Anton van Obberghen

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Schloss Kronborg in Helsingør
Das große Zeughaus in Danzig

Anton van Obberghen (auch van Opberghen) (* 1543 in Mechelen; † 1611) war ein flämischer Architekt des Manierismus.

Er begann seine berufliche Laufbahn in Antwerpen, wo er am Bau von städtischen Befestigungsanlagen tätig war. 1575 kam er nach Dänemark und leitete 1577 als königlicher Hofbaumeister den Umbau des Schlosses Kronborg in Helsingør. 1586 kam er nach Danzig, wo er 1592 zum Baumeister der Befestigungsanlagen, 1594 zum städtischen Baumeister ernannt wurde. Er hat in Danzig bedeutende Werke der Spätrenaissance geschaffen.

Er nahm an der Errichtung der Festung Weichselmünde und des Schlosses in Küstrin sowie an der Flussregulierung der Weichsel teil. In Danzig errichtete er auch die St.-Gertrud-Bastei, das Peinkammertor, das Große Zeughaus und wahrscheinlich auch das Altstädtische Rathaus. Ihm wird auch die Errichtung des Altstädtischen Rathauses in Thorn 1602–1605 zugeschrieben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold Bartetzky: Das große Zeughaus in Danzig. Baugeschichte, architekturgeschichtliche Stellung, repräsentative Funktion. (= Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa, Band 9.) Steiner, Stuttgart o.J., ISBN 3-515-07542-9. (zugleich Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 1998.)
  • Rudi De Mets: Mechelen. Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Deurne 1997, ISBN 90-5720-047-3, Seite 49.