Antonio Rukavina

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Antonio Rukavina

Rukavina im Training, 2011

Spielerinformationen
Geburtstag 26. Januar 1984
Geburtsort BelgradSFR Jugoslawien
Größe 177 cm
Position Verteidigung
Vereine in der Jugend
FK Bežanija
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2006
2007–2008
2008
2009–2012
2012–
FK Bežanija
FK Partizan Belgrad
Borussia Dortmund
TSV 1860 München
Real Valladolid
142 (26)
32 0(4)
19 0(0)
112 0(1)
68 0(2)
Nationalmannschaft2
0000–2007
2007–
Serbien U-21
Serbien
7 0(0)
29 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 3. Mai 2014
2 Stand: 5. März 2014

Antonio Rukavina (serbisch-kyrillisch Антонио Рукавина, * 26. Januar 1984 in Belgrad) ist ein serbischer Fußballnationalspieler der bei Real Valladolid unter Vertrag steht und für die serbische Nationalmannschaft spielt.

Laufbahn[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Antonio Rukavina begann seine Karriere beim FK Bežanija, für den er bis Ende 2006 in der ersten und zweiten serbischen Liga 55 Spiele bestritt und zwei Tore schoss.

Im Januar 2007 wechselte er zum FK Partizan Belgrad, der ebenfalls der Super Liga angehörte. Dort wurde er Kapitän der Mannschaft. Er bestritt für Partizan 45 Spiele, in denen er drei Tore erzielen konnte. Darüber hinaus wurde er zweimal in der Qualifikation zur Champions League eingesetzt. Er hatte mit Partizan einen Vertrag bis 2011.

Im Januar 2008 wechselte er jedoch zum deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund, wo er einen bis 2012 datierten Vertrag unterschrieb. Sein erstes Pflichtspiel für die Borussia bestritt er am 29. Januar 2008 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen, sein Bundesligadebüt gab er vier Tage später beim 3:3 in Duisburg. Mit Borussia Dortmund stand Rukavina am 19. April 2008 im DFB-Pokal-Finale in Berlin, welches die Mannschaft mit 1:2 gegen den FC Bayern München verlor. In der Hinrunde der Spielzeit 2008/09 kam er nur in den ersten fünf Partien zu Einsatz. Rukavina wurde in Dortmund insgesamt 19 Mal in der Liga eingesetzt, fünfmal spielte er im DFB-Pokal und einmal im UEFA-Pokal.

Im Februar 2009 wurde er zunächst bis Saisonende an den Zweitligisten TSV 1860 München ausgeliehen, wo er bis Sommer 2009 15 Mal zum Einsatz kam und ein Tor erzielte. Zur Spielzeit 2009/10 wurde Rukavina endgültig durch die Sechzger verpflichtet und erhielt einen Vertrag bis Sommer 2012. Unter Trainer Ewald Lienen wurde er in dieser Saison Stammspieler auf der Position des rechten Außenverteidigers. Im Gegenzug wechselte Sven Bender nach Dortmund. In der folgenden Spielzeit 2010/11 war Rukavina unter dem neuen Trainer Reiner Maurer der einzige Spieler im Kader, der alle 34 Spiele über die volle Länge bestritt.

Im Sommer 2011 sollte Rukavina, der zu den meistverdienenden Spielern von 1860 zählte, aufgrund der angespannten finanziellen Situation verkauft werden. Als Nachfolger auf der rechten Verteidigerposition wurde Dennis Malura verpflichtet, der an den ersten beiden Spieltagen folglich auch in der Startelf stand. Beim dritten Pflichtspiel der Spielzeit, der Pokal-Erstrundenbegegnung in Osnabrück wurde Rukavina für Malura zur Halbzeit eingewechselt und war fortan wieder in der rechten Verteidigung gesetzt. Nachdem er am Ende der Sommertransferperiode keinen neuen Verein gefunden hatte, bestritt er bis zum Saisonende alle Pflichtspiele, lediglich einmal fehlte er verletzungsbedingt. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung zu reduzierten Bezügen lehnte Rukavina im Frühjahr 2012 ab, er verließ den TSV 1860 somit nach Abschluss der Spielzeit 2011/12. Insgesamt hatte er für die „Münchner Löwen“ 112 Liga- und sieben Pokalspiele bestritten.

Zur Saison 2012/13 wechselte Rukavina in die spanische Primera División zu Real Valladolid.[1]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Rukavina gehörte zum Aufgebot der serbischen Mannschaft bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2007, wo man im Finale der Niederlande mit 1:4 unterlag. Er spielte insgesamt siebenmal für die U21. Sein Debüt als serbischer Nationalspieler gab Rukavina im Juni 2007 beim 2:0-Auswärtssieg gegen Finnland. 2010 gehörte er zum serbischen Aufgebot bei der WM in Südafrika, kam allerdings nicht zum Einsatz. Er absolvierte insgesamt 22 Länderspiele.

Privates[Bearbeiten]

Antonio Rukavina ist seit 2010 verheiratet und seit dem 26. Oktober 2010 Vater eines Sohnes.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Antonio Rukavina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Valladolid schnappt sich Rukavina, Kicker Sportmagazin vom 20. Juli 2012 (abgerufen am 24. Juli 2012).