Antonia Leugers

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Antonia Leugers (* 1956) ist eine deutsche römisch-katholische Theologin, Kirchenhistorikerin und Religionspädagogin.

Antonia Leugers wurde im Emsland geboren. Sie legte das Abitur in Braunschweig ab und studierte an den Universitäten München, Münster und Paderborn.[1] Mit ihrer Dissertation Georg Angermaier (1913–1945); katholischer Jurist zwischen nationalsozialistischem Regime und Kirche; Lebensbild und Tagebücher“ wurde sie in Münster (Westfalen) promoviert. An der Eberhard Karls Universität Tübingen war sie von 2007 bis  2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich „Kriegserfahrungen – Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ tätig. An der Technischen Universität Dresden arbeitete sie im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgesellschaft zur historischen Bildungsforschung. Seit 2010 bearbeitet sie an der Eberhard Karls Universität Tübingen das von ihr konzipierte Projekt "Katholische Kriegsfriedensdiskurse (1914/1918 – 1939/1945)".

In ihren Veröffentlichungen beschäftigt sie sich u.a. mit den Katholiken im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.[2] Sie lebt in München.

Werke[Bearbeiten]

Monographien:

  • Georg Angermaier 1913–1945. Katholischer Jurist zwischen nationalsozialistischem Regime und Kirche. Lebensbild und Tagebücher (= Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte. Reihe A: Quellen, Bd. 44). Grünewald, Mainz 1994, ²1997.
  • Gegen eine Mauer bischöflichen Schweigens. Der Ausschuss für Ordensangelegenheiten und seine Widerstandskonzeption 1941 bis 1945. Knecht, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-7820-0746-8.
  • Interessenpolitik und Solidarität. 100 Jahre Superioren-Konferenz – Vereinigung Deutscher Ordensobern (1898–1998). Knecht, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-7820-0809-X.
  • Eine geistliche Unternehmensgeschichte. Die Limburger Pallottiner-Provinz 1892–1932. EOS, St. Ottilien 2004, ISBN 3-8306-7195-4.
  • Jesuiten in Hitlers Wehrmacht. Kriegslegitimation und Kriegserfahrung. Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76805-6.[3]
  • Georg Angermaier: (1913–1945): Ein Europäer aus Würzburg im Widerstand gegen die NS-Diktatur (= theologie.geschichte. Arbeitshilfen 1). Universaar, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-86223-012-9, urn:nbn:de:bsz:291-universaar-215.
  • mit Holger Gast und August H. Leugers-Scherzberg: Optimierung historischer Forschung durch Datenbanken. Die exemplarische Datenbank „Missionsschulen 1887–1940“. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2010, ISBN 978-3-7815-1720-2.
  • mit Holger Gast und August H. Leugers-Scherzberg: Katholische Missionsschulen in Deutschland 1887–1940. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2013, ISBN 978-3-7815-1939-8.

Herausgeberschaften:

  • Julius Döpfner. Briefe an Georg Angermaier 1932–1944. In: Würzburger Diözesangeschichtsblätter. Ergänzungsband 58 (1996), S. 9–100.
  • Berlin, Rosenstraße 2–4: Protest in der NS-Diktatur. Plöger, Anweiler 2005, ISBN 3-89857-187-4.
  • Zwischen Revolutionsschock und Schulddebatte. Münchner Katholizismus und Protestantismus im 20. Jahrhundert (= theologie.geschichte. Beiheft 7). Universaar, Saarbrücken 2013 (online).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografische Angaben auf der Seite der Stiftung Adam von Trott
  2. Hans Mommsen: Von der Propaganda zur Ernüchterung In: Frankfurter Rundschau online vom 2. Januar 2010
  3. Tobias Seidl: Rezension zu: Leugers, Antonia: „Jesuiten in Hitlers Wehrmacht. Kriegslegitimation und Kriegserfahrung“. Paderborn 2009. In: H-Soz-u-Kult. 16. Februar 2010 (online).