Antonio Imbert Barrera

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Antonio Imbert Barrera (* 3. Dezember 1920) ist ein dominikanischer Politiker. Er war vom 7. Mai 1965 bis zum 30. August 1965 Staatspräsident. 1967 überlebte er ein Attentat.

Leben[Bearbeiten]

Antonio Imbert Barrera entstammte einer reichen Familie aus der Provinz Puerto Plata des Inselstaates. Der Vater starb drei Jahre nach seiner Geburt. Barrera wuchs mit drei Geschwistern auf. Nach der Schule arbeitete er als Partner und Geschäftsführer einer Fabrik für Zitrusfrucht-Produkte. In dieser Zeit wurde er als Gouverneur der Puerto-Plata-Provinz durch den Diktator Rafael Trujillo eingesetzt.

Aufgrund der 1956 stattgefundenen Verhaftung seines Bruders durch den Diktator schloss er sich dem Widerstand an. Sein Bruder gehörte ebenfalls einer Gruppe an, die den Diktator bekämpfte. Am 30. Mai 1961 war Antonio Imbert Barrera einer von sieben Männern, die den Diktator auflauern und erschossen. Die meisten der Verschwörer wurden verhaftet und getötet. Auch der Bruder von Antonio Imbert Barrera wurde kurz nach der Ermordung des Diktators auf Befehl von dessen Sohn Rafael im Gefängnis erschlagen. Er selbst war ein halbes Jahr flüchtig bis er ohne Strafe zu befürchten, wieder ins öffentliche Leben zurückkehren konnte.

Von Januar 1962 bis Februar 1963 wurde Antonio Imbert Barrera Mitglied des Staatsrates unter dem Präsidenten Rafael Bonnelly. Am 20. Dezember 1962 wurden durch die neuen Machthaber einwandfreie Wahlen veranstaltet, die der demokratische Juan Bosch für sich entscheiden konnte. Aber diese Regierung hielt nur wenige Monate und wurde wiederum von Armee unter General Wessin abgesetzt. Antonio Imbert Barrera selber stellte sich auf keines der sich verfeindeten Lager und konnte so als eine Art Vermittler auftreten. Wegen seiner Beteiligung am Sturz des Diktators hielt er sich zudem eine schwerbewaffnete Leibwache.

Im Mai 1965 wurde er wieder politisch aktiv. Nach Unruhen und Verwirrungen zwischen den rechtsgerichteten Militärs und den demokratisch ausgerichteten Kräften setzte die USA zur Beruhigung des Landes die Marine-Infanterie ein. Dieser Einsatz beruhigte das Land nicht und Antonio Imbert Barrera wurde Anführer der von der USA unterstützten rechtsstehenden Militär-Ziviljunta. In diesen Wirrungen war er vom 7. Mai 1965 bis zum 30. August 1965 Staatspräsident des Landes. 1967 überlebte er ein Attentat

Quellen[Bearbeiten]

  • Munzinger-Archiv, Internationales Biographisches Archiv 28/1965 vom 5. Juli 1965