer bei neun Schüssen auf sein Tor zuließ. Zwei Tage später stand er erstmals vom Beginn eines NHL-Spiels an im Tor. Ende Februar 2011 transferierten ihn die Minnesota Wild in einem Tauschgeschäft für Jeff Penner und die Rechte an Mikko Lehtonen zu den Boston Bruins, die ihn ins Farmteam zu den Providence Bruins in die American Hockey League schickten.

Aufgrund des Lockouts in der NHL spielte er zwischen September und Dezember 2012 für Atlant Mytischtschi in der Kontinentalen Hockey-Liga. Im Juli 2013 unterzeichnete er einen Einjahresvertrag bei den Carolina Hurricanes.

International[Bearbeiten]

Für Russland nahm Chudobin an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2004 teil, bei der er mit seiner Mannschaft die Goldmedaille gewann. Bei den beiden folgenden U20-Junioren-Weltmeisterschaften gewann er jeweils die Silbermedaille.

Bei der Herren-Weltmeisterschaft 2014 kam er als dritter Torhüter zwar nicht zum Einsatz, gewann mit der Sbornaja dennoch die Goldmedaille.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Vertrat Russland bei:

Jahr Team Veranstaltung GP W L OT Min GA SO GAA Sv%
2004 Russland U18-WM 6 4 0 2 360 13 0 2,17 91,5
2005 Russland U20-WM 5 3 2 0 264 12 0 2,73 90,1
2006 Russland U20-WM 5 4 1 0 300 11 0 2,20 93,3
Junioren gesamt 16 11 3 2 924 36 0 2,35 91,6

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b russianprospects.com, Profil Anton Khudobin

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anton Walerjewitsch Chudobin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien