Handballclub Fivers Margareten

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HC Fivers
Aon-Telekom-Fivers3.jpg
Voller Name Handballclub Fivers Margareten
Spitzname(n) Fivers
Gegründet 1919
Vereinsfarben schwarz-weiß
Halle Sporthalle Margareten
Plätze 1200
Trainer Peter Eckl
Liga Handball Liga Austria
2013/14
Rang 2.
Website http://fivers.sportlive.at/
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Österreichischer Meister
Österreichischer Cupsieger
International 1× Halbfinalist im EHF-Pokal (1985)

Die Fivers Margareten (eng. Fünfer) sind ein Herren-Handballverein aus Margareten, dem 5. Wiener Gemeindebezirk. Hiervon leitet sich der Name der Fivers ab. Der Hauptsponsor ist Raiffeisen.

Zurzeit sind die Fivers die stärkste Handballmannschaft Wiens und stehen im harten Konkurrenzkampf mit der Vorarlberger Mannschaft A1 Bregenz. Im Jahr 2011 konnte der Vorarlberger Rivale zum ersten Mal im Finale der Handball Liga Austria geschlagen werden, der Verein krönte sich zum österreichischen Meister, nachdem er seit der Saison 2004/05 insgesamt fünf Mal österreichischer Vizemeister geworden war.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte 1919 der Zusammenschluss von insgesamt vier Wiener Vereinen zum WAT Margareten, aus dessen 1920 gegründeter Handballsektion die heutigen Fivers hervorgingen. Der Verein erlebte damals auch seine Blütezeit und war europaweit der Verein mit den meisten Mitgliedern. Der Verein spielte damals in der Wiener Stadtliga. Die Liga fasste damals allerdings lediglich 5 Mannschaften.

Da der Verein tief in der Arbeiterschaft verwurzelt war und deshalb einer starken sozialdemokratischen Färbung unterlag, wurde er seitens der Austrofaschisten verboten. Auch während der Herrschaft der Nationalsozialisten blieb der Verein verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der WAT Margareten, unter kräftiger Mithilfe des ehemaligen Tormanns Johann Hefler, neugegründet.

1978 konnten die Handballer in die Staatsliga B aufsteigen und schafften 1982 schließlich den Sprung in die höchste österreichische Spielklasse, der sie bis heute angehören. Durch den dritten Platz in der Meisterschaft in der Saison 1984 qualifizierte sich der Klub erstmals für die Teilnahme am EHF Cup 1984/85. Nach Siegen gegen den niederländischen Verein HV Aalsmeer, über den französischen Verein USAM Nîmes und den schwedischen Traditionsclub Ystads IF musste sich WAT Margareten erst im Halbfinale dem späteren Europacupsieger Minaur Baia Mare aus Rumänien geschlagen geben.

1999 gelang dem Verein der bis dahin größte nationale Erfolg. Zwar scheiterten die Wiener nur knapp im letzten Spiel am Meistertitel, siegten aber eine Woche später im österreichischen Cup. Nach dem Kantersieg gegen UHC Tulln behielten die Margaretner auch gegen HC Bruck die Oberhand.

2009 gelang den HC Fivers mit dem ÖHB-Cup der erste Titelgewinn seit der Namensänderung, nachdem im Finale HIT Innsbruck vor heimischem Publikum besiegt worden war. Im Jahr 2011 wurden die Fivers zum ersten Mal österreichischer Meister, dadurch durften die [Margareten|Margaretner] zum ersten mal an der EHF Champions League Qualifikation teilnehmen. Dort schieden Sie allerdings bereits im ersten Duell gegen Dinamo Minsk aus.[1] Im Jahr 2012 gewannen der HC Fivers erneut den österreichischen Cup, im Finale wurde nach zwei Verlängerungen ULZ Schwaz besiegt. 2013 konnte der ÖHB-Cup Titel gegen den HC Hard im Finale verteidigt werden.

In der Saison 2013/14 wurde ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte der Fivers aufgeschlagen. Die Fivers spielen seither in der Bundesliga und sind damit der erste Verein in der Geschichte des Österreichischen Handballs, der sich sowohl für die erste als auch die zweiten Liga qualifiziert hat.[2] Am Ender der Saison wurde mit der Bundesliga Mannschaft das Ziel Klassenerhalt knapp geschafft. Man belegte den vorletzten Platz im Unteren-Playoff konnte sich dann im Best-of-Three Abstiegs-Duell aber 2:0 gegen den HC Kärnten durchsetzen.[3] Mit der ersten Mannschaft scheiterte man im Finale der Liga und des Cup´s am HC Hard.

Vereinsstruktur[Bearbeiten]

Obmann: Eduard Winter
Manager: Thomas Menzl
Trainer: Peter Eckl
Jugendmanagerin: Sandra Zapletal

HLA-Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Verein seit
15 Mathias Nikolic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2002
25 Markus Bezucha ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2002
35 Thomas Seidl ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2001
45 Lukas Müller ÖsterreicherÖsterreicher Linksaußen
51 Sergiy Bilyk ÖsterreicherÖsterreicher Tor 1999
53 Nikola Bilyk ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum --
54 Vytautas Žiūra ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2010
55 Tomas Eitutis LitauerLitauer Rückraum 2011
56 Kristian Pilipovic ÖsterreicherÖsterreicher Tor 2010
57 Herbert Jonas ÖsterreicherÖsterreicher Linksaußen 1999
58 Tobias Wagner ÖsterreicherÖsterreicher Kreis
59 Markus Kolar ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 1997
65 Nikola Aljetic ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2005
75 Martin Fuger ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2006
85 David Brandfellner ÖsterreicherÖsterreicher Rechtsaußen 2004

Zugänge 2014/15[Bearbeiten]

Name alter Verein Trikot Nationalität Position

Abgänge 2014/15[Bearbeiten]

Name Neuer Verein Nationalität Position
Leopold Hellerich Karriereende ÖsterreicherÖsterreicher LA
Christoph Edelmüller Karriereende ÖsterreicherÖsterreicher KM
Bastian Molecz Karriereende ÖsterreicherÖsterreicher TW
Romas Kirveliavičius SG BBM Bietigheim ÖsterreicherÖsterreicher RL

Heimhalle[Bearbeiten]

Seit dem 8. Dezember 2003 werden die Heimspiele der Fivers in der neu erbauten Sporthalle Margareten, Hollgasse 3, ausgetragen.

Erfolge[Bearbeiten]

Handball Liga Austria

  • Meister (1): 2011

ÖHB-Cup

  • Sieger (4): 1999, 2009, 2012, 2013

EHF Cup

  • Halbfinalist (1): 1985

HLA Nachwuchspreis

  • 1. Platz (9): 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2011/12

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielbericht der EHF-Champions League Qualifikation
  2. News über die Bundesligamannschaft der Aon Fivers (abgerufen am 5. September 2013)
  3. Best of 3 Abstiegsserie der HBA 2013/14