Antwerpener Manieristen

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Meister von 1518 (Meister der Abtei von Dilighem): Christus im Hause des Pharisäers Simon, Öl auf Holz, 16. Jahrhundert

Die Gruppe der Antwerpener Manieristen umfasst eine nicht näher zu definierende Anzahl von Malern der Antwerpener St.-Lukas-Gilde zum Beginn des 16. Jahrhunderts.

Namensgebung[Bearbeiten]

Der wissenschaftliche Name Antwerpener Manieristen geht zurück auf Max J. Friedländer, der seit 1903 in der Vorbereitung seiner großen Publikation über die altniederländische Malerei begann, Werke in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen zu erfassen, und stilistisch in Zusammenhang zu stellen. Der erste Artikel zu dieser Gruppierung erschien 1915[1] und mangels überlieferter historischer Künstlernamen vergab er darin fünf grundlegende Notnamen, oft aus Motiv und Aufbewahrungsort des Werkes abgeleitet, zu denen in späteren Publikationen bis 1937 fünf weitere hinzukamen. Friedländers Absicht mit der Gruppenbezeichnung Antwerpener Manieristen einen Bogen zum italienischen Manierismus zu schlagen, speist sich aus unterschiedlichen Motiven, die heute neu diskutiert und bewertet werden müssen.

Pseudo-Bles: Die Enthauptung Johannes des Täufers, Öl auf Holz, 16. Jahrhundert

Die Antwerpener Manieristen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Max J. Friedländer: Die Antwerpener Manieristen von 1520. In: Jahrbuch der königlich preußischen Kunstsammlungen 36 (1915), S. 65–91.
  • Max J. Friedländer: Die altniederländische Malerei, Die Antwerpener Manieristen - Adriaen Ysenbrant, Bd. XI, Berlin 1933.
  • Peter van den Brink/Maximiliaan P. J. Martens (Hrsg.): ExtravagAnt! A forgotten Chapter of Antwerp Painting 1500-1530, Koninklijk Museum vor Schone Kunsten Antwerpen, 15. Oktober – 31. Dezember 2005, Antwerpen 2005.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Max J. Friedländer: Die Antwerpener Manieristen von 1520. In: Jahrbuch der königlich preußischen Kunstsammlungen 36 (1915), S. 65–91. Abgerufen am 5. September 2013.